Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Journal
- Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen der Zentralwohlfahrtsstelle und der ihr angeschlossenen Geschäftsstellen Zur Organisation Nachdem Ende 1927 und Anfang 1928 die Provinzialverbände für jüdische Wohlfahrtspflege in Niederschlesien, mit dem Sitz in Breslau, und in Oberschlesien, mit dem Sitz in Beuthen, begründet wurden, hat das letzte Vierteljahr des Jahres 1928 den Aufbau der drei nocli fehlenden Verbände gebracht. Im Oktober ist der Provinzinlverhand für jüdische Wohlfahrtspflege in Schleswig -Holstein, Sitz Altona, im November der Bezirksverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Thüringen- Südsachsen, Sitz Erfurt, im De. zember schließlich der letzte noch fehlende Verband der jüdisch e n W o h 1 f a h r t sp f 1 e g e in Pommern, mit dem Sitz in Stettin, in Wirksamkeit getreten. Während Einzelheiten der Organisation für die übrigen Verbünde bereits bekanntgegeben wurden, sei für den letztgenannten Provinzialverband nachgetragen, daß seine Begründung aus Anlaß der Tagung des Verbandes Pommerscher Gemeinden am 2. Dezember 1928 in Stettin erfolgte, daß ein Ausschuß (bestehend aus Vertretern dieses Gemeindeverbandes, der um die Begründung besonders verdienten Synagogen-Gemeinde Stettin, des Provinzialverbandes des Jüdischen Frauenbundes, der Logen, des neuen Zusammenschlusses der jüdischen Jugendverbände u. a.) begründet wurde, und daß die Geschäftsführung, wie bisher, in den seit langem bewährten Händen von Frau Anna Levy, Stettin, Elisabethstr. 10, liegt. Wir freuen uns, daß das für 1928 gesteckte gemeinsame Ziel, den Aufbau der Landes- und Provinzialwohlfahrtsverbände zum Abschluß zu bringen, erreicht ist. Es bedarf nur noch der Regelung einiger Einzelfragen und Grenzsetzungen, dann kann die neue Aufgabe in Angriff genommen werden, in engster vertrauensvoller Zusammenarbeit mit allen Stellen im Reich alle Kraft dem weiteren inneren Ausbau unserer Arbeit zu widmen. Der Soziale Ausschuß des Allgemeinen Deutschen Rabbinerverbandes wurde bei der Hauptversammlung des Verbandes am 2. und 3. Juni 1925 auf Anregung des Referenten Herrn Rabbiner Dr. Horovitz-Frankfurt a. M., dem sich Herr Dr. Levi-Mainz als Korreferent anschloß, begründet. Er besteht heute aus 20 Mitgliedern; den Vorsitz führt Herr Rabbiner Dr. Horovitz, stellvertretende Vorsitzende sind Herr Dr. Salli Levi- Mainz und Herr Dr. Emil Levy- Berlin. Der Soziale Ausschuß will die Mitglieder des Allgemeinen deutschen Rabbinerverbandes für die sozialen Fragen und Aufgaben der Judenheit interessieren. Er will in Fühlungnahme mit den einschlägigen Organisationen darauf hinwirken, daß die im jüdischen Gesetz verankerten sozialreligiösen Bestimmungen eine bessere Auswirkung finden, daß aber auch in der praktischen Fürsorgearbeit, die allerorts an den Rabbiner herantritt, die Gesichtspunkte einer neuzeitlichen Sozialpolitik und Wohlfahrtspflege von seiten der Rabbiner zur Geltung gebracht werden. Für 53