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19271931
  1. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 19

    fürchte mich vor dir!" lacht sie. „Vielleicht wirst mich von der Arbeit entlassen?" „Sicherlich werde ich dich entlassen, solche Arbeiterinnen brauchen wir nicht", antwortet er in ihrem Tone. „Und das hast du gesehen?" sie macht ihm mit den…

  2. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 20

    sich auf die Decke gelegt, die Hadassah über die Matte gebreitet hatte, und zu ihren Häupten: des Mädchens weißes Kissen, Und wieder, wie immer, ihr Haupt in Israels Schoß und ihre Rechte die Hand Uris fassend. Sie sangen ein wenig — und sc…

  3. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 21

    So hört Uri zu- Und es ist ihm wohl. Nur über eines staunt er: Warum und wozu kommt Hadassah, wenn das Lied zu Ende ist, zu ihnv Uri, und nimmt seine beiden Hände in die ihren, warmen, sieht ihn mit fragendem, lachendem, leichtem Blicke an …

  4. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 22

    mir — drei", verteilt sie die Mandeln, die sie gebracht hatte, und ihr Lachen ist verhalten und herzlich; das Erbeben einer neuen Saite schien Uri darin zu entdecken. Sie setzt sich, — und wieder legte das Geheimnis der Nacht den Finger auf…

  5. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 23

    Noch war der Morgenstern nicht aufgegangen, als sie sich dem Hause näherten. Das Haus war still und durch die offene Tür drang das Dunkel der Nacht ins Innere, „Gut, daß morgen Sabbat ist", dachte Hadassah, „und nicht viel Arbeit". Sie stan…

  6. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 24

    „Uri!" . . Und sie zog ihn leise an ihre Brust. — So groß waren ihre Augen, so traurig, und ihre Schultern, die Schultern der jungen Hadassah, entblößt . . Es schien, daß sein Besuch zu dieser Stunde sie nicht in Staunen versetzte und daß s…

  7. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 25

    Ist das wirklich das Glück? Das Glück, das Myriaden von Menschen? erträumen, nach dem sie die Hände ausstrecken und um dessentwillen einer den anderen niedertritt? Jat es ist's . . Und wie leicht, ohne Opfer, war es in ihr Leben getreten! I…

  8. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 26

    an und rief heimlich: „Oh, was ist dir?" Uri wandte die Augen von ihr ab, denn er fühlte, daß sie feucht wurden: „Wozu all die Aengstlichkeit", brachte er hervor, „ich habe ein wenig Kopfweh, das wird wohl gleich vorüber sein." Das war das …

  9. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 27

    nicht zur Arbeit auf. Jsrael fragte, was ihm sei; er antwortete nichts . . Am Tage begann er im Fieber zu sprechen. Hadassah, im Hause beschäftigt, kam einigemale zu ihm, aber er vermochte ihr nicht ins Gesicht zu sehen und schloß jedesmal …

  10. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 28

    es, wie wenn es sich wieder öffnete und das kalte und stumme Geheimnis des Todes wehte aus ihm. Uri war dahin gegangen. Stille war. Leben ... Es war der Krug an der Quelle gebrochen. Aber das Leben strömte weiter, und als im Ablauf der Tage…

  11. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 29

    die Kraft der Idee. Aber der Drang nach höheren und gerechteren Lebensformen, der Sozialismus unserer Lebensart, der Drang nach einem Leben gegenseitiger Hilfe und Verantwortung, das Streben, den Menschen in seiner wahren Gestalt zu sehen, …

  12. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 30

    bewegung einen Teil der Jugend in ihren Fahrten der Natur nähergebracht haben — es fehlt ihm die Fähigkeit zu physischer Arbeit, er besitzt eine Antipathie gegen sie, die seit Generationen in uns ruht. Für diesen jungen Menschen bedeuten di…

  13. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 31

    UMSCHAU KONFERENZ DES INTERNATIO¬ NALEN ARBEITSKREISES FÜR ERNEUERUNG DER ERZIEHUNG IN LOCARNO Die Konferenz, die fast den halben Monat August in Locarno versammelt war und von ungefähr 1100 Menschen aus allen Teilen der Welt besucht war, w…

  14. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 32

    …etzung sich mit der Freiheit als Mittel zu beschäftigen hat. Vom Weltanschaulichen her war insbesondere das Referat von Elisabeth Rotten bedeutungsvoll: „Freiheitsverlangen ist vielleicht das stärkste, allen Menschen gemeinsame Urerlebnis. Freiheitsgewinnu…

  15. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 33

    Geltungswille auf anderen Gebieten als dortr wo eine bestimmte Leistung nicht erreicht werden kann, durchzusetzen versucht oder gerade auf dem Wege der Ueberkompensation noch da Leistungen hervorzubringen sucht, wo gerade ein besonderes Man…

  16. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 34

    Än der Konferenz nahmen Delegierte aus fast allen europäischen Ländern teil, mit Ausnahme der russischen Hechaluz-Organisation, deren Vertretern die Sowjetregierung die Ausreiseerlaubnis verweigerte, außerdem die Chawerim Berl Kaznelsohn, S…

  17. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 35

    Arbeitskraft. Der Großbetrieb, der außer den Lehrfarmen allein übrig bleibt, beschäftigt die Chawerim nur einige Monate während der Sommersaison, und auch auf solchen Betrieben können nicht alle untergebracht werden. Die Institution der Leh…

  18. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 36

    weise nähern, aber doch so, daß wir es in der nächsten Zeit zu realisieren suchen. — Jehuda Gotthelf (Mitglied der Leitung des Haschomer-Hazair-Weltverbandes) führt etwa folgendes aus: Die Jugendbewegung habe in den letzten Jahren einen sta…

  19. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 37

    aus dem Westen in den Weltmerkas bezeichnet. Die Moazah zeigte uns, daß die Chaluzbewegung die revolutionäre Gemeinschaft der jüdischen Jugend im Geiste ihres Führers Trumpeldor geblieben ist. Eine Gemeinschaft, die mit der Jugendbewegung u…

  20. 1927-11-01 · Heft 1 (November 1927) · p. Seite 38

    Rahmenorganisation der zionistischen Jugend wird er die Autorität und die Möglichkeit haben, auf die zionistische Bewegung im Sinne einer stärkeren Unterstützung der Jugendbewegung einzuwirken. — Wieviel von diesen Plänen verwirklicht wird,…