Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 1 (1927-1928)
- Issue
- Heft 1 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 37 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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aus dem Westen in den Weltmerkas bezeichnet. Die Moazah zeigte uns, daß die Chaluzbewegung die revolutionäre Gemeinschaft der jüdischen Jugend im Geiste ihres Führers Trumpeldor geblieben ist. Eine Gemeinschaft, die mit der Jugendbewegung und der palästinensischen Arbeiterbewegung immer mehr zur Einheit verschmilzt. — Mordechai Schattner. DIE TAGUNG DES „BR1TH - HARIOAR" Im Anschluß an die Konferenz des „Haschomer-Hazair" fand in Oliva bei Danzig die Konferenz des „Brith-Hanoar" (Weltverband der jüdischen Jugend) statt. Anwesend waren die Delegierten des Haschomer - Hazair", „Gordonia", „Hechaluz-Hazair", „Techeleth-Lawan", J.J.W.B., die zusammen über 42000 Chawerim und Chaweroth ihrer Bünde vertraten. Außerdem Vertreter der Arbeiterorganisation Erez-Israels und viele Gäste aus Erez-Israel und aus verschiedenen Ländern Europas. — Die Konferenz wurde von Meir Jaari eröffnet. Der Bericht des Sekretariats, erstattet durch Zippor, hob hervor, daß der „Brith-Hanoar" zur Zeit seiner Gründung, den Absichten seiner Initiatoren nach, in Erez-Israel wichtige Aufgaben, wie die Vereinigung der Kibuzim vor sich gesehen hätte. Die Erfüllung dieser Aufgaben wäre ihm jedoch nicht gelungen und die Arbeit des „Brith-Hanoar" in der Galuth hätte durch den fast vollständigen Mangel an Geldmitteln sehr gelitten. Erst in letzter Zeit hätte sich in dieser Beziehung die Lage etwas geändert. Zieht man die geringeren finanziellen Möglichkeiten und die Schwierigkeiten in Betracht, die Menschen erwachsen, die sich außer ihrer Arbeit im Lande noch in der Freizeit mit „Brith-Hanoar"-Arbeit beschäftigen, so muß man die Erfolge um so höher schätzen: Die Vereinigung von Jugendbünden in Rumänien, Galizien, Polen und Deutschland, die unter Mithilfe des „Brith-Hanoar" vor sich gegangen sind, die Entsendung von Menschen von Erez-Israel zur Jugendarbeit in die Galuth usw. Besonders betonte der Bericht, daß das Interesse, das heute allen Fragen der Jugendarbeit innerhalb der Arbeiter¬ und Kwuzahbewegung im Lande sowie innerhalb der gesamtzionistischen Bewegung entgegengebracht wird, zum großen Teile auf die Aufklärungsarbeit des „Brith-Hanoar" zurückzuführen sei. In der Diskussion um diesen Bericht wurde von manchen vorgebracht, daß der „Brith-Hanoar" auf die Arbeit ihrer Bünde gar keinen Einfluß gehabt hätte, daß die Vereinigungen, die der Bericht erwähnte, fast nur dem „Haschomer- Hazair" zugute gekommen wären, daß die mangelnde Initiative der Bünde der Galuth ebenfalls Schuld an dem Versagen des „Brith-Hanoar" hätte und daß die falsche Konzeption, als ob der „Brith-Hanoar" das Schwergewicht seiner Tätigkeit nach Erez-Israel verlegen sollte, die Kräfte in falscher Richtung gelenkt habe. Im weiteren Verlaufe der Tagung folgten dann ein Referat Meir Jaaris über Wesen und Aufgaben des Brith- Hanoar und Bistrickis über die Arbeit der Jugend zugunsten des K.K.L. Die Aussprache um das Referat Jaaris zeigte Einmütigkeit in der Bejahung des weiteren Bestandes des „Brith- Hanoar". Als nächste Aufgaben wurden bezeichnet, die Herausgabe von Monographien über Erez-Israel und pädagogischer Literatur, eines hebräischen Liederbuches, die Entsendung von Chawerim zur Arbeit in der Galuth, die Schaffung von Landesverbänden des „Brith-Hanoar" in solchen Ländern, in denen mehr als ein Bund dem Brith- Hanoar angehört. — Der Schwerpunkt der Tätigkeit soll in die Galuth verlegt werden. Der „Brith-Hanoar" soll bestrebt sein, in solche Länder einzudringen, in denen die zionistische Jugendbewegung noch keinen Fuß gefaßt hat. Als größte 37