Mannheim
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19271931
  1. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 21

    …gen mußte ich machen, damit Sie klar seihen, in welchem Sinne ich jüdische Siedlungsheime lebhaft begrüße. Best ergeben Gustav Landauer. An unsere Leser! ' „Wir bitten unsere Leser, ihre Aufmerksamkeit auf den beiliegenden Prospekt des Avalunverlages zu r…

  2. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 22

    DIE ÖKONOMISCHE LAGE DER JUDEN UND DIE AUSSICHT DES JODISCHEN SOZIALISMUS. Niederschrift eines Keferates auf dem Bundestag des J. J. W. B. 1929. Von Dr. J. S t e i n b e r g. Die Frage, die wir behanden wollen, ist eine der schwierigsten Fr…

  3. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 23

    beschäftigt sind. Solcher Betriebe gibt es in Warschau und Bialystok 50%, in Lodz 45%. Man kann also ruhig sagen, 50—60% aller jüd. Lohnarbeiter sind in solchen Betrieben konzentriert die 1—5 Arbeiter beschäftigen. Man könnte nun meinen, da…

  4. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 24

    Öen. Weiterhin muß der Handwerksmann die Möglichkeit frafoiM, sich-Kohmaterial zu kaufen; aber die Kegierung sucht die Rohmaterialien in ihren Händen zu konzentrieren. Der jüdische Handwerksmann in kleinen Städtchen kann heute also keine jü…

  5. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 25

    ström aufgehört, aber die Juden haben den Weg ins Handwerk nii cht mehr zurückgefunden. Die großen SchneiderindüstrieÄ waren auch schon durch die Neger z. B. sehr stark besetzt. Im Kriege hatte man nämlich die billigen Arbeitskräfte, die Ne…

  6. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 26

    fler Regierung, dazu um eine große Zahl der Arbeitgeber zu Arbeitnehmern herabsinken zu lassen. Zwischen diesen Schichten herrscht eine soziale und geistige Verbundenheit. Der Arbeiter selbst wird verbürgerlicht, der Arbeitgeber selbst wird…

  7. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 27

    gepaßt der sozialen Lage, anzustreben. In der sozialistischen Jugend muß man die großen Kerntruppen herausarbeiten, denn wenn der Sozialismus so kommt, daß ein Volk nur durch eine dünne Schicht geführt werden wird, so würde das bedeuten, da…

  8. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 28

    hang. Dieser Standpunkt ist nicht nur tatsächlich falsch, ei* ist ättcii theoretisch falsch. Es ist nicht wahr, daß der „Bund" in Polen wirklich national-polnisch abgegrenzt ist, er ist vielmehr verbunden mit dem amerikanischen Proletariat.…

  9. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 29

    meiiisiamer jüdischer Sozialismus vorhanden sein. Man wird nach, dem Vorstehenden verstehen, daß der jüdische Sozialismus eine Sache der Tat ist, nicht mehr nur eine geistige Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Recht und Frieden. Das konnte er in…

  10. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 30

    ANTISEMITISMUS UND NATIONALBOLSCHEWISMUS IN DER SOWJET-UNION. Von Heinrich Holtgreve, Köln. Die nachfolgenden Ausführungen stellen einen sehr geistreichen Versuch der Erklärung des Antisemitismus in der Sowjet-Union dar. Wenn wir auch der M…

  11. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 31

    mit deren Beginn die alten Organisationen und Parteien sich auflösen mußten. Natürlich hörte hiermit nicht die bisherige antisemitische Mentalität auch auf. Wohl aber fand sie keinen Unterschlupf in Organisationen und Organen, wenigstens ni…

  12. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 32

    antisemitisch ist und unzweideutig antisemitische Propaganda und Politik treibt. Eine Tatsache, die noch mehr befremdet, wenn wir uns der früheren Ausführungen erinnern, die wir noch einmal zusammenfassen wollen. Der vorrevolutionäre Antise…

  13. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 33

    ^üräiikte Kredite ein, um so Geldmittel für eine planmäßige Industriealisierimg Kußlands zu gewinnen. Gegen dieses Vorgehen wandte sich der rechte Flügel der Russischen Kommunistischen äBaftei, deren Führer Rykow ist und hinter dem Kleinbau…

  14. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 34

    ländlichen Proletariats und der Kleinbauern. Die Wortführer der judenfeindlichen Richtung propagieren folgende „Argumentation": die wirtschaftlich schlechte Lage der russischen Landwirtschaft hat ihre Ursache in der Teilhaberschaft von Jude…

  15. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 35

    gangsstadium bedeutet, ist zu ihrer Zeit noeh ideologisches, d. h. falsches Bewußtsein vorhanden. Antisemitismus entspringt aber nach der Lehre Karl Marxens notwendig falschem Bewußtsein, ist also Verkleidung von ökonomischen Gegensätzen un…

  16. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 36

    DER 3UNGO0DISCHE WANDERBUND. ' (Eine historische Skizze). ',.,, Von Fritz Noaok, Gotha. Dot Jung-Jüdische Wanderbund ist in seinem Kern eine echte Jugendbewegung. Das heißt: er war immer Träger der lebendigen Ideen seiner Zeit, die er in ei…

  17. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 37

    …vielleicht von entscheidender Bedeutung gewesen sein, daß die* neuen Ideen des Judentums und des Sozialismus in der von Martin Buber geformten Ausdrucksweise übernommen wurden. Freilich waren in den verstreuten Bünden — in München und Bamberg» Frankfur…

  18. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 38

    den Brüh Haojim die unter inneren Kämpfen durchgesetzt wüorde. Ber Bundestag auf dem Meissner (1925) war der erste Bundestag nach der Vereinigung; hier wurde die weltanschauliche Haltung zum ersten Male als geklärt empfunden, und in diesem …

  19. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 39

    BUNDESTAG DES 3. 3. W. B. . . .1 ' Dieser Berieht wurde vor den Tilf * eignissen in Palästina geschriebeall Einige unter uns erinnern sieh noch an den Stil ehemalige? Bläuweiß-Bundestage. Es war damit wie mit den neumodischen Kaketenfahrzeu…

  20. 1929-11-01 · Heft 4-5 (November 1929) · page 40

    zwingt, die innere Lage des Bunde® die folgende: fast keine älteren Menschen mehr, eine große, sehr wertvolle, aber noch stark mit sich selbst beschäftigte Mittlerenschaft und verhältnismäßig wenig Jimgeren-Gruppen (wir verstehen dabei unte…