Mannheim
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  1. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 339

    DAS Z E LT L JAHRG. 1925 HEFT 10 O O C H VON JOSEF KALMER Einige Stunden lang bin ich in der Galerie Würthle vor einem Bilde des Malers Floch gesessen. Eine Landschaft war das, rot, blau, grün, die er vor dem Motiv gemalt hat, wie er mir sp…

  2. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 340

    JOSET TLOCH Aber diese Zeichnungen für die Lithographien sind ein Sonderfall. Wenn er sonst zeichnet, tut er es wie die alten Meister: die Zeichnung repräsentiert nicht einen Wert an sich, sie ist stets nur Studie, Entwurf, Vorarbeit für da…

  3. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 341

    JOSET 7LOCH eine Brücke mit ihren Bogen, ein Bahndurchstich, zwei nebeneinander sitzende Frauen, ein Fluß, ein Segelboot, ein Mann und ein Pferd, ein Hirt, die Luft über dem Meer: für alle hat Floch gesunde Augen, er behält sie im Gedächtni…

  4. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 342

    DER NEUNTE AB <AUS EINEM UNVOLLENDETEN ROMAN »EIN PROPHET TANZT IN JERUSALEM«) VON EUGEN HOEFLICH Mein Bruder Jossef, wie vermag ich dir die Stimmungen zu schildern, die midi stündlich neu überwältigen, midi wie ein schwankes Rohr im Winde …

  5. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 343

    DER NEUNTE AB die Menge der Betenden, die um ihre Führer geschart saßen und klagten, und küßte die Steine aus der Inbrunst meiner Trauer und ein fassungsloses Weinen brach aus mir, da ich vor der Mauer kauerte, den Kopf an ihre Quadern gele…

  6. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 344

    DER NEUNTE AB JOSEF FLOCH seiner leidenschaftlichen Augen war mir als Bild der Erinnerung zurückgeblieben. Als wir dann die Treppe hinaufstiegen, die in den jüdischen Bazar führt, sagte Jishak: »Hüte dich vor Sidi musa, er ist ein Ab* trünn…

  7. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 345

    DAS GHETTO VONLUBLIN VON DR. MAJER BALABAN Die polnischen Städte modernisieren sich und gleichzeitig mit ihrer Erneuerung schwinden die Überreste vergangener Jahr…

  8. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 346

    DAS GHETTO VON LUBLIN DAS JUDENTOR VON DER GHETTOSEITE finden, unter anderem das für den ersten bekannten lubliner Rabbiner Schalom Schachen <gest. 1559) errichtete Grabmal. DiesenRabbiner hatte Siegmund I. zum Landesrabbiner für Kleinpolen…

  9. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 347

    DAS GHETTO VON LUBL1N Die Katastrophe vom Jahre 1655 übte ihren Einfluß auf die Verschiebung des Ghettos. Die Juden übersiedeln, vorderhand, in die Stadt — intra muros — und hier beginnen sie nun langsam Handel und Gewerbe zu treiben. Was n…

  10. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 348

    …nder dieses Löffels herrschte, Reb Chaim (gest. ijoj) und andere große Männer in Israel. AUS DER WELT DER CHASSIDIM VON CHAJIM BLOCH DAS AMULETT Rabbi Jakob Joseph von Polennoje besaß ein Amulett, welches der große Rabbi Naftali von Posen mit eigener H…

  11. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 349

    JOSEF FRANK INTERIEUR JOSEF FRANK VON JOSEF HAHN Die stete Entwicklung der Ingenieurwissenschaft konnte nicht ohne entscheidenden E…

  12. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 350

    JQSEF 'FRANK JOSEF FRANK VILLA IN DÖBLING sammenarbeit mit Oskar Strnad und Oskar Wladi entstehen seine ersten selbständigen Arbeiten, die, von …

  13. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 351

    JOSEF FRANK KINDERHEIM ACHER ODER DIE RESTE DER TUGEND VON EMIL BERNHARD In Tiberias, am felsigen Ufer des Genezarethsees, lebte in…

  14. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 352

    …üge des Meisters verklärte, das um so heller strahlte, je feindlicher ihm Blick und Zuruf der verletzten Menge folgten. JOSEF FRANK Eines Morgens saßen sie wieder im Lehrhause beisammen, und das große Schweigen kam über sie. Nachdem sie eine Zeit so g…

  15. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 353

    ACHER ODER DIE RESTE DER TUGEND Beide. Ich habe Sehnsucht nach meinem alten Vater. Folge mir!« Mei'r horchte auf, hatte der Meister ihm bis dahin doch nie von seinem Vater gesprochen. Da er aber sah, daß Acher mit seinen eigenen Gedanken be…

  16. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 354

    … er an des Tages schönem Ende gedachte, was gestern war und morgen wieder sein würde, wenn das einsame Lernen von neuem MARC CHAGALL begann. Als der alte Abuja ihm daher zum Abschied die Hand reichte und bat; »Sage mir ein gutes Wort, junger Meister, d…

  17. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 355

    ACHER ODER DTE RESTE DER TUGEND folgte, sich noch oftmals umsehend, dem Lehrer. Schweigend schritten sie Beide zwischen den wogenden Saaten, und die sinkende Sonne beschien sie. Mei'r merkte wohl, daß der Lehrer ihm grollte, aber er war noc…

  18. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 356

    ACHER ODER DIE RESTE DER TUGEND Resten zu den Menschen gehen!« Darauf leerte er seinen Beutel bis auf den letzten Rest, warf die Münzen unter die Menge und ging seiner Wege. Als er den Pfad zwischen den Weinbergen hinabstieg, um die Stadt z…

  19. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 357

    …eugte sich über ihn und er» kannte, daß er vom Schlage gerührt war und sich nicht bewegen konnte, obwohl er noch lebte. EMIL ORLIK Da kniete Mei'r neben dem Sterbenden, bettete sein Haupt in seinem Schöße und fing zu weinen an: »Kehr um, mein Vater, …

  20. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 358

    BETRACHTUNGEN ÜBER PALÄSTINENSISCHES BAUEN VON REGIERUN GS= UND BAURAT ALEX BAERWALD Palästina ist durch die unendliche Mannigfaltige keit seiner Landschaft eines der schönsten Länder der Welt und verdien…