Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- [1] (1898)
- Article
- Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden
- Date
- 1898-01-01
- Page
- 181 (sequence 20)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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181 9) S. die Meinungsverschiedenheit im Schulchaa Auruch Orach Ohajim, § 472 und 610, welche dort zwischen dem i"£ und dem obwaltet. 10) Jad hachasaka rüW c- 30. 11) Diese Umhüllung heißt beim Verfasser des Rokeach JTttCobOT/ im Maharil ohne Zweifel französisch voltnre, etwa Umwindung, wie ungefähr in Raaebi zu Lada Kamma 18b. und 28b. 120^11 für — Umwendung. Hieraus ist das bei den westdeutschen Juden -gebräuchliche „Falter" entstanden. Auch das bei den Brüdern der heiligen Genossenschaft (Ntjrnp mDn) der ostdeutschen Juden hierfür gebräuchliche Sauwe, welches mir bisher ganz unerklärlich war, wird dadurch verständlich: es heißt 2210, bas obere Gewand, welches den ganzen Körper des Todten umgiebt. 12) Ueber den Ursprung des Wortes hat Grünbaum S. 502-504 ein reiches Material zusammengetragen, er will es schließlich von Serge oder Sarge herleiten, von dem Stoffe, aus dem das Gewand gefertigt wurde, sodaß das ursprüngliche Wort eigentlich ein Adjektiv wie „leinenes, tuchenes", das dann substantivisch gebraucht ward, wie das auch bei andern Wörtern vorkommt und wie „Leinen" selbst eigentlich ein Adjectiv ist. So weit Grünbaum. Ich habe bereits vor mehr als 25 Jahren im Literaturblatt der Jüdischen Presse (Jahrg. 1870, S. 27) eine andere Ableitung vorgeschlagen. Das in Moed Katan 23a. vorkommende übersetzt der Commentar dort einfach mit also Hemd, während der Eommentar in der Münchener Handschrift noch hinzufügt ]U£62 pHNb was correcter in Or Sarua II, S. 180 prw n"S2 (vergl. Raschi zu Sabbat 77 b., Schlagw. niTüS wo ebenfalls so, statt pH Zu lesen ist) lautet. Dies ist das altdeutsche 8arroch oder sarröc, Hemd, und hierin ist die erste Bildung des späteren tfHE' zu suchen Der Uebergang vom p im Worte zum : kann nicht stören, wie dies ja auch iu manchen anderen Wörtern bemerkt wird. Im Laufe der Zeit ist der eigentliche Ursprung des Wortes ganz unbekannt geworden, sodaß man zu den wunderlichsten Etymologien die Zuflucht genommen. Nur Lipmann Heller im NHwN Cr6 8U rWH bn begnügt sich zu schreiben: plpty DOT1D- Heute füge ich noch hinzu, daß die weitere Formation so erfolgt ist, daß man es hebräisirte, indem man, analog dem hebräischen riSTO, <rn den Stamm die Endung rü setzte, sodaß dann sehr leicht fäHfly oder D3;nt^ entstehen konnte. Es braucht meine Vermuthung