Mannheim
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  1. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 16

    Friedhof, wo alles ruhte, was «inst sein Glück gewesen. Es war dieselbe Stunde wie damals, da er in Not und Schmerz denselben Weg gegangen, wieder steckte er den Schlüssel in das verrostete Schloß,' da sprang das pförtchen von selbst auf »n…

  2. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 17

    scheiden, denn der Tote hört auf, ein Einzelner zu sein, er gehört nun zur großen Gemeinde der „Väter", er ist eingegangen zu seinem Volke. Und gerade dieses machte mir der Friedhof deutlich: Daß der Tod uns Juden kein Aufhören bedeutet, so…

  3. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 18

    Mt den Römern, für die Töln eine wichtige Festung gegen den Ansturm der Germanen bedeutete, kamen schon um die Zeit, als Jerusalem in Trümmer sank, die ersten Juden als Händler bisher und siedelten sich an. schnell wuchs die Gemeinde, bis s…

  4. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 19

    schehen, beschlossen sie, den Sarg in einer Airche beizusetzen. Aber sobald sie sich dem Nachen näherten, wich er ihnen aus. Erst als einige Juden ans Ufer kamen, steuerte er auf sie zu. Sie fanden einen Brief R. Amrams im Rahn mit der Bitt…

  5. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 20

    Ein Ehanukkah-Ausflug nach Modaim Wenige Tage vor Lhanukkah wurde in allen Alassen des he» brätschen Gymnasiums bekannt gemacht, daß am Thanukkah ein Schulausflug nach Modaim unternommen werden sollte. Treffpunkt vor de» Toren Tel-Awiws, fr…

  6. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 21

    Soth haarez lanu thije We’anu nijeh babonim Mir wurde ganz sonderbar zu Mute; ich wollte wissen, wer jetzt die» Lied sang. Es war ein Mitschüler, der erst. vor kurzem ans dem Galuth gekommen war. Leise, nur für sich hatte er die ersten Atro…

  7. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 22

    Zögernd ging ich weiter, ich wußte nicht, ob ich diese geheiligten Felsen betreten dürfte. Im nächsten Jahre zu Lhanukkah aber war ich wieder in den Makkabäerfelsen von Modaim. Jaffa GlieserbenMenuchah Lritz Benjamin Bald ist's schon ein ha…

  8. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 23

    wir dürfen ihm nicht nachtrauern, es wäre nicht im Sinn unseres loten freundes, wir wollen ihn aber lieb behalten und in unseren schönsten Stunden seiner gedenken, eines, der mit heißer Liebe an seines jüdischen Volkes Ankunft glaubte . . .…

  9. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 24

    …ekommen ist. Durch ihn bei uns in Prag. Denn der ganze Prager Bund bis zum Kriegsausbruch war fei» Werk. Und Markus aus Breslau, der damals bei uns war, könnte Luch erzählen, wie Black war, und was wir und unser Volk verloren haben. Ls trifft uns …

  10. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 25

    Augen, in denen die Tat war, Treue, Erwin Lederer, dessen Mädchen, seele kann, scheu anfgeblüht war, und Black, unser Black, alle toi, er wird «in erschütternder Markir N' schomaus sein und wir werden alle Araft zusammen nehmen müssen um we…

  11. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 26

    Trotzdem ist jeder Bund ein Individuum für sich. Durch die Menschen wird der Ton gemacht. Also ist der Ton in jeder» Bunde anders. Und das ist gut so. Nur durch Differenzierung kann ein Fortschritt ermöglicht werden. Jeder Bund unternimmt e…

  12. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 27

    Junge schaut mit großen, dunklen Augen von einem zum andern. Während der Alte die „Broche" spricht, betet die Frau leise mit. Der Junge schmiegt sich an dir Mutter. Sanft legt sie ihm die Hand auf den Kopf, und mit reiner, heller Stimmt fän…

  13. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 28

    siebenten Stunde wies, sodaß wir aufbrechen mußten. Unterwegs, noch zum Schluß dieser Kirschenfahrt — wurde ein Wanderer unwohl, einer Wandrerin erging es ebenso. Diese Fahrt war, wie eine jede, sehr schön; nur wurde unsere heitere Stimmung…

  14. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 29

    anderen steht die Einberufung dicht bevor. Unsere Hoffnung sind jetzt die Schüler» sührer, die sich der Schwere ihrer Aufgabe voll bewußt sind und alle Kräfte daran, setzen, alles bisher Erreichte aufrecht zu erhalten. Außer den gemeinsamen…

  15. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 30

    Wir nahmen erneut mit jüdischen Wanderern aus Lberfeld persönliche Fühlung und hoffen, daß dort-demnächst ein jüdischer Wanderbund entstehen wird. Unsere Führer Elkan und Gidion bestanden ihr Affessorexamen. Anm. Nach Abschluß dieses Berich…

  16. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 31

    Tnr «t c n der Jungens recht zufrieden. Markhoff bildet Vorturner aus, da die Zahl der Turner wächst, (z. A. Riegen). Die jüdische Ausbildung wnd gefördert durch den hebräischen Sprachkurs, den stud. Landau-Heidelberg zu geben die Güte hat,…

  17. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 32

    jptrag. Ls war ein Jahr und einige Tage, als für jeo Bloch im Heim ein Lichtlein brannte, da mußten wir ein zweites und gleich darauf ein drittes anzünden. — Drei Führer sind uns gefallen. Am 22. September. bei einem Sturmangriff fielen Rob…

  18. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 33

    Auch die Mädels l^ben jede Woche ihren Heimnachmittag. Er dient nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Belehrung und Erziehung. Unsere Mädels lernen jetzt die jüdischen Volkslieder kennen. Zu Thanukkah bereiten wir einen Elternabend v…

  19. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 34

    könnt Ihr Luch wohl denken. Aber deutlich sind wir uns auch der Schwierig keiten unsrer Aufgabe bewußt, und wir verhehlen es uns nicht, daß'nur beharrliches Arbeiten zu Erfolgen führen kann. — Herrlich waren die Sommerferien für die wenigen…

  20. 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 35

    Die Flugschrift ist erschienen; sie kostet für Außenstehende M. - ,ko. für Blau-Weiße,,.- ,25, Bestellungen sind zu richten an die Adresse der Bundesleitung. Um unfern „Vlan-Weiß-Fonds" zu stärken, werden - wir eineu Spenden- Answeis mit Ue…