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Blau-Weiss-Blätter · 1916-12-01 · 4 (12.1916) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
4 (12.1916)
Date
1916-12-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Tnr «t c n der Jungens recht zufrieden. Markhoff bildet Vorturner aus, da die Zahl der Turner wächst, (z. A. Riegen). Die jüdische Ausbildung wnd gefördert durch den hebräischen Sprachkurs, den stud. Landau-Heidelberg zu geben die Güte hat, sowie durch unsere regelmäßigen Heimabende. Unsere S n k k o t h - F e i e r sollte reiche Gemütswerte jüdischen Empfindens geben, wir hoffen, daß dies gelungen ist. In die Führerschaft wurden neu ausgenommen: Friedheim, Martin Wohl« gemuth und Paula Lisemann aus Heidelberg; Markhoff wurde Führerschaftsleiter; Führer Leo und Leopold Kahn durften wir auf kurzem Urlaub hier begrüßen, beide wurden zu Vize-Feldrvebeln befördert; unserem Führer Ralf Ifacowitz wurde in Anwesenheit des Kaisers das Eiserne Kreuz verliehen. Zwei unserer Führer besuchten den Wiesbadener Blau-Weiß und verbrachten dort frohe wanderstunde,,. wir schätzen den wert solchen gemeinsamen Zusammentreffens — Frankfurter Mädels trafen sich mit unseren in Hemsbach— . recht hoch ein und wollen daher versuchen, ob sich in den Weihnachtsferien nicht eine größere Treffahrt verschiedener Bünde ermöglichen läßtl Schaloml Dr. Otto Simon München. Mit frischen Kräften gingen wir nach der Heimkehr von un* serer Ferienfahrt, auf der wir manche neue Eindrücke gewonnen und viel Neues gesehen und gelernt haben, wieder an ernste Arbeit war es auch schon früher stets unser Ziel, so arbeiten wir jetzt umso mehr an der Erziehung unserer Wan» derer und Wandrerinnen zum kraftvollen, freien Juden und zum guten Kameraden, kurz zu einem echten, rechten Blau-Weißen. Und wenn wir auch dabei einige tief, eingreifende Veränderungen in der Führerschaft sowohl, wie auch bei unseren Buben und Mädels treffen mußten, .... es mußte eben geschehen angesichts der hohen Ziele. Nun aber sind wir fleißig bei der Arbeit; Heimabende und Fahrten bieten uns Gelegenheit wichtiges und Ernstes mit unseren Wanderern zu besprechen. Daß wir aber dabei keine Grübler werden und daß wir ein gut Stück Frohsinn und Lustigkeit besitzen, zeigte so recht unsere Sukkoh-Treffahrt ins Landheim. Ls bot einen so frisch-frohen Anblick, wenn man vom Heime aus herabfah auf die Buben und Mädels, die in Lust und Fröhlichkeit auf der Wiese und im Walde ihre Spiele trieben. Und als es dann Abend wurde, setzten wir uns zusammen zu gemeinsamem Liede und die sternenklare Nacht nahm unseren Gesang auf. Doch auch dieser wundervolle Tag verging; in der Erinnerung ist er noch nicht vergangen. Im Laufe des vorigen Monats hatten wir das Vergnügen A. Mayer mit Wanderer Schlesinger aus Löln einige Tage bei uns zu sehen, wir waren bestrebt ihnen den Abschluß ihrer großen Tour recht schön zu gestalten. Ferner konnten wir Führer Ginsberg-Berlin auf seiner Durchreise zur Garnison als wiü- . kommenen Gast bei uns beherbergen. Leider war sein Aufenthalt nur sehr kurz bemessen. — Seit einigen Wochen müssen wir leider die uns so wertvolle Kraft unserer ersten Führerin Yenny Reich.Feuchtwanger entbehren. Sie ist zu ihrem Manne, unserem Führer Jakob Reich gereift. Wir wollen nur hoffen, daß die Zeillage'? Ihnen bald gestattet, wieder in unserem ^Blau-Weiß" tätig zu sein. Gotthold Lhrentreu

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