Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 4 (12.1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir nahmen erneut mit jüdischen Wanderern aus Lberfeld persönliche Fühlung und hoffen, daß dort-demnächst ein jüdischer Wanderbund entstehen wird. Unsere Führer Elkan und Gidion bestanden ihr Affessorexamen. Anm. Nach Abschluß dieses Berichts wurden unsere Führer Meyer und S. Schlesinger eingezogen. RobertGidion Qamfmrg. Unsere Sage beginnt allmählich, recht schwierig zu werden, da Necheles seit Mitte Oktober eingezogen ist. und. Hans Hirschfeld seine Einberufung für die nächste Zeit auch zu erwarten hat, vr. Schwabacher außerdem durch parke berufliche Arbeit zur Zeit fast völlig lahmgelegt ist, werden wir nächstens zwei unserer ältesten Wanderer zu Hilfsführern ernennen und hoffen, hiermit gute Erfahrungen zu machen. Der versuch, die Jungens in kleineren Kreisen zu engeren freundschaftlichen Zirkeln zusammenzuschließen (eine Zugeinteilung ist ja augenblicklich wegen Führermangel ausgeschloffen) hat sich recht gut bewährt. Lhanukkah gedenken wir geinsam mit unseren Mädels in der Ziegelei bei Bergedorf zu feiern. Unser fyün ist jetzt so ziemlich fertig eingerichtet und nimmt sich mit dem * üppigen Bücherschrank und den schönen Bildern recht stattlich aus. Persönliches: Walter Hirschfeld und Ulartin Goldschmidt sind verwundet und liegen im Lazarett. Sally Traubermann erhielt ebenso wie Martin Gottgetreu das Eiserne Kreuz. Alfred Rosenow wurde Sanitäts-Unteroffizier. Leo Joel ist für längere Zeit in Hamburg. I s.'a a c Schwab ach e r Leipzig. Nach den Feiertagen hat bei. uns wieder der wanderbetrieb eingesetzt. Die allwöchentlichen Fahrten und Heimabende der einzelnen Gruppen erfreuen sich reger Beteiligung, und besonders unsere Kindergruppe bereitet uns und den Kleinen viel Freude, wir hoffen schon nächstes Frühjahr einige tüchtige Wanderer für die große Gruppe zu gewinnen. Der Zufluß an Probewanderern ist bei den Jungens und bei den Kleinen ganz befriedigend; nur die Mädchen« gruppe, die durch das Weggehen Flora Krtipenie's einen starken Verlust erlitten hat, könnte einige neue Elemente ganz gut gebrauchen. Unsere Liederabende, die anfangs nicht recht glücken wollten, werden mit jedem Male schöner und werden uns hoffentlich noch viel Vergnügen und Nutzen dringen. Auch unsere Instrumentalmusik lebt wieder auf und mancher, der schon an seinem Können verzweifelte, beginnt den Kampf mit den widerspenstigen Fingern und Saiten von Neuem. Leider können wir für unsere Ansprüche noch lange nicht oft genug Zusammenkommen, da wir noch immer kein richtiges Stadt- Heim haben. Alles sucht drum eifrig nach einer paffenden Wohnung und schmiedet Pläne, wie wir das neue heim aüsstatten werden. hoffentlich geht unser lang gehegter Wunsch nun bald in Erfüllung, daß wir womöglich Tempelweihe und heimweihe zugleich feiern können. von unseren Blau-Weißen im Felde haben wir gute Nachrichten. Es sind jetzt Anshelm Frank, Walter Lippmann, Richard Bergmann und Adolf Felsenstein draußen. Richard Bergmann 'wurde wegen tapferen Verhaltens zum Unteroffizier befördert. Walter Lippmann war auf Urlaub da und hat uns viel Interessantes erzählt. Theo Neumann wir dürfen das frohe Gefühl haben, daß unsere Arbeit nicht stockt, sondern uns Erfolg und Früchte bringt. So. konnten, wir.einen neuen Jungens-Kug einrichten und find mit unserm *05