Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 4 (12.1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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jptrag. Ls war ein Jahr und einige Tage, als für jeo Bloch im Heim ein Lichtlein brannte, da mußten wir ein zweites und gleich darauf ein drittes anzünden. — Drei Führer sind uns gefallen. Am 22. September. bei einem Sturmangriff fielen Robert Teller und Erwin Lederer. Teller ist am Heldenfriedhof in Goriansko begraben, Lederer konnte noch nicht geborgen werden. — Noch tonnte Ferdinand Black auf Teller's Grab Blumen legen — und genau 2 Machen später fiel auch er.-Mir dürfen nicht mutlos werden und klagen, sondern nach ihrem Vorbild leben und handeln.- Karl Weidmann ist verwundet, seit kurzer Zeit in Prag, er hat für sein tapferes Verhallen die bronzene, die kleine und die große silberne Tupferkeits- Medaille erhallen u,»d ist zun» Fähnrich befördert worden. — Fritz Fischl ist jetzt auf Urlaub hier, ihm ist das Eiserne Verdienstkreuz mit der Krone verliehen worden. — Milka Saphir hat als Pflegerin die Silberne Rote-Kreuz-Medaille erhalten. — Otts Engländer verbrachte einen kurzen Urlaub bei uns. — Artur Engländer wurde als landstur,»pflichtiger Ingenieur einberu,en, es wird uns nicht leicht, ihn zu miffen. Die traurigen Geschehnisse der letzten Zeit fo»dern von allen viel Ernst, es sollen nicht Worte bleiben, daß wir das Werk der Guten, die nicht mehr sind, mit unserer ganzen Kraft und Lebensfreude fortsetzen wollen. Gisawitrofsky Uatibov. I u n g e n g r u p p e. Die Jungengruxpe zählt augenblicklich 9 Wanderer und 3 Probewanderer Leider sind 4 davon zu den militärischen Uebungen verpflichtet, die immer Sonntag Nachmittag stattfinden, sodaß unsere Wanderungen im letzten Monat sehr spärlich waren. Unsere letzte Wanderung ging nach Kuchelna, einem sehr schön gelegenen Walde, Besitz des Fürsten Lichnowsky. Ls wäre unter den letzten Wanderungen noch unser zweites Stiftungsfest in Dziergowitz zu er. wähnen. Der Besitzer einer dortigen Zementfabrik hatte uns nämlich sein ganzes Gelände zur Verfügung gestellt, wo sich die Blau-Weißen Ln Obstgärten, auf Feldbahnen und in den» großen Hofe durch mancherlei Spiele erfreuen konnten. Line nennenswerte Fahrt ist ferner u»»sere Treffahrt am 20. 7. mit den Ostraner Blauweißen gewesen in Petershofen-Landecke. Zum Laubhüttenfest hatten unsere Inngeüs eine schöne Laubhütte gebaut, in der sich zu jeder Tageszeit Blau-Weiße einfanden. Für die Ausschmückung der Laubhütte hatten die Mädchen gesorgt. Besonders schön war ein Sonntag Nachmittag, an dem wir unsere Eltern dahingebeten hatten. Obwohl die Laubhütte sehr groß war, reichte sie dennoch nicht hin, alle Anwesenden zu faffen, die erschienen waren von unseren Führern stehen zwei in» Heeresdienst, Kurt Lustig als Gefreiter im Westen bei einer Schallmeßtruppe, Erwin primker als Kanonier, im Osten, wir stehen mit beiden in ständigem Briefwechsel. Die Heimnachmittage der Wanderer finden jeden Sonnabend statt. Jeden Dienstag ist Lautenkürsus. In den plan unserer winterarbeit haben .wir einen zweiwöchentlich stattflndenden Führerkurs aufgenominen. L. T. M ä d ch e n g r u p p e. Unsere wandertätigkeit war im letzten Monat nicht allzu rege, wir sind, wenn es Sonntag draußen regnet, gemütlich im Heim zusammen. Und während des Laubhüttenfestes fanden wir uns täglich in unserer aüs einer Jahrmarktsbude unh einem Obstspalier kunstvoll geba»»ten Laubhütte ein. 105