Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 4 (12.1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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siebenten Stunde wies, sodaß wir aufbrechen mußten. Unterwegs, noch zum Schluß dieser Kirschenfahrt — wurde ein Wanderer unwohl, einer Wandrerin erging es ebenso. Diese Fahrt war, wie eine jede, sehr schön; nur wurde unsere heitere Stimmung durch die beiden Vorfälle niedergedrückt. Auf Wiedersehen im Landheim! lautete unser Abschiedsgruß. Schalon,! Leipzig Leo Fuchs Aricgsfahrt Weißenburg, in das tief eingeschnittene Tal der Lauter eingebettet, von Rebhängen und alten Schlössern umhegt, liegt in friedlicher Ruhe zu unseren Füßen. Wir treten durch das Stadttor ein und sofort umtönt uns tausendfach das Raunen der Geschichte, von der Zeit der Franken und dein mächtigen, reichen, reichsunmittelbaren Kloster, wo Mönch Otfried die ersten Verse in deutscher Sprache schrieb, bis zu der Zeit, wo sich das sieggewohnte Brausen der jungen, französischen Revolution an den Stollenhofener Linien nördlich der Stadt bis zum Rhein herüber (wir würde«» heute „Schützengräben" sagen) in jahrelangem Kampfe verzehrt hat. Die Bäume setzen bereits die ersten Knospen an, die Fliedersröcke kose,» an den wänden und träumen schüchtern von Maienwonne und Nachtigallenschlag. In alten Straßen mit giebelreichen, holzverzierten Häusern rausche,» alle Brunnen, die Lauter murmelt, und verstohlen lächeln aus hohen Fenstern die blonden schlanken Töchter des Elsaß auf den Markt herab, wo sich die hecresstraßen kreuzen. Der bittere Ernst der Kriegszeit pfiegte sich in diesen» La,»de seit altershev einzustellen. Da dröhnt das Rollen entfernten Geschützdonners durch die Luft, und vor. bei ist Träumen und Sinnen, wir sehen die Kreuze und Gräber ringsum aus der 70-er Zeit; der Geisberg, der Angriffspunkt preußischer Infanterie-Regimenter, zeigt den weg gegen den Wasgau, gegen — Wörth. Die haardtberge geben das Echo des Geschützdonners weiter gegen den Wasgenwald; der Bergrücken der Scherhohl erscheint als ragendes Grenzzeichen. Mit meinem liebsten Freunde, Fritz Seelig, habe ich ihn einst in glückseliger wanderfrende bestiegen. Nun liegt er im Lande der Champagne, und im wunderbaren blauen Himmel scheint mir die Sonne verfinstert. ' S. ~ Die Zahl unserer männlichen Führer wird im,ner kleiner. Ginsher- und Strauß, sind eingezogen- Karl Glaser muß wieder ins Feld, bei - einigen HU