Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 4 (12.1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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die Kraft und gebrochen der Schwung zweier jüdischer Feuerseelen. Uns. bleibt nichts als das «ine: unvergänglich machen ihr Gedenken, auf daß die heilige Flamme, die ste in sich getragen, nie verlösche. Prag Alex Feig Ferdinand Black, Oberführer des Prager Blau-Weitz (Gefallen am Iso»;», >4. Oktober (9(6) Ich muß soviel an diese letzten Stunden denken, die wir gemeinsam erlebten. Der Zufall hatte uns in nahe Garnisonen gebracht, ui,d wir konnten viel zusammen sein. Und überall wo wir waren, ob an der Donau am Abend unter alten Baumen, ob in lviener Gärten, beim Spiel der Kinder in Schönbrunn, immer kam aus ihm dieser nngeheure Willen zum Leben, es zu bezwingen, seine tausendfache Schönheit zu trinken, plane waren das, so menschheitsliebend, weltverlangend, daß ich zitternd vor diesem einundzwanzigjährigen Menschen stand, und " wenn er gegangen war und seine tiefen schwarzen Augen noch zu mir leuchteten, die Vorsehung am liebsten gebeten hätte, diesen, diesen Menschen doch heil zurüekzusühren. Er wußte es, was er uns war. Gr spürte unsere Angst. Denn «r war so stark und.ausrecht wie in seinem Körper in seinem Tun. Und so wollte er uns Ruhe geben. Seine letzten Worte waren: „Ich .sag Dir, um mich müßt ihr keine Angst haben. Ich spür es genau, daß das Leben mich hochtragen wird." Jetzt liegt er begraben und denen, die ihn nicht kannten will ich sagen: Ferdinand Black war der erste jüdische Junge in Prag, der wandert« mit dem Wollen, das später über ander« gekommen ist. Durch ihn bei uns in Prag. Denn der ganze Prager Bund bis zum Kriegsausbruch war fei» Werk. Und Markus aus Breslau, der damals bei uns war, könnte Luch erzählen, wie Black war, und was wir und unser Volk verloren haben. Ls trifft uns hart. Schöne, aufrechte Menschen find uns ge> starben, jung, mit unerfüllten Sehnsüchten und Hoffnungen in den Herzen. Alle tun wir dieses: wir beißen die Zähne aufeinander und sagen uns, daß wir ihr Werk nicht lassen dürfen, daß wir ausharren müssen. Wenn aber Frieden, sein wird, und wir alle zusammen in unserm Heim, an dem sie alle mit starker Kraft gehangen haben, um de,i Tisch herumfitzen werden, und sie werden fehlen: Leo Bloch, der frohe, schlanke, singende Junge, Teller mit den klaren stahlblauen