Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 4 (12.1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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könnt Ihr Luch wohl denken. Aber deutlich sind wir uns auch der Schwierig keiten unsrer Aufgabe bewußt, und wir verhehlen es uns nicht, daß'nur beharrliches Arbeiten zu Erfolgen führen kann. — Herrlich waren die Sommerferien für die wenigen von uns, die an der großen Treffahrt und vor allem am Hemsbacher Blau-Weiß-Tag teilgenommen haben. Mächtig packte uns das Gefühl der inneren Zusammengehörigkeit. Damals schon waren wir Blau-Weiße, auch ohne offiziell ausgenommen zu sein. Und ein Lunken von der Begeisterung, die wir mitgebracht haben, fiel auch in die Herzen unsrer Daheimgebliebenen; mit neuer Kraft haben wir unsere Tätigkeit hier begonnen. Allsonntäglich ziehen wir hinaus in unsere schönen Wälder, wo wir so. manchen Lieblingsweg haben. Dazwischen find dann die Heimabende, die uns hauptsächlich zur jüdischen Literatur in ein immer innigeres Verhältnis bringen. Ein besonderer Festtag ist es aber immer für uns, wenn wir Besuch von andern Bünden bekommen. So haben wir vor kurzem eine wirklich schöne Tagesfahrt mit Dr. Simon und Markhoff ge,nacht. Riesig freuen würden wir uns auch, wenn Ihr Berliner, Kölner und Münchener, die Ihr in Hemsbach mit uns zusammen wart, mal wieder was von Luch hören ließet. Wir möchten so gerne mit Luch allen in Fühlung bleiben! Schaloml Irmawreschner Stockholrn. Unsere Bewegung findet Freunde überall, wo Juden wohnen. Aus Stockholm sendet uns der dort neu gegründete jüdische Wanderbund ^Blauweiß" folgenden Bericht von einer Fahrt: Als unsere vier Führer nach Danvickstall kamen, fanden sie dort bereits 2b Blau-Weiße vor, darunter ganz kleine von \o bis 12 Jahren. Aber alle waren vergnügt, und so ging es unter frohem Gesang auf die Fahrt. Nach dreistündigem Marsch machten wir Frühstücksrast, fütterten ergiebig und vertrieben uns die Zeit mit Singen und Spielen, mit Gefchichtenerzählen und vorlesen aus den letzten Nummern der Blau-Weiß-Blätter. — Rosa Levisohn sang Jargonlieder; am besten gefiel uns die Baike, auch hebräische Lieder, erklangen und wurden geübt: und als wir schließlich durch den dunklen Wald nach Hause zogen, nahm jeder bedauernd Abschied von dem herrlichen Tage und dachte sehnend bereits der nächsten Fahrt. Stockholm Lea Tarschis. Aus der Bewegung Ginsberg und Glaser wurden einberufen. Zamory hat sein Amt in der Bundesleitung niedergelegt, da er beruflich zu stark beschäftigt ist, Koref ist aus der Bundesleitung ausgeschieden. Die Bundesleitung setzt stch aus folgenden Mitgliedern zusammen: Lalvary, Grete Eckstein — literarisches, Fischer — inneres, Edith Henschel — Mädchenwandern und Neugründungen, Pulvermacher — Kaffe, Katzenstein, Köln, wurde während der Zeit seines Berliner Aufent- Haltes mit dem äußeren Reffort betraut. . " 107