Mannheim
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18651866
  1. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 85

    Der Schlüssel. 85 pel so etwas in seinem Leben nicht passiren wird." „Wenn ich nicht wüßt'", sagte Bar Schames, „daß Ihr ein gescheiter Mensch seid, möcht' ich meinen, Ihr seid ein Narr! Was sind das für Reden? und wer soll versteh'», was I…

  2. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 86

    86 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. „Gumpel!" sagt der Schames in ruhigem Tone, „sei kein Narr und thu', was ich dir sag'; das ist nicht deine Sprach, das ist eine Red von meschuge Feiwele." „Meschuge Feiwele?" schr…

  3. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 87

    Der Schlüssel. 87 wie einst Diogenes vor seinem Faß. Wenn man aber glauben wollte, Kumpel saß da so mir nichts dir nichts, so würde man sich nicht nur gewaltig täuschen, sondern man würde dem armen Jungen auch bitteres Unrecht thun; denn di…

  4. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 88

    88 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. „Aristoteles ist ein Hund gegen ihn", erwiderte der Lehrer. „Nun sagen Sie mir", fuhr die Mutter fort, „meinen Sic nicht, daß er in …

  5. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 89

    Der Schlüssel. 89 krank geworden und an der Ausführung seines Plans verhindert worden wäre. Jetzt war er wieder im Cheder. «solange die andern Kinderanwesend waren, benahm er sich ganz gleichgültig; er hörte dem Gegenstände, womit man sich …

  6. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 90

    … gleichgültig, ob ich sie noch einmal frage. Komm' ich aber einmal mit einer Sache, die nicht in der «Gemoreh» oder im «Raschi» steht, dann weisen Sie mich ab mit der Antwort: Das darf man nicht fragen! das ist unerlaubt! So eine Antwort aber sch…

  7. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 91

    was versteht, warum er ein Christ bleibt lind nicht lieber ein Jud' wird, wenn die jüdische Religion die bessere ist; da er das nicht thut, so hält er wahrscheinlich die christliche Religion für die bessere, und zwar nicht, weil er muß, son…

  8. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 92

    92 Jllustr. Monatsh. für die gef. dringlich sein. Mir ist es blos darum zu thun, Aufklärung zu haben. Vor allem will ich wissen: Warum Jesus eine neue Religion gestiftet hat?" „Du hast es ja vorhin selbst gesagt", antwortete der Lehrer. „Un…

  9. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 93

    Der Schlüssel. 93 bewirkter Zwang. Bei bedeutender» Naturen ist dieser Zwang in der Regel ein selbst auferlegter, und so haben wir auch die vermeintliche Wandlung in Felix' Charakter anzusehen. Der Knabe schien jetzt freilich ein ganz ander…

  10. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 94

    94 O Jllustr. Monatsh. für die ges. allemal vorbei, das sagten sich im stillen die beiden, und sie mußten es einem günstigen Ungefähr überlassen, ob es sie wieder zusammenführen würde. Ein solcher Zufall trat denn auch wirklich ein. Eines T…

  11. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 95

    Adolf Sonnenthal. 95 den sie in der Welt alles viel milder und günstiger beurtheilen lind würden namentlich nicht so vieles lächerlich finden; denn vor einem höchsten Verstände ist das Treiben aller Menschen nichtig und eitel. Der Doctor wa…

  12. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 96

    96 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. Fall nicht für ganz unmöglich gehalten haben, denn er hatte es nicht verabsäumt, sich unter allen Umständen mit den verschiedenen Rollen vertraut zu machen und sie allswendig zu l…

  13. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 97

    97 Adolf Sonnenthal. Adolf bannen!hol. Hilberg's JllustrirLe Monatshefte. II, 2. — November 1865. 7 LMM HM WWi MM MALI MP LLM

  14. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 98

    98 Jllustr. Monatsh. für die gef. Interessen des Judenthums. ben, oder die Bußübungen waren nicht stark genug; denn kurze Zeit darauf finden wir den Jungen auf einem Privatballe im Haufe eines Onkels ganz correct Theater spielen, ja er empf…

  15. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 99

    …einigen Wochen durch Dawison's Vermittelung ein Engagement als erster jugendlicher Held und Liebhaber an dem Theater in Temesvar. Jetzt galt es, bei seinen Aeltern den Widerwillen gegen das Theater zu überwinden, und auch hierin stand ihm Dawison h…

  16. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 100

    …gen Fleißes und unerschütterlicher Ausdauer zu reifen. Im Juli 1858 unternahm er nach einem Gastspiel auf den Bühnen in Temesvar, Hermannstadt u. s. w., wo er sich die ersten Sporen verdiente, eine Reise nach Paris. Da Laube den jungen Künstler aus…

  17. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 101

    10l Adolf So Uns handelt eS sich aber lim ein Bild, eine Zusammenfassung der Fähigkeiten sowie der Leistungen des Schauspielers zu liefern. Sonnenthal ist eine schöne, edle, bewegliche Gestalt, welche leider nur allzu umfangreich zu werden …

  18. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 102

    … der Kunst ebenso wohlthuend wirkt wie im Leben. K. I>. Men und Judentum Mch der AMZ- MU der SchrWeUer des Mertjmm. Von Ludwig Geiger. II. Geschichte. Bossuet geht in seinem „Diseaur» sur Illüstoiro univsrLellö", dem ersten Versuch einer allgemeinen wis…

  19. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 103

    Juden u. Judenthum nach d. Auffassung d. Schriftsteller d. Alterthums. 103 feldern um kleinlicher, niedriger Zwecke der Machthaber willen zu verspritzen? Heißt Geschichte, wie Hobbes sagt, ein Krieg aller gegen alle? Oder heißt Geschichte d…

  20. 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. Seite 104

    104 Jllustr. Monatsh. für die gef. Interessen des Judenthums. geht und Wie mit einem Zauberschlag dann die Blüte vor uns hintritt in ihrer Schönheit und Herrlichkeit. Und gerade in solchen Zeiten gibt die Zähigkeit der Erhaltung ein Zeugniß…