Mannheim
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  1. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. [Seite]

    …aube Ohren stösst, weil die Zeit nicht reif ist für solche Gedanken. Diesen Mut und diesen Optimismus kann man sich bei Moses Mendelssohn holen, denn seine grosse Leistung bestand unter anderem darin, dass er seine Gedanken in eine Mit- und Umwelt einbracht…

  2. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 2

    …eres Mitleides und unserer Hilfe in grösstmöglichem Rahmen. Es gibt entsetzliche Taten, und an dieser Stelle möchte ich Heinrich Albertz zitieren, als er nach dem Mord an Jürgen Ponto im „Wort zum Sonntag" sagte: „Wer brutale Gewalt übt, wer mordet, wer Mö…

  3. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 3

    …icht ist, nun Ihre Toleranz mir gegenüber, und ich tröste mich über meine niedere Toleranzschwelle an dieser Stelle mit Moses Mendelssohn, der auch einmal fruchtloser Auseinandersetzungen müde geworden war — nämlich mit dem Frankfurter Advokaten Johann Balt…

  4. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 4

    …ten Punkte seines Lebens und Werkes berührt werden Leo Baeck wurde am 23 Mai 1873 in Lissa/ Posen als Sohn des Rabbiner Samuel Baeck geboren. Es war für ihn nur selbstverständlich, dass er die Familientradition fortsetzte und auch Rabbiner wurde. Er gi…

  5. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 5

    …ischem Geiste er in den letzten Jahren seines Lebens zurückkehrte. Nach Beendigung der Schulzeit wurde für einige Jahre Breslau der Ort seiner ersten Lebenserfahrungen. Und von 1908 an lebte er in Berlin, bis ihn, dreieinhalb Jahrzehnte später, da…

  6. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 6

    in Oberschlesien" Breslau, aus seinen Werken zu lesen. Danach führt Ihn eine Vortragstournee nach Beuthen, Königshütte und Oppeln. Eine Würdigung…

  7. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 7

    …e Nachricht, dass er nicht mehr am Leben sei, mit erheblicher Verspätung in die freie Welt gelangte, erinnerte sich Dr. Kurt Pinthus (damals in New York), der Freund, Sammler und Kritiker zeitgenössischer deutscher Lyrik, der Silbergleit wahrscheinlich…

  8. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 8

    …taate Israel viel zu Gute kam, sondern auch als Sohn von Ludwig Markowicz, dem Inhaber der bekannten Firma J. J. Beier, Breslau, dem grossen Maezen für die jüdische Schule, nicht nur als Spender, sondern als Sammler für diese und später auch in Is…

  9. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 9

    …sgruppe 1903/04 ZUR SOZIALGESCHICHTE DES DEUTSCHEN ZIONISMUS In seiner gründlichen und aufschlussreichen Einleitung zu „Kurt Blumenfeld und der deutsche Zionismus“ betitelten Briefen des Wortführers der zionistischen Organisation Deutschlands1 zitiert Joc…

  10. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 10

    …hte des deutschen Zionismus sollte den hier für eine der aktivsten Ortsgruppen ermittelten Ergebnissen Rechnung tragen. Joseph Walk ANMERKUNGEN 1) Kurt Blumenfeld: Im Kampf um den Zionismus, Briefe aus fünf Jahrzehnten, hrsg. von Miriam Sambursky und …

  11. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 11

    …be zwischen 5 und 10 Jahren, beobachtete ich, wie unser Vater, z.Zt. Kantor in einer kleinen Gemeinde in Oberschlesien (Lublinitz) alljährlich kurz vor Chanukkah, eine sehr interssante Arbeit verrichtete, die Herstellung von verschiedenen Figuren un…

  12. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 12

    …en. Daneben machte er die Jungen mit der Welt Shakespeares und Montaignes bekannt, interpretierte er „Tonio Kröger" von Thomas Mann, die „Nachgeborenen" von Brecht, lehrte sie die „Siebente“ Beethovens hören und das „Prinzip Hoffnung“ des marxistische…

  13. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 13

    I Anekdoten um Emil Ludwig (ZU SEINEM HUNDERTSTEN GEBURTSTAG, 25.1.1981) ZUSAMMENGESTELLT VON A. TOBIAS Ata er schon ein berühmter Autor war, drah…

  14. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 14

    …ross war, dass wir zwei Kinder uns gut darin verstecken konnten und, während die Mutter und Rose packten, heimlich noch allerhand von unseren Sachen hineinschmuggelten, der stand schon gepackt da, nur der Fresskorb mit kaltem Huhn und Kirschen kam n…

  15. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 15

    MÜTTERCHEN EVA So wurde sie von allen genannt, die ihr Liebs und Verehrung entgegen brachten. Ihr Name war Baronin Eva Maria von Thiele Winkler. Ihre Familie gehörte zu den reichsten aristokratischen Familien, die rechtzeitig die Chancen er…

  16. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 16

    …chert und die Insassen befreit. Nach schweren inneren Krisen kam. es 1917 zu den bekannten blutigen Oktoberereignissen. Lenin und Trotzky errangen den Sieg. Massnahmen der Sowjetregierung werden berichtet. Die Privatbanken werden besetzt und nat…

  17. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 17

    ERFAHRUNGEN ALS EHRENAMTLICHER WOHLFAHRTSDIREKTOR IN BRESLAU ER WAERE JETZT 100 GEWORDEN PROFESSOR JULIUS GUTTMANN, DER BRESLAUER PHILOSOPH „Das Judentum hat seine Eigenart darin, dass die höchste Autorität iseines religiösen Lebens d…

  18. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 18

    …ng ihn zu einem der hervorragenden Jüdischen Denker der neueren Zeit machen. Dr. Carl Sachs, Plalnfield, N.Y. Büste ron Max Tau s.A. enthüllt am 12. März 1981 im Hauptsaal des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Frankfurt a/M. LEBENSGESCHICHT…

  19. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 19

    …haftsarchitektur" wird 1981 während der Bundesgartenschau in Kassel zu sehen sein. Die Probeausstellungen im Kunstkreis Hofgeismar und anderen Orten haben bereits bewiesen, dass es hier um einen ganz besonderen Künstler geht, dessen Möglichkeiten noc…

  20. 1981-01-01 · No. 48-49 (1981) · p. Seite 20

    Der Braut-Siddur im Konzentrationslager EINE WAHRE BEGEBENHEIT IM KZ SACHSENSAUSEN 1938, BERICHTET VON SCHUTZHÄFTLING Nr. 7500 Ein Braut-Siddur in einem KZ? Das klingt wie ein fauler Witz, aber es war eine traurige Wahrheit. Zunächst die Fr…