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  1. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 330

    ten und Apotheken zu errichten, sollte aufrechtbleiben. Das bekannte Regierungssystem der Verschleppung zeigte sich auch in der Bestimmung des Dekrets hinsichtlich Aufhebung der Prager Judengemeinde. Im Einvernehmen mit dem Magistrat sollte…

  2. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 331

    malvorschriften betreffs der Juden zusammenzustellen, welche im Zeiträume 1707-1842 erlassen worden waren. Als dann Nadherny Ende November 1842 das verlangte Elaborat vorlegte, wurde anfangs Juni 1843 eine Gubernialkommission zur Neuredigie…

  3. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 332

    II. DIE VERHANDLUNGEN ÜBER DIE ERWEITERUNG DER PRAGER JUDENSTADT IN DER ERSTEN HÄLFTE DES NEUNZEHNTEN JAHRHUNDERTS Die Prager Juden, welche die einzige wahre Judengemeinde Böhmens darstellten, waren zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts im…

  4. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 333

    Plan der erweiterten Bezirke der Prager Judenstadt aas den Jahren 1811-1848 (Eingezeichnet in Jiittncrs Stadtplan von Prag ans den Jahren 1811 ■ —181;"») Bearbeitet von Dr. Kraut. Hoiibik Zeichenerklärung : Eigentliche Judenstadt, bzw. ursp…

  5. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 334

    „Mordgruben" nannte, zu säubern. Der Prager Magistrat nahm zwar einen Anlauf zu einer radikaleren Besserung, aber zunächst ohne Erfolg. Erst als in der ausländischen Presse übertriebene Nachrichten über die Epidemie im Prager Ghetto auftauc…

  6. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 335

    die Judenstadt in der Tat nicht mehr imstande war, der anwachsenden Prager Judenschaft ein einigermaßen anständiges Wohnen zu gewährleisten. Und so mußte das Gubernium schon im Jahre 1797 neuerdings notgedrungen auf Besserung sinnen. Die Au…

  7. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 336

    sonders hervorgehoben, daß die Prager Juden klein, bleich, ungesund, augenkrank und infolgedessen militäruntauglich seien, wie die militärischen Musterungen auswiesen. Die Judengemeinde ersuchte daher, den Judenfamilien die Übersiedlung in …

  8. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 337

    der Hauptgrund war, daß durch ihre Anwesenheit die Stolaeinkünfte der betreffenden Pfarrer verkürzt erschienen. Das Gubernium mußte entsprechen und erteilte dem Magistrat umgehend den Befehl zur Durchführung dieser Aktion. Dieser ernstliche…

  9. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 338

    denfamilien aus der Christenstadt auszuquartieren und sie eventuell nur in den erweiterten Judenbezirk zu überführen, gründlich mißlang. Kaum hatten die Prager Juden von der Ablehnung ihres Gesuches erfahren, so war die Judengemeinde rasch …

  10. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 339

    mehr böten den Juden den allerbesten Schutz gute Gesetze. Gegen den eventuellen Einwand, das Prager Ghetto weise trotz seiner sanitären Mängel nach der Statistik die geringste Sterblichkeit von ganz Prag auf, machte die Judengemeinde aufmer…

  11. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 340

    wies das Haus der Judenstadt NC. 12 auf mit insgesamt 176 Personen. Leer standen in der Judenstadt nur 27 Wohnungen. Aus dem Kommissionsbericht vom 14. Juli 1806 vernehmen wir wiederum die alten Beschwerden über den schauderhaften Gestank u…

  12. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 341

    Der Referent empfahl daher, die Judenfamilien wie bisher im Bezirk „unter der Schnur" zu belassen, während in der Christenstadt nach dem Antrag der Stadthauptmannschaft nur die jüdischen Großhandelsleute und Fabrikanten bleiben sollten. Dab…

  13. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 342

    fälschtes Bild der alten Barbarei biete. Kotz suchte nachzuweisen, daß die Beschränkung der Juden auf die Judenstadt keineswegs vorteilhaft und unter den geänderten Verhältnissen auch völlig zwecklos sei; die Einwendungen bezüglich Zinsstei…

  14. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 343

    den engen Gäßchen der Judenstadt erst recht nicht erlauben, Stock auf Stock zu türmen, schon mit Rücksicht auf die Feuers- und Seuchengefahr. In den neu beantragten erweiterten Rayon, den man in der Folge „unter der neuen Schnur" nannte, so…

  15. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 344

    entfielen. Die Kommission gelangte zur Anschauung, ein Zuzug weiterer Judenfamilien in die Judenstadt sei ausgeschlossen, da die Wohnverhältnisse daselbst im Augenblick schon äußerst schlecht seien. In dem 31 Häuser zählenden erweiterten Ra…

  16. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 345

    gunsten der Juden. Auf das kommissioneile Gutachten hin mußte das Gubernium mit Erlaß vom 16. Jänner 1812 die beantragte Erweiterung des Judenbezirkes um den ganzen Hl.-Geist-Sprengel genehmigen, unter Belassung der ansässigen Christenfamil…

  17. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 346

    Schwierigkeiten mit den neuen jüdischen Besitzern der Christenhäuser führte. In seinem Hof berichte beharrte jedoch das Gubernium auf dem Standpunkt, es wäre gut, den Juden in dem erweiterten Judenbezirke das Recht zu Erwerbung von Hausbesi…

  18. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 347

    Noch harrte die Frage der jüdischen Lager- und Geschäftsräume in der Christenstadt ihrer Lösung. Neuerliche Erhebungen zeigten, daß es damals in den christlichen Vierteln Prags über 330 Geschäftslokale, Kanzleien und namentlich Geschäftslag…

  19. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 348

    kraft nicht in Rechnung. Schon zur Konskriptionskommission hatte man Ende 1811 keine Vertreter der Judengemeinde beigezogen, mit der Begründung, sie würden nur überflüssige Schwierigkeiten machen. Aber die geplanten Schritte konnten der Jud…

  20. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 349

    zuzugestehen, damit sie sich durch eine engere Berührung mit der christlichen Bevölkerung von den bisherigen Vorurteilen freimachten und so für ein Verschmelzen mit den übrigen Gesellschaftsschichten reif würden - und das sei sicherlich die…