Mannheim
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  1. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 61

    Die Aussprachegruppen usw. 09 und uns allen bekannt ist, fast restlos dem Lautbestande der deutschen Sprache angepasst. Das zeigt Idelsohn am deutlichsten durch den Hinweis darauf, dass man in Norddeutschland vielfach garnicht mehr ein rich…

  2. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 62

    60 I Hllll Ullli! II 1■III1■ ״m■»— ■ " 1 יי unammmm Die Aus sprach egroppen usw. Cholem als au, gleichfalls ohne Umlaut. Die Aussprache des Cholem als 00 ist auf aschkenasischen Gebiet erst in aller־־ jüngster Zeit, wohl auch als Produkt de…

  3. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 63

    Die Aussprachegruppen usw. 61 ersten sefardischen Juden nach Hamburg, deutsche erst viel später. Hamburg und Amsterdam sind wie der שארית יוסף als Zeitgenosse erzählt, die aschkenasischen Gemeinden erst 1649 nach der Chmelnitzky־Revolution …

  4. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 64

    62 Die Aussprachegruppen usw. lehrte aller Art, auch Hebraisten nach dem christlichen Westen geflüchtet Von den altitalienischen Juden war man ״ חורChur“ zu hören gewöhnt, von den einwrändernden byzantinischen Gelehrten hörte man ״Chür“. Be…

  5. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 65

    iB——HB8—B8—Pi Die Anssprachegruppen usw. 68 schliesslich wäre es doch auch nicht undenkbar, dass im Hebräischen selber von Urzeit an die Stammbetonung gleich der Druckbetonung Heimatrecht hat; ja, dies wäre m. E. das Einleuchtendste. Als wi…

  6. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 66

    64 Die Aussprachegruppen usw. c) Riten und Eigenheiten. Als kulturellen Beweis für die Richtigkeit der im Bisherigen versuchten inneren Gruppierung der aschkenasischen Aussprachen- Zweige dürften wir wohl die Charakterbilder der Juden diese…

  7. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 67

    Die Ausspraehegruppen usw. 65 II. Die temanisch-samaritanische Gruppe. a) Herkunft und Bezeugung. Die Geschichte nötigt uns, die Judenheit des Jemen als einen frühen Abzweig derjenigen unserer Väter zu betrachten, welche zu Zeiten des Oströ…

  8. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 68

    66 Die Aussprachegruppen usw. Altenglan der und Araber klang. Es ist allerding fragl ich, ob nicht schon damals die Griechen das et gleich I sprachen. — Ob nun die Aussprache der Jemeniten und der Samaritaner eine neben den übrigen stehende…

  9. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 69

    Die Aussprachegruppen usw. 67 folgt aber wiederum nichts für die ״Uraussprache“ des Hebräischen; dies ist vielmehr nichts als eine der vielen in diesen beiden Aussprachen vorkommenden Arabismen. Uebergänge ins Arabische und arabische Einsch…

  10. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 70

    68 Die Aussgraehegruppen usw. Nun ist ja zweifellos Druckbetonung und Unterscheidung emphatischer Konsonanten von den übrigen gutes altes Hebräisch. Es ist doch auch nicht anzunehmen, dass die Jemeniten etwa gleich den Aschken. erst in neue…

  11. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 71

    Die AussprachegTuppen usw. 69 in diesem Prokrustesbette zu Ncoeos, עזרא. zu Esopa?. Unter dieser Schminke aber leuchtet das gesunde Gesicht des sefardischen Hebräisch hervor; — von bereits genannten Ausnahmen abgesehen. Mit den Griechen und…

  12. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 72

    70 Die Aussprachegruppen usw. lesen z. B. ein Wort wie ״ אםMutter“ nicht wie wir bald mit e bald mit kurzem, offenen i א0ו/ sondern lesen und schreiben es in beiden Fällen mit kurzem a. Das Gleiche gilt von Worten wie ״ בןSohn“, die nicht b…

  13. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 73

    Die Aussgrachegruppen usw. 71 b) Zweige und Lauttafel. Wir haben also folgeude Zweige der sefardiscben Judenheit zu unterscheiden: 1. Die seit den Zeiten des zweiten Tempels an den Ländern um Palästina herum ansässigen und mit dem Islam in …

  14. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 74

    72 Die Aussprachegruppen usw. spräche als einfaches t. Hiervon macht nur ein von I. nicht notierter Bezirk Anatoliens eine Ausnahme. Ausserdem ist sefardisches Gemeingut die nichtdiphthongische Aussprache des Cholem und des Zere. Nur klinge…

  15. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 75

    Die Aussprachegruppen usw. 73 מדו biadö auf Nichtberücksichtigung des engen Zusammenhanges zwischen rein bab. Punktation und sefard. Aussprache beruht; insbesondere Cohns Bemerkung über כעופרת ist nur so zu verstehen (1. c). Kimchi hat übri…

  16. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 76

    74 Die Aussprachegruppen usw. europäischen Interesse8. Ausserdem fehlen für jene Gebiete sichere geschichtliche Nachweise, und schliesslich haben wir hierzulande, im Gegensätze zu den vorher besprochenen Gruppen, keine Gelegenheit, die Idel…

  17. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 77

    Di© Aussprachegruppen usw. 75 wie Marcus (in Barzilai I, LXII) dartut, diese Stelle sich nicht auf vorislamitische Zeit beziehen muss. Die Schwierigkeit, wie dabei אביי ורבא…

  18. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 78

    6ד Israel Zangwill als Dramatiker Israel Zangwill als Dramatiker. Von Dr. Armin Blau, Hamburg. (Fortsetzung.) II. The Next Religion (Die R…

  19. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 79

    Israel Zangwill als Dramatiker 77 zu nennen? Wir predigen den gläubigen, verelendeten Massen einen Himmel, eine Ewigkeit, die Niemand g…

  20. 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 80

    7S Israel Zangwill als Dramatiker ner kirchlichen Trauung zu amtieren, er weigert sich, er kann vor seinem besten Freunde nicht heucheln, …