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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 67

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 67)
Language
German
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Die Ausspraehegruppen usw. 65 II. Die temanisch-samaritanische Gruppe. a) Herkunft und Bezeugung. Die Geschichte nötigt uns, die Judenheit des Jemen als einen frühen Abzweig derjenigen unserer Väter zu betrachten, welche zu Zeiten des Oströmischen Reiches Palästina und Syrien verlassen haben, weil ihnen dort der Glaube gefälscht werden sollte. Wir können sie nicht zu denen zählen, die erst mit Ausbreitung der Herrschaft des Islam in die Welt hinausgegangen sind, den Sefardim; denn sie sind weder ihrer Ausspräche noch ihrer Musik nach irgend wie den Sefardim näher als etwa den Aschkenasim. Sie sind eben eine Gruppe für sich. Ihre Geschichte hüllt sich z. T. in sagenhafte Dämmerung. Dies ist nicht zu verwundern, da sie ja, ungleich den byzantinischen Juden, in fast analphabetische Gegenden verschlagen wurden. Zum Teil sollen sie dort nach Art der Beduinenstämme organisiert gelebt haben. Sie selber waren jedoch nicht thora-unkundig. Es ist bei ihnen eine Prophetenhandschrift gefunden worden mit einem Punktationssystem, das man früher als das babylonische ansah; ausserdem einige ähnliche heilige Texte. — Kahle-Giessen hat jedoch bemerkt, dass wir uns die eigentliche babylonische Punktation etwas anders vorzustellen haben, und zwar noch viel unähnlicher der bei uns üblichen tiberischen, und dass die betreffendenden Codices tibe risch von späterer Hand überarbeitet sind. Daraus ergibt sich, dass schon damals, also im 5. Jahrhundert, dem diese Texte angehören, die hebräische Sprache des Jemen als wieder durch tiberische, noch durch bab}10׳nischn Punktation darstellbar empfunden, als Aussprache für sich betrachtet werden muss. Eine 1weitereBezeugungaitpalästinischer Stammaussprache ist m. E. die bei Orlgenes vorkommende Transldption OaaEs7:£x0ü0srtA für חומש פקודים. Daraus ergibt sich nämlich, 1) dass schon vor Einwirkung des Aramäischen das * von הרמש wegen Kehllauts gleich dem hellen op.a gesprochen wurde, 2) dass das i von דים schon damals, wie bei den heutigen Jemeniten, nicht gleich dem europäischen i, sondern gleich dem zeräehnten e־I der Spätgriechen,

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