Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 68)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2292929-2293019-2293021--06032-2299315- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
66 Die Aussprachegruppen usw. Altenglan der und Araber klang. Es ist allerding fragl ich, ob nicht schon damals die Griechen das et gleich I sprachen. — Ob nun die Aussprache der Jemeniten und der Samaritaner eine neben den übrigen stehende, eine Stammart oder eine Misebart ist, das lässt sich nicht entscheiden. Will man eine Misch-Art annehmen, so fehlt der Anhalt für ihr Zustandekommen; denn wann haben sich die Juden des römischen Reiches nach ihrer Ausbreitung wieder besonders intensiv nach Babylonien verbunden? Nicht einmal in talmudischer Zeit geschieht dergleichen. — Zur Annahme: Jemenisch sei Stammart, fehlt wieder jedwede historische Urkunde. — Nun hat zwar auch Kahle-Giessen mehrfach auf den Zusammenhang zwischen Jemen-Hebräisch, palästinischer (nicht tiberischer) Punktation und Septuaginta- Transskription hingewiesen; hieraus hat er aber, was eine durchaus berechtigte Beschränkung ist, nur geschlossen, dass schon zu Zeiten der Septuaginta sowohl die palästinische Punktation selbständig neben babylonischer und tiberischer, als auch die nach Jemen bald danach abgewanderte Aussprache neben den übrigen Aussprachen fertig bestanden hat; also eine Art neben anderen. Es ergibt sich also daraus, dass im 5. Jahrhundert die zur jemenischen Aussprache vielleicht gut passende palästinische Punktation des Hebräischen selber nicht mehr im Gebrauch war und nun, da man die jemenische Aussprache weiterhin benutzte, durch eine babylonische, aber tiberisch überarbeitete Aussprache dargestellt werden musste. — b) Zweige und Lauttafel. Vom eigentlichen Jemen aus ist kaum irgend eine bekannte Gegend mit Juden besiedelt worden. Dagegen ist aus der altpalästinischen Punktation und Aussprache gleich der jemenischen noch eine andere Aussprache hervorgegangen, nämlich die der Samaritaner. Es widerstrebt mir aber, die Sprache dieser Judenfeinde gleich den übrigen Teilen meines Themas gründlich abzuhandeln. Gemeinsam ist den Jemeniten und להבדיל den Samaritanern die Aussprache des Kamez als ä gleich dem schwedischen. Daraus