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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 73

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 73)
Language
German
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Die Aussgrachegruppen usw. 71 b) Zweige und Lauttafel. Wir haben also folgeude Zweige der sefardiscben Judenheit zu unterscheiden: 1. Die seit den Zeiten des zweiten Tempels an den Ländern um Palästina herum ansässigen und mit dem Islam in allen Mittelländern angesiedelten, 2. die nach dem Gerusch um 1500 nach Westeuropa versprengten Sefardim im eigentlichen und engeren Sinne; die damals nach Osten abgewanderten haben sich denen angeglichen, die sie antrafen. — Wir müssen also auch hier Ost- und Westjuden unterscheiden. Der östliche Zweig hat durch das Zusammenwohnen mit Arabern und Berbern viel Arabisches in seine Aussprache aufgenommen. Auch ist dort die emphatische Aussprache der Kehllaute חטעצק gleichwie im Arabischen konserviert worden: in neuerer Zeit jedoch schwindet mit der Vormacht des Arabischen auch diese Eigenheit des dortigen Hebräisch. Dazu kommt, dass nach dem Gerusch um 1500 die Ostsefardim auch vielerlei von den zuwandernden spanischen Juden annabmen, insbesondere ihre Unfähigkeit zu emphatischen Konsonanten. Es war schon zu erwähnen, dass die Ostsefardim (im Gegensatze zum Jemen) ihre Betonung der schwebenden arabischen an geglichen haben. — Auch die westlichen Sefardim, nach dem ersten Durchgangslande ihrer Wanderung Portugiesen benannt, teilen sieb noch in viele Aussprachzweige. Allerdings sind die weiteren Abweichungen nur durch Assimilation entstanden; z. B. das von Idelsohn notierte ח rh in Südfrankreich oder das von Idelsohn nicht notierte ג רפה ch in Holland. Rätselhaft ist die Herkunft des ע ng bei den holländischen, hainburgischen und livornesisehen Sefardim, das ausserdem, wie Idelsohn schon bemerkt, auch in einzelnen Gegenden Litauens zu hören ist. Von Livorno und vom Orient aus ist im Laufe des Mittelalters ganz Italien der Aussprache nach sefardisch geworden. —׳ Im Grossen und Ganzen ist der westsefardische Lautbestand ganz dem der Wirtsländer angepasst; gern׳ .usam ist jedoch allen Sefardim die Nichtspirierung der דשה ., d. h. dessen Aus-

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