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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 77

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 77)
Language
German
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Di© Aussprachegruppen usw. 75 wie Marcus (in Barzilai I, LXII) dartut, diese Stelle sich nicht auf vorislamitische Zeit beziehen muss. Die Schwierigkeit, wie dabei אביי ורבא Vorkommen können, die doch 150 Jahre früher lebten, hat M. m. E. nicht völlig behoben. Bei Aron Marcus ist zu bemerken, dass die 1. c. LXXI1I Fussnote von ihm zitierten Arten des Nikud wirklich nur Namensdifferenzen der Vokale bedeuten und mit den alten Masoretenschulen nicht in direkter Beziehung standen. M. zeigt übrigens ebd. starke Tendenz zu Normalisierungen der Ausspräche, — eben weil ihm die ursprüngliche Vielfältigkeit der Punktationssysteme und der Aussprachen ein fremder Gedanke war. Zu seinen Zeiten war ja die bab. Punktat. noch fast unerforscht. ־— 2. Originell ist seine Art des Eingreifens in den ״Kübbuzstreit.“ Er will offenbar gleichzeitig ־־ וü und א u lesen. Wo aber soll das jemals in der Geschichte Israels so gehandhabt worden sein? — 3. Von befreundeter Seite werde ich darauf hin gewiesen, dass ich garnicht die im Talmud und Midrasch vorkommenden Transskriptionen griechischer Worte berücksichtigt habe. Aus denen des Talmud ist babylonisch-sefardisches System ersichtlich, die des Talmud Jeruschalmi habe ich nicht genügend gegenwärtig, um sie zu beurteilen. Die des Midrasch, sollte man erwarten, müssten nach seinem Entstehungslande palästinisch oder aschkenasisch aussehen. Das sie stattdessen (z. b. אוותנפיאה aoücvxta, oder £7 אפוטרופאrt׳cpo~os) rein sefardisch begründet erscheinen’ kommt daher, dass der Midrasch in heutiger Gestalt sicher erst in islamischer, also für uns: sefardischer Zeit zur Niederschrift kam• Vielleicht gilt ähnliches von den inkonsequenten Transskriptionen des Talmud Jeruschalmi. Immerhin will dieses Gebiet für sich behandelt sein. 4. Hirschfelds Bemerkungen (JQR IV 499) gegen ע ng sind ästhetisierend-normativer Natur und werden der wirklichen Physiologie der emphatischen Laute nicht im geringsten gerecht.

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