Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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68 Die Aussgraehegruppen usw. Nun ist ja zweifellos Druckbetonung und Unterscheidung emphatischer Konsonanten von den übrigen gutes altes Hebräisch. Es ist doch auch nicht anzunehmen, dass die Jemeniten etwa gleich den Aschken. erst in neuerer Zeit die Druckbetonung hervorgeholt hätten. Es ist vielmehr anzunehmen, dass sie bei den Jemeniten wie bei den Sefardim zuhause ist. Auch das Spirieren sämtlicher ב גד בפת (im Rafeh-Falle) kann wohl ursprünglich sein. Ueber der Jemeniten und Samaritaner c) Riten und Eigenheiten ist im Idelsohnschen Melodienschatz manches gesammelt und vorbereitet. Da dieser Stamm Israels nicht so umfanflreiche Wanderungen hinter sich hat wie die wahre besprochenen Gruppen, so können wir wohl auch diese Fragen hier beiseite lassen. Es ist immerhin erstaunlich, wie ungeachtet des dort geringen Thorawissens sich eine durchaus selbständige, weniger als bei uns assimilierte hebräische Aussprache bis heute erhalten hat. Auch die Musik dortiger Gegend ist durchaus nicht so arabisiert, wie man annehmen sollte, jedenfalls nicht in dem gleichen Masse wie bei den späten zu besprechenden östlichen Sefardim. Vom Kultus der Samaritaner müsste man erst einen Fachmann hören. III. Die sefardische Gruppe. a. Herkunft und Bezeugung. Die sefardische Aussprache ist nach Sefard Spanien benannt: wie wir aber wissen, ist sie weder zeitlich noch örtlich jemals auf dieses Land beschränkt gewesen. Im Grossen und Ganzen erkennen wir sie als Aussprache der ältesten Transkriptionen wieder, der hebräischen Textworte in griechischen Schriften des frühesten Christentums und vorchristlicher Griechen. Zvrar ist den Griechen der ersten Jahrhunderte, laut Forschung von Dr. Cohn-Eschwege, nicht recht zu trauen. Sie haben in ihrem Schönheitsfanatismus oft Worte verstümmelt, wenn sie ihnen im Rohzustände zu wenig harmonisch klangen. Worte wie m 'wurden 1j Zuverlässiger sind die sefardischen Belege (nach Cohn) bei Philo, der aber noch ärg־er ästhetisiert.