Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2292929-2293019-2293021--06039-2299322- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Aussprachegruppen usw. 73 מדו biadö auf Nichtberücksichtigung des engen Zusammenhanges zwischen rein bab. Punktation und sefard. Aussprache beruht; insbesondere Cohns Bemerkung über כעופרת ist nur so zu verstehen (1. c). Kimchi hat übrigens Marokkanisches nicht hierbei im Sinne. Es handelt sich hierbei um Uebertreibung der Angst, um ein Pronomieren des Kehl- oder Nicht-Kehl -Charakters der Buchstaben. Um kennzuzeichnen, dass ת nicht ט ist, hat man sich dort an ein überspitztes ת tzj gewöhnt. Das sch ש ist in Marokko verloren gegangen und kommt auch bei sonstigen Sefardim nicht deutlich heraus. — c) Riten und Eigenheiten. Auch hier sei auf die bekannten gemeinsamen Merkmale aller sefardischer Riten (abgesehen von den chassidiscken Nachahmungen) als Bewreis für die Zsammengehörigkeit der nach Aussprache innerlich verbundenen sefardischen Juden hingewiesen. Einzelnes sei angemerkt: Die speziellen הלכות א״י werden selbstredend nur von den in א״י wohnenden Sefardim gehalten. Die Thorakünde ist ausser in Nordafrika bei allen Sef. nicht bedeutend. In Holland sprechen die Sefardim die Landessprache. Die Sef. in Marokko sprechen, ohne Unterschied ihrer östl. oder westl. Herkunft, das spezielle marokkanische Judena rabi scb , des-en Erforschung erst neustens durch Windfuhr (Hamburg) angebahnt ist. In allen übrigen Ländern sprechen die Sefardim Spanio lisch Judenspanisch, einen stark mit hebräischen und anderen Eigenheiten gemischten Jargon und pflegen reine Orientmusik. Das kabbalistische Studium der sefardischen Juden ist ihr Spezialgebiet geblieben. Die Chassidim haben sicher aus diesem Grunde ihren Ritus dem der Sefardim angeglichen. — Die Melodien der Westsefardim sind, wohl seit der Marannenzeit, stark katho lisiert, besonders in Amsterdam. IV. Aufzählung nicht einbezogener Gruppen. Als besonders der babylonischen Punctation nahestehende hätten wir mit Idelsohn nun die persische und die daghestanische zu besprechen. Dies wäre nun aber wohl etwas abseits des