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  1. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 427

    …ufenthalte auf Rhodus den Grammatiker Diogenes hören wollte, mußte er, wie Sueton berichtet, bis zum Sabbat warten. Daß Benjamin von Tudela auf Cypern eine jüdische Sekte fand, die in der Sabbatheiligung von den Rabbaniten und den Karäern abwich, und was wir …

  2. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 428

    …cht hier ein „mazzal no'am", dem hebräischen „micwah" ein „c'wa'ah". Ob die in Karthago inschriftlich gefundenen Namen „Joab" und — der obenerwähnte — „Obadia" Juden oder zum Judentum bekehrte Karthager zu Trägern hatten, ist nicht festzustelle…

  3. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 429

    Grunwald, Berufe der Juden. 423 auf das dieses Wort bis heute zutrifft, ohne Regen bleiben. In dieser Vision Secharjas erkennen wir die „Feier des Wasserschöpfens" am Laubhüttenfeste in Jerusalem, an dem für die siebzig Völkergruppen, aus d…

  4. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 430

    …m Okeanos (oder „Okanos"2) vom hebr. „agan" Becken, vgl. „Uknu" bei Pietschmann , 258). Aus dieser Tiefe kommen „majjim chajjim", die „lebendigen Wasser", die Quellen. Aus ihnen steigt der Dunst3) empor (1 Mose 2, 6), der als Tau und Regen zur Erd…

  5. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 431

    Grunwald, Berufe der Juden. 425 Dea Syra § 10, bei Movers, Phön. 3, 36) wurde dort zweimal im Jahre, im Herbst und Frühling (vgl. Seeharja!), eine Feier begangen (Wasser in jenen Schlund gegossen, Holz gefällt und verbrannt), zu der aus den…

  6. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 432

    426 Grunwald, Berufe der Juden. Diese Wallfahrtsorte, die mit ihren großen Jahrmärkten die Anfänge unserer „Messen'4 darstellen, lagen an der großen Karawanenstraße, die vom persischen Meerbusen nach Phönizien und weiter nach Ägypten führte…

  7. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 433

    Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals und verwandter Kultformen.4) Von M. Grunwald. Wer die Versuche, religiöse Sitten und Bräuehe auf ihren Ursprung zurückzuführen, aus der Ferne betrachtet, wird sich dem Urteil J. J. Rousseaus (Reponse au …

  8. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 434

    428 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. genommen und teilweise der Tendenz der offiziellen Religion angepaßt worden. Die Erkenntnis der Naturwüchsigkeit sol- .. eine Verpfändung der Völkerschaften für einander." „Wie hoch und re…

  9. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 435

    Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 429 eher, von einer Kulturreligion rezipierter und in eine geistigsittliche Sphäre erhobener Kulthandlungen beeinträchtigt die religiöse Weihe, die ihnen innewohnt, so wenig, daß gerade durch …

  10. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 436

    430 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. in denen es gefeiert wird. Mit ihrem Bau beginnt man am Ausgange des Versöhnungstages. Sie müssen unter freiem Himmel stehen und mit Tannenreisig so schütter bedeckt werden, daß man des Na…

  11. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 437

    Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 434 gestreift wird, ferner aus 3 Myrten- und 2 Bachweidenzweigen, die an der Palme befestigt sind. Man nimmt ihn in die rechte Hand, in die linke einen Ethrog, eine Citrusart, auch Paradies-, …

  12. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 438

    432 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. mo'ed, mit Ausnahme von Hosch. rabba, fröhlich gefeiert. Am Hosch. rabba wird bei den Sefaradim Schofar geblasen. Die Nacht vorher wacht man. Sie ist, wie in Tripolis auch „die Nacht Bssis…

  13. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 439

    Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 433 Kulthandlungen,—diese selbst, imLiehte der ReligionsgesehicMe und des Folklore betrachtet, und — das Material der Mittel. Der Zweck ist Herbeiführung des Regens1) (Regen gutes Zeichen auch…

  14. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 440

    434 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. Die Handlungen bestehen im Herbeischaffen des immergrünen Reisigs; im Bau der Hütte; im Aufhängen der Uschpisin; in der Prozession und dem Tanz mit den Thorarollen, ähnlieh dem altarabisch…

  15. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 441

    …vgl. auch Carl Meyer, D. Abergl. d.MA.s 185; Beschwörung eines Steines — Creuzer, Symb. II, 775 — sowie eines Toten bei Nachmanides, vgl. Finkelscherer, Maim.'s SteUg. z. Abergl. 88 ■-- mittels einer Glocke). Auch durch Steine, z. B. auf Gräber geworf…

  16. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 442

    436 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. Volksaberglaube 114). Gewisse Völker Zentralasiens meiden das Waschen, weil die dadurch vertriebenen Geister sich durch Gewitter rächen, und Gewitterregen war ja der Zweck des Wasserausgie…

  17. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 443

    …Ge, als Gattin des Zeus, vgl. Uranos und Gaia, Zeus und Semele (vgl. Novaja-Semlja „Neues Land"). Nach einem Mythos bei Euripides, aber auch bei den Zigeunern und anderen Völkern (1. c), ja schon bei den Ägyptern bildeten Himmel und Erde anfangs zus…

  18. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 444

    438 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. dieses Ozeans durch die Spalten des Himmelsgewölbes dringt, regnet es1). Himmel und Erde bildete der Schöpf ergott Marduk aus den Hälften der von ihm erlegten Tiämat. Bei der Sintflut (1. …

  19. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 445

    Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 439 seit dem 13. Jahrh. unter dem Namen „Mai" urkundlich belegen und bei Deutsehen, Engländern, Franzosen, Italienern, Slaven und anderwärts nachweisen läßt, aber bereits in den Kulten des Bei…

  20. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 446

    440 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. verehrt wurde, suchte man den der großen Kybele zugesellten Attis. Dann brachte man eine Pinie oder fruchtbare Fichte, an der das Bild des Gottes hing, in den Tempel (Creuzer, 1. c. 1, 38f…