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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 443

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 443 (sequence 447)
Language
German
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Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 437 XVIII, 17f.: ai. Dyäus pitär, gr. Zsös wflcrijp, Juppiter Jovi pater — Mater Tellus, Ay]jxtqty)p Ty) ^ffrf\pr ähnlich indisch, angelsächs.). Bei den Skythen und Phrygern galt die Erde, Ge, als Gattin des Zeus, vgl. Uranos und Gaia, Zeus und Semele (vgl. Novaja-Semlja „Neues Land"). Nach einem Mythos bei Euripides, aber auch bei den Zigeunern und anderen Völkern (1. c), ja schon bei den Ägyptern bildeten Himmel und Erde anfangs zusammen ein Gebilde, wie nach dem bekannten Mythos1) bei Plato, der auch im Judentum wiederkehrt, Mann und Frau sich nacheinander sehnen, da sie die Hälften eines ursprünglichen Ganzen darstellen. Eine ähnliche Vorstellung knüpft in jüdischen Überlieferungen an die biblische Scheidung der Gewässer in obere und untere (1. Mose 1, 6) an2). Die Genesis selbst spiegelt allerdings das babylonische Weltbild wieder. Diesem zufolge hat man sich die Erde als einen gewaltigen umgestürzten runden Trog zu denken, der von allen Seiten vom Ozean umgeben ist3). Aber auch unter dem Welttrog dehnt sich dieWassertief e des Grundwassers aus. Im äußersten Osten und Westen des Ozeans stehen zwei Berge, die das halbkugelförmige Himmelsgewölbe tragen. Jenseits dieser Glocke fließt wieder ein — der himmlische — Ozean. Wenn das Wasser David (vgl. Hos. 3,0) im Magen David: Lipiec, S. mat'amim 144, also doppeltes Daleth (alte Schreibung). Die 6 Seiten des M. D. zum Schutz gegen die 6 Seiten der Welt, Sei. 293. M. D. der 6. Segensspr. nach d. Haftara: Hoffmann, Rabboth machaschaboth 1,15 vgl. 18. Schild mit dem Gottesnamen trug der H.-Priester nach Hak. 2, 30, Sch. mit Siegel geschlossen Hi. 41, 7, mit Auge gegen den bösen Blick Sei. 2, 90; M. D. auch in arab. Amul. 1. c. 2,19. — Makrokosmos und Mikrokosmos, praest. Harmonie, der obere Gerichtshof unter dem Einfluß des unteren VB. 2, 226. Der erste Mensch und der Kosmos Bist. 186. Vgl. Hi. 19,26. 1) Vgl. Ztschr. d. V. f. Volksk. 1914, 98. 2) Joma 26 u. s. S. Rubin, Ma'areketh ta'am micwoth 42, vgl. Gn. 49,25 (dazu als Ergänzung Jer. 6,22 u. s. „jarkethe" — als „Hüften" — ,,'arec" u. „Nabel der Erde", als welcher u. a. Jerusalem mit einem vorisr. Zentralheiligtum. Die unteren Wasser sind W. des Mutterschoßes, Lewy 13. Nu. 13, 32 ähnlich, wie Kronos, der seine Kinder verzehrt. Auf einer babyl. Vase Genien, mit Füll(Regen-)hörnern herniederschwebend, unten am Ozean 7 (Eid, Beschwörung) Regenmädchen im Reigen. 3) Erub. 22 b,. auch bei Strabo.

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