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  1. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 127

    Nacht, Der Fuß. 125 ein talmudisclier Ausspruch1). Unter „Fuß des Vaters" wird der Nachkomme verstanden2). Fuß als Symbol für Kinder, Nachkommen, liegt ebenfalls der Sage von „Fußtapfen des Budha auf Zeylons höchstem Berge" zugrunde. Aus di…

  2. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 128

    …Krüglein Wasser bringen zu lassen. 1) (-p> 'p KnDp sthm *pbn .^bnnn dipn. 2) Vgl. Schlesinger, 1. c. p. 449—50. 3) Vgl. Babli Sota 22: *1W3 ÖWDfi, u. den Ausdruck enp^n um, (jemand mit der Ferse treten) und un'py Iren» (die Ferse auflegen). So w…

  3. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 129

    …ist übrigens, wie Asulai versichert, ein erprobtes Mittel. Von diesem Aberglauben berichtet auch der berühmte Philosoph Salomon Maimon. Er selbst machte davon Gebrauch, wie er uns im folgenden erzählt: „Ich hatte in einem hebräischen Buche als ein erprob…

  4. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 130

    …sn nrrn a-nm bia ro na-niBDv Mit „Fußdruck* ist der in geschlechtlichem Sinne gebrauchte Ausdruck „treten* verwandt. So Babli Ketubbot p. 16*>: a EP N noin,. Bei den Rumänen wird „treten" in erwähntem Sinne von den Hühnern gebraucht. Noek 1. c. …

  5. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 131

    Aus: Grunwald, Jahrbach für jüdische Volkskunde I (1923). 3. Grabstein auf dem jüd. Friedhof in Lemberg. Malka, T. d. Vorst. Z'bi Hirsch Wittels. 11. Ijjar 5594 (=1834). Oben rechts u. links Tiere mit Fischschwanz.

  6. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 132

    Nacht, Der Fuß. 129 Daß dieser Wunsch dem „rechten" Fuß gilt, rührt davon her, daß im jüdischen Schrifttum „rechts" sich besonderer Rechte erfreut1). Ganz besonders, wenn es heißt, sich auf den Weg machen. „Der Mensch tritt in der Regel den…

  7. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 133

    …ge, S. 168; Windelband, Lehrbuch d. Gesch. d. Ph. (6. Auflage, 1912, S. 426). Vgl. auch über die „schöne Sittlichkeit", Babli Sukka49: intt 'oi ,fcp35>s i& rtö„ S A 11 "jbnb w -ps ."binb "pb-isiD n?ü:n hanw bv> i^m^D w.. Vgl. auch meine Abhandlu…

  8. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 134

    Nacht, Der Fuß. 131 Würdigung unterziehen. So wird zu den fünf biblischen Männern (Simson, Saul, Absalom, Zidkijahu, Assa), die sich durch übernatürliche Schönheit auszeichneten, auch König Assa gezählt, dank seiner außergewöhnlichen schöne…

  9. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 135

    …em er ihn auf einen Ladentisch hinstreckt, „um bloß das (scböne) Bein der sehr artigen Ladenfrau zu zeigen" (Gesch. der Bettina von Arnim, S. 37). Von den „schönen Füßen" Moliere's erzählt bekanntlich die Schauspielerin Groisy. 5) 'o: "o-^-im ctanm 2n nnto …

  10. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 136

    …ren"? Noch weiter treiben es die Chinesinnen in der Bekämpfung des natürlichen Wuchses des Fußes. Chinesische Mütter 1) Arno Nadel, jüdische Volkslieder (Der Jude, h. von Martin Buber, 1917, S. 844). 2) nr-ran yy\ "n» b»D msni?m*M rrbyi »otd„ V'o D^n…

  11. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 137

    134 Nacht, Der Fuß. setzen die Füße ihrer Mädchen der größten Gefahr aus, um ihren Wuchs zu hindern1) und jene kleinen Frauienfüße zu formen, die von den chinesischen Dichtern ,,goldene Lilien" genannt werden. So singt der Dichter von der c…

  12. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 138

    Nacht, Der Fuß; 135 Frau einnimmt, desto kleiner sollte ihr Fuß sein. An diesem Kleinwerk arbeiteten große französische Frauen unermüdlich. Die Kaiserin Eugenie hatte „erstaunlich kleine Füße" und doch war sie, wie Sara Bernhard berichtet, …

  13. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 139

    136 Nacht, Der Fuß. vom „zarten Schuh" der Sun-Jaou-Hing noch vom kleinen „Schuhchen" des jüdischen Volksliedes wissen. Für sie ist die einzige schickliche Form für die ästhetische Ausführung des Tanzes der natürliche „nackte Fuß". Als sie …

  14. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 140

    Nacht, Der Fuß. 137 alles in großem Stile zuging, gestattete weder die entblößte Hand, noch die entblößte Ferse1). Daß schon die entblößte männliche Ferse keuschen Herzen unerträglich war, dürfte darauf zurückzuführen sein, daß nach dem Tal…

  15. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 141

    …. .5) "vbzrin dt:2jD ssTöim ... a^tob -p-rra ra9 :y'?p .p^ncs.- Vielleicht ließe sich darauf die halachische Verordnung Maimonides' zurückführen, wonach das Gebet nicht barfuß verrichtet werden darf. Vgl. Rahbah D^b^nn rrara r^r is^,, :yn r-^bn 'n pn…

  16. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 142

    Nacht, Der Fuß. 139 seines Hauses soll man verkaufen, um sich Schuhe anschaffen zu können1). Nur der ist Mensch, der Schuhe an den Füßen hat2). Für Gelehrte ist schon das bloße Gehen in aufgelösten Schuhen unschicklich3). Ganz besonders wir…

  17. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 143

    140 Nacht, Der Fuß. unwürdige Nachkommen1). Es wird daher nicht nur vor dem unbeschuhten Fuß, sondern vor der unkeuschen Fußbekleidung überhaupt gewarnt. Die Worte des Psalmisten: „Es trete der übermütige Fuß nicht an mich heran"2) will ein…

  18. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 144

    Nacht, Der Fuß. i4i Rabbinen von den jüdischen Töchtern, daß sie weder laut sprechen noch laut lachen oder „hübsch aufheben", um den Fuß zu zeigen1). Nein, den „Fuß aufheben" oder sonst einen entblößten Teil des Fußes in unkeuscher Weise vo…

  19. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 145

    142 Nacht, Der Fuß. und sonstige Strafen zur Folge hatte1). Weil nun einmal der Fuß Anlaß zur Sünde werden kann, müsse man daher „auf die Sünde der Schritte", um mit dem Psalmisten zu sprechen2), ganz genau aufpassen. Diese Mahnung richtet …

  20. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 146

    Nacht, Der Fuß. 143 lassen haben, die erste Frau aus dem Fuße des Adam zu bilden; sie würde sonst viel zu viel ausgehen1). Steht nun, wie gesagt, dem jüdischen Weibe das viele Ausgehen nicht an, wie viel weniger der „unkeusche Schritt", vor…