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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 142

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 142 (sequence 146)
Language
German
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Nacht, Der Fuß. 139 seines Hauses soll man verkaufen, um sich Schuhe anschaffen zu können1). Nur der ist Mensch, der Schuhe an den Füßen hat2). Für Gelehrte ist schon das bloße Gehen in aufgelösten Schuhen unschicklich3). Ganz besonders wird auf die Beschuhung der Frau Gewicht gelegt. „Mit dem Kleide zieht das Weib auch die Scham aus", heißt es bei Herodot4). Dies beginnt bei den Rabbinen schon mit dem unbeschuhten Frauenfuß. Wenn es daher dem Mann auf dem Lande erlaubt war, seiner Frau drei Monate lang die Fußbekleidung zu verbieten, so hatte dieses Verbot in der Stadt — infolge größeren Verkehres — nur vierundzwanzigstündige Gültigkeit5). Es ist unsittlich, auf die Ferse, den Knöchel der Frau zu schauen6). Ja, wer die Ferse eines Weibes ansieht, hat ü^ni-n imm yan*z ."n":ib trb^ö um* ab« III, 3,78. Vgl. auch Krauss, 1. c. p. 631, A. 730 und meine Schrift: The symbolism etc. p. 2, A. 4. 1) aD"p raia. 2) "in ^b:m ■»bwwn n'^p na«. 3) *pK "p-i) trnrr Sit -nn pvab «an vhwn -rnrr (a-Vro. 4) Herodot I, 1. Buch, cap. 8: 9&iicc dht&avi ix^evq> 6vvsKdvszcci xal ti}v aide* yvvr)*. «lZra «b Klöirib :77 sp rQTö n«-|. Vgl. auch Balzac, physiologie du mariage p. 200, § III: „De la pudeur relativement au mariage 5) jO^ffi^n v bttft b-tfsn »bia wtD« na ^rnnb biin n-nsrn ('n 'ab mmro) nyb pto p^ trs^-on bna. 6) Vgl. Nedarim 20 u. oben S. 125, A. 1 u. S. 137, A. 1, wo über *np?„ Ferse, Knöchel, Näheres mitgeteilt wird. Hier sei noch auf Folgendes hingewiesen. Nach dem Schönheitsideal der Inder darf der Knöchel der Frau nicht vorstehen, sondern in Fleisch eingebettet sein; ebenso sollen die Füße rot sein (J. J. Mayeb, Das Weib im altindischen Epos, 1915, S. 322). „Die Füße, an denen die Knöchel tief eingebettet waren, und deren Schuhe rote, lange, ausgestreckte Flächen darboten", heißt es von Urvaei, der Himmelshetärin. Auch Sita rühmt ihre Füße und Knöchel,, daß sie ebenmäßig seien und die gehörige Fülle besäßen (1. c. S. 324). Übrigens berichtet schon Herodot I, IV, c. 176 vom Knöchel der Frau als Symbol der Liebe: Tz&v al yvvalxsg itsQi<sq>vQiu dsQpdzaiv itoXXct k%d.6zr\ q>OQSSi xuzu zoi6v8s rt, eog Xiyzzai xcet* avdgcc exaßzov y,Ly&4'Pza TtBQiCcpvQLOv TtSQidhzat 7} <J' av itlstazcc b%ti avx7\ &q16zi\ didowzcci slvat &$ bno itXsiüZGiv ccvögcov cpilrid'sTacc*.

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