Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 131)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nacht, Der Fuß. 125 ein talmudisclier Ausspruch1). Unter „Fuß des Vaters" wird der Nachkomme verstanden2). Fuß als Symbol für Kinder, Nachkommen, liegt ebenfalls der Sage von „Fußtapfen des Budha auf Zeylons höchstem Berge" zugrunde. Aus diesem Gesichtspunkte erklärt Eisner (Mystik der alten Pelasger S. 241) die Himmelfahrt Budhas und die von ihm auf der Erde zurückgelassenen „großen Fußtapfen". Das soll heißen: „Budha selbst lebt zwar nicht mehr, aber die Nachkommenschaft ist sein Fußtritt, den er auf Erden zurückließ". Der Fuß bedeutet Nachkommen, Fortsetzung der Macht des Verstorbenen in seinen Erben. Er ist überhaupt das Symbol der Macht. Der Sieger setzt seinen Fuß auf den Nacken des Besiegten zum Zeichen des Triumphes. „Und Josua sprach zu den Männern Israels und den Anführern des Heeres: Setzt eure Füße auf den Nacken dieser Könige. Und sie traten hinzu, und setzten ihre Füße auf die Nacken"3). Ebenso sagt der Psalmist: „Du setztest ihn zum Herrscher ein über Deiner Hände Werk, alles legtest Du unter seine Füße"4). Die rechtliche Aneignung eines Grundstückes nach 1) 20 ix rtsbr; nan ('« -prm?) "airr -»iman rrns nrn% itn^r». Auch im Arabischen bedeutet: v^Jic hebr. 2p }? Nachkommenschaft. Damit wäre Nedarim f. 20: S"ilB« bt) nnp^l bsnOttM bD„ □•oaintt crNia üi:s ib yrnn* zu erklären. 2) Dagegen nannte der Grieche den Sklaven als Zeichen der Unterwerfung ccvdgoTtsdcov (der Mann des Fußes). Ebenso ist die letzte der vier Klassen, die arbeitenden Studras aus Brahmas Füßen entstanden (Nork, Realwörterbuch, s. v. Fuß). Auch die jüdische Mystik weiß von zwei MeDscheDklassen zu berichten, von einer vornehmen a!Dö*"VKlasse und von einerniedrigen "b^vKlasse: ,mrra 's iB-isrr UTia tffi» qis-iD mbbra *p ,o^b:n r»önp:n rpo 'zn 'san rranpsiB n:r»b3> nns w -»ston üj-hö ,rtnr.nn s-u-ntti /cön n^-ipa mn *miön Db-^n (nbiö 's Epr rmbrn) acrb:n D^np:, vgl. auch Bernstein, jüd. Sprichwörter, p. 37: •CT3 WH IJT^ Stfp Dr£ "ppm 12: "p? "poora». 3) hy t»">b:n -ftriö . . Mfrnbttn "»rsp böt .. 2iüirr» fcop'n,, "Dirnen by Diebin n'N imp-n .nbart trobtttt ^^^isr (25, 10 3>lüirp). Das Erheben des Fußes als Zeichen der Herrschaft dürfte auch im alten Ägypten üblich gewesen sein. Daher sagt Pharao zu Josef: „Außer Dir darf keiner seinen Fuß in Mizraim erJieben": □•nat» y^N bm ib:n .. n« xd'«« tr-Y* ab Tnrbm (I Mos. 44, <u). 4) 'i 'n D^bnn.