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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 144

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 144 (sequence 148)
Language
German
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Nacht, Der Fuß. i4i Rabbinen von den jüdischen Töchtern, daß sie weder laut sprechen noch laut lachen oder „hübsch aufheben", um den Fuß zu zeigen1). Nein, den „Fuß aufheben" oder sonst einen entblößten Teil des Fußes in unkeuscher Weise vorzeigen ist schweres sittliches Vergehen, das mitunter Ehescheidung2) Talmud (a"i> ITD^D ^«Catin ö6tö *p3£* TtöQ*) damit erklärt: bewahre deinen Fuß vor Sünde, wenn du ins Gotteshaus gehst. 1) abi nto-) bm abi rmsbip ab barno1» maa biö yzmm "»sb, ■p*i .28, A. 2, 4 iafc ÖS "p* •('" '° 8^5 ^"O "p^raa marns Koran w O J ~ .> ö£ - o o - Sure 24: ^^ÄJLj^ C^r*^" <*^*^ CT^^^ CT* S^- Ahnlich ein rumänischer Volksaberglaube: „Die Frau nehme sich in acht, daß der Mann nicht ihren Fuß bis aufs Knie sieht, da sie sonst seine Liebe verscherzen könnte" („Femeia sä se päzeasca" sä nu-i vazä barbatul picivarele paoa" la genunchiu, cä ntf mai iubeste*, A. Gobovei, Credinti etc., 1915, p. 270). 2) stob b? mmsn rmrca abrc maatr» ib»% : «"y maiw "prnra mon... mnrm. Unter "pim mca* ist nach Raschi (smö, ÄFßT» b? t"t£Dn) die Entblößung eines bestimmten Fußteiles in unkeuscher Weise zu verstehen. Es ist demnach ap^Dn und nicht upWD9 zu lesen. Vgl. auch Hebschbebg vrtfn IV, S. 50. Siehe auch Talmud Babli Megilla 14b, wo es von Abigail heißt, daß sie ihre Schenkel entblößte, was auf König David starke erotische Wirkung hatte: TObft,, "mNDlD '5 miNb "jbm ttpitt ttnbäiö. Nebst Abigail wird auch von der Rufus erzählt, daß sie, um Rabbi Akiba ihre Reize zu zeigen, ihren Schenkel entblößte; vgl. Dm3 p. 50Ärw::D Sipiiö rrnb^i*. Ahnliches in mittelalterlichen Mönchserzählungen. So berichtet Jacob de Vitby (103, Nr. 246 bei Aigbemont, S. 33) „wie ein schändliches Weib einen heiligen Eremiten verführen wollte; sie stellte sich verirrt, bat um Obdach, wärmte sich an seinem Feuer, löste ihre Kleider und zeigte dabei ihre nackten Füße und Beine. Uber diesen Anblick entbrannte der Heilige sofort für sie. Derselbe erzählt auch, wie der Weise Aristoteles, von der Königin, der Frau Alexanders, verfuhrt wurde: diese ging oft mit nackten Füßen und losen Haaren an ihm vorüber, um ihn zu verlocken, was ihr auch endlich gelang*. Auch das arabische Märchen weiß vom Vorzeigen des „kleinen Frauenfußes" zu erzählen, der auf den frauenscheuen Philosophen verführerisch wirkt. Vgl. Balzac, Physiologie du Mariage, p. 325; vgl. auch p. 202: ,11 faut me sacrifier votre famille et votre vie, parce que j'ai vu que vous aviez une jolie jambe". nco moDb nbsrn» maarnD mpttn ^w» c^nbat^a, : n"-> ,i nbnp na na nrvny nbai;(nm fcnp*n) n"nrs mpftn ^pr -is-d 3?"h •cafna rrmbp rwaro friD *p**h ,mw na nnba ,m*n mnpfc trwi y*y\ .51 iat i"n nwn a-iaunn -psn .(a"s nüio snsoin) ■na* pw iba .bana iDiön ^rros *>ba nwp wicn n*»m ^np :47, 2, 3

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