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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 140

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 140 (sequence 144)
Language
German
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Nacht, Der Fuß. 137 alles in großem Stile zuging, gestattete weder die entblößte Hand, noch die entblößte Ferse1). Daß schon die entblößte männliche Ferse keuschen Herzen unerträglich war, dürfte darauf zurückzuführen sein, daß nach dem Talmud die Ferse zu den die Reize des Mannes bildenden Körperteilen gehört2). Es war daher vom Könige David unschicklich, mit entblößter Ferse vor den Frauen zu tanzen. Nichtsdestoweniger gibt es Momente, wo auch der nackte Fuß seine Rolle hat, ja wo barfuß gehen geradezu religiöse Vorschrift ist. „Leg ab deine Schuhe, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Bodena (II. Mos. 3,5). Die barfuß auszuübende religiöse Funktion bedeutet mitunter einen Vorzug. Die Leviten, die mit der Verladung des Stiftzeltes betraut waren, hatten darin den Vorrang vor den andern, daß sie ihren Dienst barfuß verrichteten3). Ebenso mußten die Priester ihren Dienst im Heiligtum barfuß tun4). 1) b^n -m 'i -p-ia '">rrn n'b »s bera« ^ni2 na« n-obtt nmn ana n^n btt rrb nto» .'di biKio nn ■psn .••pbtttt sp2 no^sn *p r>D">D ans Di» ntn «b^ nnb nb^bn nans »biö ,biN^5 rvo b* -pby ytob» nuns -antn nnn na •DSTW3 bma Nbl üpy ttb Qntt. Diese dem königlichen Hause Saul nachgerühmte Tugend erinnert unwillkürlich an eine ähnliche in Spanien herrschende Sitte, von der Aigremont (S. 33) berichtet. Danach dürfen Füße und Beine der Königinnen im Gespräche nicht erwähnt werden. Dies gilt als Verbrechen. Als man der Braut Philippus IV. in einer Stadt kostbare seidene Strümpfe als Geschenk anbot, warf sie der die Braut begleitende Majordomo verächtlich bei Seite und rief den Überbringern zu: „Ihr sollt wissen, daß die Königinnen von Spanien keine Beine haben". 2) «np-wi Y'b rp ^'-n «np^os ,nan nbnp 'd nan finp*n .nan b^bi nnsto rr^n "jTOönn tna* bto mp? msr» m"*» Tim T»n*n awn yan ."rran **baba -otöd iwm« "^P?» :n"3 awa b-j:on nn-m nmn ombäi nbysn "o "nn« nan:» m*n 's n"n narw üb-D rrrt .manatnn nsmn "bann sp b« nptmj nnb:* :n:^n n3£pn nra« msn omao bwn nmn rams ,np^n msn 52 ns diD "psn .8nN2n bw ^5 ,na£a ^srn •»«Drta '-»m apsn papb "psn .wn*n. 3) triznnb nrabma r»n ban^o nbi^n -nb b« "itrna n^n n^n ■nn ,D^n-« T*n puran "*bM D^-ir:: -nma ,*»ib bus icniD bsa ^bnno (5 ,nnn nnntta) •□■»öMn bstt nbw *nb bis laaia n^rra irrab. 4) ('a mono nm nuatö) "d"*efp »b« lanp^ü nw» ab dwdh p% Andere Beispiele bei Kbatjss, 1. c. 1,183.

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