Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 147)
- Language
- German
- Belongs to
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140 Nacht, Der Fuß. unwürdige Nachkommen1). Es wird daher nicht nur vor dem unbeschuhten Fuß, sondern vor der unkeuschen Fußbekleidung überhaupt gewarnt. Die Worte des Psalmisten: „Es trete der übermütige Fuß nicht an mich heran"2) will ein jüdischer Moralprediger des 13. Jahrhunderts als die die Blöße des Fußes zeigende Schuhbekleidung auffassen, die als "mtw br\„ zu verdammen sei3). Diese Predigt war keine Stimme in der Wüste. Sie knüpfte an gute, alte jüdische Tradition an. Während das ritterlich fromme christliche Mittelalter in einer Reihe von Gedichten der Troubadoure dem Weibe die Lehre mit auf den Weg gibt, „hübsch aufheben beim Gehen, so daß der Fuß gesehen wird"4), ganz besonders „der kleine Fuß", „wenn sie zur Kirche geht"5), rühmen die 1) 0*03 ib -pnin nnpyn b^no^n bD -.20 cp ditid "D^WltTO Diese Strafe dürfte wohl damit zu erklären sein, daß Fuß als Symbol der Nachkommen galt. So in izm% :70 tp "pmi* *ßOn imSfiH msnD. Auch arab.: v^aäc 5p2 Nachkommen. Hat der unkeusche Schritt unwürdige Nachkommen zur Folge, so ist das Gegenteil vom moralischen Schritte der Fall. Gott spricht: „Du bist mir zu Ehren drei Schritte gegangen, deshalb sollen aus deinen Kindern drei mächtige Könige hervorgehen*. ... "jTHfab tY'apil *"p:n7D iwa ,"»m»b m^os rcbtö rtföDi ^tfODto mw rtn« »u'i («ot nfcirwn) "idio ob-^n tpofc -pc^btt n*dyn mobi» ■fosb ^^pinTD msm D^ra ib •pmn DDn nnsb nan dn„ aait 'min "»b*3 0"«23 — Pharao unterdrückt 400 Jahre die Kinder Abrahams, weil er Vater Abraham vier Schritte begleitet hat: IDIM,, matt 'i von t33? nn^n^ji rir>- ,1313« amnab to-id mb« nvos 'n :3"^ ta"b moa-a rai ■p* bbra nvos *diö V* nöio) "n:tt T^ob rtDitt n^rro.: 3 ,t Dnm; "woa bs b* -cra ih "(mb,, m*nptt rrnra toi 3"d hdiöi b"p tt"3 w -p* ."-dtd *jb imm tDTItn 0"©3. Vgl. auch S. 125, A. 1. "pn„ : in'S D"» W rm -p*! ""pb^n -idi» *|b -jms -sa;». 2) n^bnn. 3) o^on im« *p:o ,mött td?:*} bwb »bto 3ia ttmn •toik frvbyw pasn yn rmsn -*-p b* "ptöisiö;zrH .nb^ftb D^inm a»n 297 n"n o^nm rmnri -pm:«) *maw bm ^«isn bis 3iron y*»n nstts irna rrawi 192 4) Dr. Wedel, Ritterromantik, S. 48. 5) 1. c. 46. Hier sei die Bemerkung gestattet: Während die frommen Ritter des christl. Mittelalters „den kleinen Schuh" und Vorzeigen des „kleinen Fußes* für den „Gang zur Kirche" ganz besonders empfehlen, sagt Kohelet: "D^nbstl rP3 bfi* ^bn *nöfcO -jb^n ^YOU?» was der