Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 137)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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130 Nacht, Der Fuß. Leute — Wenn beim Eintritt ins Haus, nicht fern von der Schwelle der Fuß knackt"1). II. „Lüge ist die Anmut, eitel die Schönheit, nur die gottesfurchtige Frau ist des Lobes würdig" (Prov. 31, 30). Trotzdem wird im jüdischen Schrifttum der Schönheit des Körpers viel Beachtung geschenkt. Auf die schönen Jünglinge des heiligen Landes2), besonders die Jerusalems3), wird mit Stolz hingewiesen. Körperliche Schönheit ist mitunter religiöse Forderung. Der Hohepriester mußte u. a. auch durch körperliche Schönheit hervorragen4). Der schönen jüdischen Frau wird besonders Erwähnung getan5). Sogar die schöne Nichtjüdin ringt einem Talmudweisen Bewunderung ab6). Mag sein, daß unsere Lehrer dabei an den Zusammenhang zwischen dem Ästhetischen und Ethischen dachten, ähnlich den römischen Philosophen und später den englischen (Shaftsbury, Hutcheson u. Burke), die von „schöner Sittlichkeit" sprachen7). Jedenfalls ist es feststehende Tatsache, daß die Schönheit des menschlichen Körpers unsere Talmudisten vielfach beschäftigte und ihnen manchen lehrreichen Ausspruch entlockte. Nebst dem menschlichen Körper im allgemeinen sind es auch die einzelnen Glieder desselben, darunter der Fuß, den unsere Talmudlehrer einer besonderen ästhetischen 1) Goethe, Bd. II (ed. Kurz), S. 328. 2) cn^ -nrn» ^b "pao .(n":* -p^nso) ""pD-pn mann vim* (n"bp ip -»ml anp^DD) ■nan Kbs irrns. 3) (Vd »"n) 'n^btt-rp 1-tbiötv 4) (n,Ai fcom) *m ron b-m 'wid "pfiNtt bnsn insm. 5) rtba») nnott b-^sa nnn mtD übvn tu rweis"» d^tös Wik.. 6) Sifiw Mtd« srna narro a'Sa tros», : ö"n' n"d ^bttJTv 'd t"* 'mb? ^p-"1- Ausführlicher bei Keauss, Haschiloah, Bd. 21, p. 209, 355; Heeschbeeg, he-Atid, IV, 4 ff. 7) Vgl. Jerusalem, Einl. in d. Phil., II. Auflage, S. 168; Windelband, Lehrbuch d. Gesch. d. Ph. (6. Auflage, 1912, S. 426). Vgl. auch über die „schöne Sittlichkeit", Babli Sukka49: intt 'oi ,fcp35>s i& rtö„ S A 11 "jbnb w -ps ."binb "pb-isiD n?ü:n hanw bv> i^m^D w.. Vgl. auch meine Abhandlung: ""'EWl )lnv '■),,.