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  1. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 6

    — 6 — Im anderen Lieck zeigt uns der Dichter die Dissonanz zwischen seinem Inneren und seinem Aeußeren: Wie schlecht is dem Mann, Wus müs san jedem geneegt1) Ün mit Gewalt fröhlich zü san, Chotsche2) er is nitt aufgelegt (S. 45). Wänn geht …

  2. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 7

    — 7 — Ich bet dich', gib mir zü verstehn, Wie Ikümmstü a Wer? Wenn dü willst BehenrV) sehn Hostü in StuWdt vielmehr! Ja, antwortet der Dichter, wenn meine „Beh'emis" so verstummen möchten wie deine Kühe, könnte ich mit ihnen noch auskommen,…

  3. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 8

    …83—89), das hier bereits erwähnte Gedicht: „Die Moldauischen über die Poilischen" (das. S. 103—108) und „Geschichte vün Galatz" (S. 151 bis 164), tragen es an der Stirne, daß sie in Rumänien entstanden sind. \ Es muß demnach sehr auffallen, daß L…

  4. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 9

    weilt 'haben, »aber das eigentliche Land seines damaligen Aufenthaltes war Rumänien. Es wird sich auch bald zeigen, wa^n er Rumänien verließ, oder richtiger, verlassen mußte; denn E. wurde aus Rumänien ausgewiesen. Nach dem, was ich selbst …

  5. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 10

    - 10 — worden. Vielmehr halte er an der Tom und an dien Aussprüchen der Weisen fest, freilich nur solcher, die vorwärts gehen und nicht rückwärts/'1) Ehrenkranz benutzte dieses unter »den Juden des Ostens ungemein aktuelle Thema in vielen L…

  6. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 11

    — 11 — den von seinem V,ater geerbten Stand eines Chassidim-Oberhauptes und das ganze ihn umgebende Milieu zu verlassen. So läßt der Dichter den grübelnden und mit seinem Schicksal unzufriedenen Rabbi u. a. folgendes sagen: Nor Dü, Gott lal…

  7. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 12

    — 12 - Lied vortragen hörte. Denn nach seiner Rückkehr aus Rumänien besuchte er zuerst seine Heimatstadt, in der er längere Zeit weilte und vor einem auserlesenen Kreise von Freunden und Bekannten seine Lieder sang. Ich sah ihn sehr oft, id…

  8. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 13

    — 13 — (S. 18—28) abgedruckt ist. Dieses Gedicht, das Weissberg (ä. a. O. S. 14) „ein Muster volkstümlicher GedankenlSyrik" nennt, entstand anläßlich einer epidemischen Kinderkrankheit, die damals in Zb. grassierte und der viel junges Leben…

  9. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 14

    — 14 — Die Balbuhste1) raasst sich ba die Oih'ren, Wus Wostü getühn, dü Klippe?2)' Die Challe is schein übergejoihren, Ün dir vergiltst siCh a Chüppe! Idh hob Viar aach;ke Moire3) nisch't, sugt sie ihr, Chotsche4) ihr send raach, Maan Mann …

  10. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 15

    - 15 - Geburtstagen und der Liebe „sich dem Kopf verdrehen". Das letzte Gedicht steht daher nicht am richtigen Pl'atz. Was mir aber in diesem Teil des M. N. besonders wichtig erscheint, ist der Umschlag in der Gesinnung des Dichters gegenüb…

  11. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 16

    — 16 — ihr Licht auch einem Volke spenden muß, welches die Li%e hochhält und die Wahrheit unterdrückt, einem Volke, in dessen Mitte der Uebermütige siegt und der Bescheidene unterliegt, einem Volke, dessen Machthaber öffentliche Mörder und …

  12. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 17

    — 17 - ler für den bösen Tag, aber auch ihr böses Ende kommt. Jeschurun wird noch der verdienten Ehre teilhaftig werden, während die Sölitie Romanias der ewigen Schmach anheimfallen werden." Daß Ehrenkranz in dieser Schrift die unmenschlich…

  13. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 18

    — 18 — In dem darauffolgenden Psalm (S. 8—22), der sowohl in Bezug iauf die wunderbare Sprache als auch auf den Inhalt den alten Psalmen ähnelt, bewundert der Dichter die Werke Gottes, wie sie sidh uns in der Natur offenbaren und von denen …

  14. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 19

    — 19 — gebildet, sei besser als die Welt Gottes. In der Welt, die Gott geschaffen, gibt es Freude und Leid, Wahrheit und Lüge, Recht und Unrecht, dagegen enthalte die Welt des Dichters nur Gutes. „Welche Zukunft," fragt Gott den Dichtet, „w…

  15. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 20

    — 20 — verlebte. Er woh'nte dort in dem Stadtviertel Gakta, dichtete und sang seine Lieder in einem Kaffeehause, „da, wo heute die Apotheke Lichtenstein sich befindet/' Später heiratete er die Inhaberin dieses Kaffeehauses, namens Malze.1) …

  16. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 21

    — 21 [— Uebersetzung: Hier ruht der Dichter Herlr Benjamin Wolf, Sohn des Herrn Moses Ehrerikrianz. In der hebräisöhen Sprache hast du Rühmenswertes geleistet, Deine anmutigen Gesänge haben alle Herzen erobert. Von der Höhe stiegst du zum t…

  17. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 22

    Beiträge zur jüdischen Kulturgeschichte *) Aus der Geschichte der Familien Uellinek, Bloch, Ulktin, Hamburger (Robinow), ülamrofh, Hirschel (»Hschkenasi"). Vorwort. Aus den uns von einem Mitgliede der erwähnten Familien freundlichst überl|a…

  18. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 23

    …Brief (in jüdisch-deutschen Schriftzügen) von Liepmann Wolf Elias, „Ghasseur bei der Garde-Chasseur von Westfalen", aus Halberstadt gebürtig. Dieser „Militärbrief", zu Grodno am 5. Juli 1812 geschrieben, ist für „Wolff Michael-Elias, Unter den Weiden,…

  19. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 24

    … hatte 2 Töchter, Zirl und Mal'ke, und einen Sohn, Schölem,6) welcher die Esperanza Horowitz heiratete. 1) Die Gemeinde Neu-Raußnitz ist eine der ältesten mährischen Gemeinden. Die Synagoge wurde im Jahre 1591 erbaut (s. Alois Liäman, nastin dejepisny …

  20. 1917-01-01 · 1-2 (1917) · p. Seite 25

    — 25 — Abraham1) ehelichte (um 1780) seine ungefähr gleichaltrige Cousine Zirl.2) Aus dieser Ehe stammten: Cheile, Simche, Judith, Nachum, Rachel1, Dobrisch, Esther, Jittel, von denen Simche, Judith, Rachel' in jugendlichem Alter starben, w…