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— 58 — Man mag die Anschauungen Ludwig Philippsons billigen oder nicht) — gegen jede vermittelnde Richtung lassen sich von beiden Seiten her logische Einwendungen erheben — man wird ihm jedoch nicht gerecht, wenn man seinen Standpunkt als d…
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- 59 — Erfassung des messianisehen Endziels der Religion. Hier ist kein einseitiger Kationalismus, so sehr auch das Vernunftgemässe der Religion betont wird, es ist Herders enthusiastische Bejahung des Geschichtlichen, Herders hochsinniger …
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… eine Quelle des Lebens entdeckt, die dem siechen Judentum Gesundung, Aufrichtung, Kräftigung bringen musste. Wie stand Ludwig Philippson zu dieser Bewegung? Er hatte sich mit lebhaftem Eifer, mit jenem hohen Idealismus, den er der jüdischen Jugend seiner Z…
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- 6i - Nicht viel später arbeitete er seine Dissertation "Yto] dv&pomvY), eine Vergleichung zwischen Aristoteles' und Piatos Ansichten über die inneren Organe des menschlichen Körpers, der als Anhang eine Darstellung der Lehre der a…
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— 62 — dann und wann auch auf sie zurück1). Er hat in seiner kleineü Abhandlung „Haben wirklich die Juden Jesu gekreuzigt?"2) eine ruhige und sachliche quellenmässige historische Untersuchung geliefert, deren Ergebnisse wissenschaftliche An…
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…dentums erschöpfte ihre Kraft in der geschichtlichen Forschung, in der Ergründung der literarisch en Quellen. Da war es Ludwig Philippson mit seiner schwärmerischen Begeisterung für den Lehrinhalt des Judentums, der diesen Gebieten seine Arbeit, seine Kraft…
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— 64 — es war Philippson nicht gegeben, sich ein durchschlagendes eigenes System zu begründen. Vielleicht darf man auch an seinen Schriften wie Kant bei Herder getan, aussetzen, dass sie der „logischen Pünktlichkeit" entbehren1), aber man w…
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…e. Aber Philippson hielt die Hoffnung auf ihre Verwirklichung fest. An den Rabbinerversammlungen zu Frankfurt a. M. und Breslau weckte er von neuem Interesse für die Ausführung des Planes, er sah eine jüdisch-theologische Bildungsstätte erstehen, …
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…uf die Gründung unserer Hochschule, die nur wenige Monate später in die Wege geleitet wurde. Von Anfang an hatte sie in Ludwig Philippson einen teilnehmenden Freund. Als die erste Versammlung zur Beratung der Statuten stattfand, eilte er mitten im Winter vo…
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- <i7 - dauernd mit der Anstalt verbunden und zu ihrem Kurator gewählt1). Die Verwaltung der Anstalt gewann in ihm ein sachverständiges Mitglied, dessen ausgebreitete Gelehrsamkeit, dessen langjährige Betätigung für die Wissenschaft des Jud…
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- - toriums unmöglich. Aber auch in der Ferne nahm er seine Pflichten sehr ernst, er war kein bequemes Mitglied des Kuratoriums, er wünschte über alle Vorgänge unterrichtet zu werden1), er hielt mit seiner Kritik, mit seiner Mahnung nicht z…
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— 69 — Es war Philippson nicht mehr vergönnt, die Saat, die er ausgestreut, aufgehen, die Anstalt jenen Aufschwung nehmen zu sehen, der eine volle Durchführung ihrer Aufgahen ermöglichte. Sie machte gerade während seiner letzten Lebensjahre…
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III. Die weltpolitische Stellang des jüdischen Staates in der hellenistisch-römischen Zeit. Dr. E. Täubler.
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Weltpolitik — dieses Wort trägt, für unser Ohr, in seinem Echo den Donner der Kanonen. Es ist der unbegrenzte Trieb nach Macht, der uns aus ihm gradezu entgegenschreit. Fast klingts ¥ie ein Scherz, diesen Begriff mit dem kleinen Ländchen in…
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— 74 — Dieses Beispiel gibt den Gesichtswinkel für die Erkenntnis der weltpolitischen Stellung des jüdischen Staates. Sie muss aus den Bedingungen, die das Land bietet, erfasst werden. In eine Formel gebracht, heisst das: Palästina ist wede…
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— 75 — heitliclies Hochland und ein einheitliches Tiefland bezeichnet nämlich zugleich die beiden Verbindungsträger, durch welche Asien mit zwei anderen Erdteilen, Europa und Afrika, verbunden ist. Aber das Wesen der Verbindung ist sehr ver…
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— 76 — alles andere: überhaupt erst die Möglichkeit einer Bildung des Staates. Es kommt mir nicht darauf an, Geschichte zu erzählen, sondern den Bedingungen des Geschehens nachzugehen und das Ausmass ihrer Wirkungen mit einigen kräftigen St…
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— 77 — lands, ausgefüllt. Das neue persische Weltreich schlug das ganze Hochland hinzu und verrückte den politischen Schwerpunkt des vorderen Orients von der Ebene in das Gebirge, von Babylon nach Susa und Ekbatana. Diese Veränderung des ge…
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— 78 - Geschicke seines Volkes, aus unserem Zusammenaange gesprochen: die Elemente des werdenden Staates, in ihren Grundbedingungen yon den allgemeinen Geschicken des vorderen Orients abhängig und müssen aus dieser weltpolitischen Bedingthe…
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— 79 — Vorbedingungen fehlten und hätten nicht von innen heraus, sondern nur von aussen her gewonnen werden können, d. h. durch die wirtschaftliche Beeinflussung von Babylonien und Aegypten. Damit stossen wir aher wieder auf einen toten Pun…