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…Seemann Nachf. sind soeben erschienen: Morris Rosenfelds „Lieder des Ghetto", übers, von B. Feiwel, mit Zeichnungen von E. M. Lilien, 6. Aufl., 141 S. M. 3.50, ein Werk, dem die rasche Folge der Auflagen bei solchem Gegenstande das beste Zeugnis redet,…
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— 96 — Joseph, M., Judaism as creed and life, London 1903, Macmillan & Co., XII und 522 S. Dieses vortreffliche Lehrbuch der jüdischen Eeligion, ..das sich in England das jüdische Haus bereits erobert hat, verdiente in Ubersetzungen auch au…
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Mitteilungen zur jüdischen OolkskundB. Organ der Gesellschaft für jüdische Holhskunds in Hamburg und der Gesellschaft fü? Sammlung und Ronseroierang von Runs}- und historischen Denkmälern des Judentums in Wien. Heft XXXII. Jahrg. 1909, Heft…
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…n in legislatorischer Tätigkeit sehen, selbst in einem vollständig rechtlosen Zustande lebten. Wie anders erscheint der Hofjude, Hoffaktor, Kammeragent und mit ähnlichen kurzfristigen Titeln versehene Jude — der Titel dauert nur so lange, als der …
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Ciiewra-Kadischa zum Vorschein. Welches Verhältnis zwischen dieser von Jünglingen der besten Gesellschaft gegründeten frommen Bruderschaft und einer etwa zu gleicher oder in früherer Zeit bestandenen Chewra geherrscht haben mag, ist aus dem…
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— 100 — s. Personenverzeichnis), Koppel Jaffe d. i. Schlesinger und Meir Schiff. Diese unterbreiteten am Montag, den 17. Cheschwan 24. Oktober 1763, ein aus 39 Paragraphen bestehendes Statut, das außer von ihnen noch von 44 Mitgliedern unte…
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— 101 — frequentieren mußten. Die Mitglieder hatten außerdem an jedem Sabbath an einem von der Gesellschaft festzusetzenden Ort (öffentliches Bet- und Lehrhaus war damals in Wien verboten) gelehrte und erbauliche Vorträge anzuhören. Jede Ab…
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— 102 — Gesellschaft für ein standesgemäßes Hoehzeitsgeschenk zu sorgen. An den drei Festen Pessach, Schabuot und Sukkoth hatte jedes Mitglied 18 kr an die reguläre Büchse und einen beliebigen Betrag an die Spendenbüchse abzuliefern. Neu ei…
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…ht, die feine, weiche Hand kräuselt fortwährend die Seitenlocken oder streichelt den ehrwürdigen Bart. Darauf kommt der Chasan, kokett den Daumen an der Gurgel. Unweit bleibt einer stehen, mit einer großen Laterne. Es ist das der Schames,2) welch…
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…striert. Dafür ist bloßes, armseliges Paradies zu wenig. Er fordert nicht mehr, nicht weniger als seine 310 Welten. Der Chasan hat jahraus, jahrein mit orgelheller Stimme vorgebetet und aus der Thora „vorgeleint". Auch er fordert genau 310 Welten…
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105 — Kiddusch1) und Hawdoloh2) der heilige Trunk". An dem Bärtchen der Heldenfigur finden wir in brüderlicher Einigkeit die wichtigsten Ingredienzien des Versöhnungs- und Laubhüttenfestes: brennende Jom-kippurkerzen, ein Bündchen S'chach3)…
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…rstraße versetzt uns eine jüdisch-deutsche Parodie der Heineschen „Zwei Grenadiere", die einen Freund des unsterblichen Jehuda Leib Gordon zum Verfasser hat, in welcher zwei Chassidim des gefangenen Rabbi auftreten: Zwei Chassidim senen gegangen zü Füß Auf S…
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— 107 — Du hoben sei unterwegs derhört Daß es is a groiß Umglück gekümmen. Reb Srulcie Hegt nebbech, wie a Barg in der Erd, M'hot ihm in Festung genümmen. Die Verbannung schlug den Friedmanns — dies der Familiennamen der Kiziner — gut an. S…
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- 108 — denen wir das Milieu kennen lernen, in welchem der Held sich bewegt. Die Vorrede — Kol-Kore — feiert den mutigen Rabbi, daß er als unerschrockener Held in den Kampf für Wahrheit gegen die von Volksverführern gezüchtete Lüge aufgetre…
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— 109 — Gottesknecht, Reb Beriniu, verhängt wurde. Das Ganze sei offenbar Teufelsspuk, sonst wäre es unverständlich, wie er so schnell das Deutschsprechen und Trefeessen bei Dr. Keitmann, dem damaligen Stadtarzte in Sadagöra, habe erlernen …
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— 110 — Sugen die Chassidim: Nein, nein! Rebbe, die Sach loßt gur gein! Wuren es weißt doch a jeder güt, As frümm gewesen is er nit! Die Berufung auf den S'chüs der Thora, welche aus der Klaus der Sadagörer ihren Weg in die Welt genommen, h…
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— 111 — leichtesten aber ist es, ein Kabbi zu werden. Wer sieh mit Lernen und Geschäftstreiben nicht abrackern will, tut am besten, ein „guter Jüd" zu werden. Lesen, schraben, A Geschäft zü traben, Wer es is nischt genit, Zü Gott a Wink Is …
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…, der Tippisch7), Er macht schoin nischt die Cour, Er stinkt schoin wie ein Ipisch8). „Der Doktor" ist im Tone der seit Moliere gegen die armen Heilkünstler geübten Satire gehalteu. Der Doktor ermahnt den *) Hebr. Bücher. — 2) hebr. sogar. — 3) he…
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— 113 — Totengräber, doch nicht so hochmütig zu sein. Das Hauptverdienst gebühre eigentlich ihm, dem Doktor, der „ohne Messer abschlachte", dessen Feder niemand entrinne. Vom Profit des Totengräbers gebühre ihm also ein erheblicher Teil. Al…
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— 114 — ihr Gewand aus und die Sprachen warfen Wortalmosen hinein, wessen gerade jede entraten konnte. Damit aber das Bündel nicht auseinanderfalle, gab die hebräische Sprache — den „Sack" her. Eine blutige Ironie! Dem seinen Sprachschatz z…