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107 Geiste des jüdischen Aerzlestandes nicht anheften konnten und von diesem Geiste daher jeder äußere Druck abprallen mußte, droht heutzutage auch diesem alten Stamme innere Fäulniß. Nicht als ob es keine großen, vornehm denkenden und dem …
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…ägt und auch mit seinen eigenen schönen Gedichten Erfolge erzielt, und schließlich der gleichfalls aus Ungarn stammende Arthur Schnitzler, der mit seinen Novellen und Dramen sich einen schönen Namen erworben hat. Und daß nicht alle literarisch besonders beg…
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109 Damit habe ich das mitgetheilt, was zu sagen mein Gefühl mich schon seit Langem drängte, und ich danke Ihnen dafür, daß Sie die Freundlichkeit hatten, mich anzuhören. Einer der größten Männer der Gegenwart, ihr größter Philosoph/ der un…
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mf dMntzewer. Ein Beitrag zur deutschen Kulturgeschichte von l-öolxh Kohut. S^as achtzehnte Jahrhundert, das vielgepriesene Zeitalter der Aufklärung, der Toleranz, der Encyklopädisten, des Freimaurertums, des patriarchalischen und gemäßigte…
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…ch in Gefahr begiebt, kommt darin um. Ein solch ehrgeiziger, leichtsinniger und waghalsiger Geselle war der Finanz- und Hofjude des Herzogs Karl Alexander von Württemberg — dieser wurde am 24. Januar 1684 in Stuttgart geboren und starb am 13. März…
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112 Jntriguanten bar, und selbst Manfred Zimmermanni), der ihm wohl am objektivsten gegenübersteht, wagt seine Meinung zu Gunsten des württembergischen Finanzkünstlers nur zaghaft vorzubringen. Es sei hier deshalb der Versuch gemacht, den b…
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113 Inhaber von zwei kaiserlichen Regimentern, Wirklicher Geheimrat und Ritter des goldenen Vließes. Er mußte zwar den Ständen die bündigste Reverse sür völlige Religionsfreiheit des evangelischen Landes ausstellen, die überdies von den dam…
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…vater mütterlicherseits war der hochberühmte und hochgeachtete Rabbi Salmele oder auch Rabbi Salomo zu Frankfurt a. M., Chasan daselbst. Auch seine Mutter Michaele zeichnete sich durch eine herrliche Stimme aus, nicht minder besaß sein Vater, Rab…
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115 mit dem kaiserlichen Generalfeldmarschall - Lieutenant von Heydersdorfft) eingelassen habe. Eine Frucht dieser sündigen Verbindung sei Süß Oppenheimer gewesen. Diese Verdächtigung ist aber, obschon sie in die Anklageakte überging, durch…
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…nannte ihn zu seinem Kriegsfaktor und Schatullenverwalter, und die Prinzessin verlieh chm das Patent eines Hofagenten. „Jud Süß" war kein Mann mit zugeknöpften Taschen, denn er erteilte nicht allein gute finanzielle Ratschläge, sondern griff selb…
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117 Rechts, der Gerechtigkeit, der Wahrheit und Moral — daß die Stimme des Gewissens und die Gebote der Bibel denn doch viel wichtigere und erhabenere Faktoren der ethischen Weltordnung seien, darüber Betrachtungen anzustellen, fiel dem „tr…
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118 Herzogs zu ihm und dessen Haß gegen alle, die seine Pläne nicht unterstützten. Sobald Süß das Heft in Händen hatte, verlor er jede Mäßigung, jedes diplomatische Geschick. Er wurde herrschsüchtig, übermütig, und da die meisten Beamten un…
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119 Seit dem Jahre 1734 hatte Josef Süß Oppenheimer die Münze gepachtet, doch war das Geld, welches der Pächter prägte, noch immer das beste unter allen Scheidemünzen der vielen deutschen Fürsten und z. B. mit den Münzen, welche später der …
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120 Vermieten von Masken beschäftigte er sich, und damit diese jährlichen Karnevalsfeste fleißig besucht werden, erging ein Befehl des Herzogs an seine Beamten, daß sie alle ihre heiratsfähigen Töchter bei Strafe.'des Verlustes einer vierte…
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121 an den Geheimrat Keller in Wien, derselbe solle am kaiserlichen Hofe in Wien das Gesuch um die Erhebung des Süß in den Adelstand befürworten und allenfalls — 1000 Dukaten dafür bezahlen. Es heißt in diesem herzoglichen Schreiben u. A.: …
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122 empfangener Doceurs und Versehungen pro praeterito und in futurum von aller Ansprache frei, mithin daß diesfalls ehedessen emanierte Generale keineswegs auf ihn verstanden und Niemand bei Vermeidung Unserer fürstlichen Ungnade und zu ge…
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123 Ich will darüber nicht rechten, ob in Hinsicht auf das Absolutorium des verstorbenen Herzogs, und da Süß nur ein vor dem Gesetz nicht verantwortlicher Handlanger seines Herrn war, die Verhaftung und spätere Justifizierung des Unglücklic…
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124 bestätigt. Zuerst wurde er in seinem Hause in Privathaft gehalten. Hier wurden ihm Stock und Degen abgenommen, man untersuchte ihn bis aufs Hemd und nahm ihm seine Juwelen ab. Und nun ging mit hoher obrigkeitlicher Erlaubnis die Hetzjag…
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125 Den du auf uns gericht, dir aber selbst gemacht! Nun kannst du in der Ruh ein wenig stille sitzen Und projektieren, was dein Urteil möge sein; Was gilts, die G.wird sobald dich nimmer kützeln Und Niemand reichet dir nunmehro Kauscher-We…
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126 wohlverdienten Lohn durch des Henkers Hand empfangen, ausführlich erzehlet worden von einem aufrichtigen Spiels-Wercks- Mann, aus dessen Munde aber zu Papier gebracht und in eine bessere Ordnung gesetzet von einem Hoch-Teutschen. Nebst …