Mannheim
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  1. 1897-01-01 · 1897 · page 11

    49 schreiben wollen, waren überzeugt, dass die Massregel des Königs, die wir heute zweifellos allesammt ohne Unterschied des Glaubens und der Abstammung als eine empörende Rohheit verabscheuen, menschlich und christlich war. Was die Juden g…

  2. 1897-01-01 · 1897 · page 12

    …en weiss, Theuerung und Hungersnot!!4), welche J) Die Urkunde ist gedruckt bei Korn, S. 165 f., No. 185. Vgl. Klose von Breslau II, 179. 2) Vgl. Höniger, der schwarze Tod in Deutschland, S. 81 und Grünhagens Excurs über die Zeit des Auftretens des…

  3. 1897-01-01 · 1897 · page 13

    5t die Massen zur Verzweiflung trieben. Mit Angst und Sorge folgten die Juden den Ereignissen. Am 27. März 1349 meldet der Rath von Breslau dem Könige, dass die Juden für Leib und Leben fürchten. Kaum eine Woche später, am 2. April, wollten…

  4. 1897-01-01 · 1897 · page 14

    RfipSPiiPg — 52 — brüdern in der Stadt zurückgeblieben war, zuerst die entsetzliche Losung ausgegeben hat, dass es vielleicht auch nur durch den verhetzenden Bericht, dass überall in christlichen Landen den Juden dergleichen Unthaten zugetr…

  5. 1897-01-01 · 1897 · page 15

    …eilegten. In einem Erlass vom 21. Februar 1350 gab er dem Landeshauptmann des Fürstenthums und den Rathmannen der Stadt Breslau die Vollmacht, ״mit denen, die unsere Juden in der obgenannten Stadt ermordet und erschlagen haben, entwedervzu verfahr…

  6. 1897-01-01 · 1897 · page 16

    54 nützlichsten erscheinen würde“ 1). Dass der Rath nunmehr nicht eben allzuscharf Zugriff, darf vermuthet werden. Wahrscheinlich ist keinem der Uebelthäter ein Haar gekrümmt worden. Nur so viel erfahren wir, und zwar abermals ein Jahr spät…

  7. 1897-01-01 · 1897 · page 17

    der Jude die Aussicht, in absehbarer Frist, wenn nicht unberechenbare Zwischenfälle eintraten, ״sichern Leibes und Gutes“ seine Strasse ziehen zu können. Der Rath erhielt für seine Schutzbriefe wesentlich höhere Beträge als bisher, in wenig…

  8. 1897-01-01 · 1897 · page 18

    56 wieder nur Geld zu verdienen. Dass bei alledem Gemeinsinn, Frömmigkeit, Lerneifer, Mitgefühl und Herzenseinfalt in ihrer Mitte nicht erstarben, sondern zusehends erstarkten, ist ein wahres Wunder der göttlichen Leitung der menschlichen G…

  9. 1897-01-01 · 1897 · page 19

    57 darin wohnen, stehen, gehen, sitzen, essen, trinken, schlafen, wachen, ihr Geld ausleihen und wieder einfordem und ihren Vortheil mit ihrem Gelde suchen dürfen in aller der Weise, als ihnen bequemlich ist״. Um den Zinsfuss im Interesse d…

  10. 1897-01-01 · 1897 · page 20

    58!P|P|RHR!p!1p1iP|pil!P9PpPPH!|p1pp1iPM■־ Bald aber wurden die Häuser, in denen sie sich befanden, von hervorragenden Gemeindemitgliedem erworben. Die älteste auf der Ursuliner- Strasse erkaufte Isaak, unter den vielen Gleichnamigen vermut…

  11. 1897-01-01 · 1897 · page 21

    …und männliche18) und weibliche14 * *) Dienstboten —!) Vgl. die Urkunde d. d. Schweidnitz, 21. März 1370 (O., S. 75). In Breslau finden wir 1352 Abraham campanator, Anh. IH, Abth. D, I, No. 11. Die Bezeichnung des Berufes ist auch hier nach der Ana…

  12. 1897-01-01 · 1897 · page 22

    …, dass Noth und Sorge und Elend darüber vergessen werden. Die Leitung dieser Studien hatte der Bischof Isaak3), der von Liegnitz nach Breslau gekommen war, in Händen. Er scheint ein vermögender Mann gewesen zu sein und eine feste Besoldung aus der …

  13. 1897-01-01 · 1897 · page 23

    Beamte, den wir in den Steuerlisten als den ״Läufer des Bischofs״ kennen lernen1), ist wahrscheinlich sein Amtsbote und Gerichtsvoll־ zieher gewesen. In seiner Eigenschaft als Gemeinderabbiner genoss der Bischof das Vorrecht der Steuerfreih…

  14. 1897-01-01 · 1897 · page 24

    … 115) als höchst fleissig und verdienstvoll anerkennt, über ״Schlesiens wissenschaftliche Zustände im 14. Jahrhundert“ (Breslau, 1850) S. 5, 7, 9, 15, 18, 24 f. 30, 36, 44 und 46 beigebracht hat, und es auch nur mit dem knappen Durchschnittsmaass …

  15. 1897-01-01 · 1897 · page 25

    Feuersbrunst heimgesucht. Im Getümmel wurden die Juden geplündert und bis auf wenige, die dem Tode die Taufe vorzogen* 1), ermordet. Und erstaunlich, welche Wandlung in den Anschauungen über Raub und Mord an den jüdischen Mitbürgern sich hi…

  16. 1897-01-01 · 1897 · page 26

    …se Breslauer Beispiel aber wirkte ansteckend auf andere scMesische Städte. Dazu kam, dass bald nach der Feuersbrunst in Breslau schwere Prüfungsjahre über das ganze Land hereinbrachen. 1361 wurden die Bewohner von einer entsetzliehen Hungersnot!!2…

  17. 1897-01-01 · 1897 · page 27

    …uf der Folter den Juden Yla, damals in Neumarkt und früher in Guhrau wohnhaft, der Giftmischerei beschuldigt habe1). In Brieg zog sich die Untersuchung wegen des Mordes bis zum Jahre 1363 hin. Dann wurden die Mordgesellen, als Karl IV seine vier…

  18. 1897-01-01 · 1897 · page 28

    66 Liegnitz *), Neisse* 2), Neumarkt3), Ohlau4), Schweidnitz5), Trebnitz6) und Teschen7) sind aus dieser Zeit nur vereinzelte Nachrichten auf uns gekommen, aus denen ein zusammenhängendes Bild ihrer Schicksale sich nicht gewinnen lässt. 2. …

  19. 1897-01-01 · 1897 · page 29

    …sser Landbücher, f. 48b). Am 23. August 1384 bekennen die Rathmannen von Neisse, dass Chaman Jude vom Herzog Przemko v. Troppau (XI, 12) 2000 Mk. pragerisch Groschen erhalten habe. 6) 1373 wird eine Jüdin in Cosel und ein Jude in Peiskretscham erw…

  20. 1897-01-01 · 1897 · page 30

    …m mächtigste Herrscher in Schlesien war. Der ausgedehnte fruchtbare Landstrich von den ersten Erhebungen des Bodens bei Striegau und Freiburg bis zum Kamme des Riesengebirges und von Bunzlau bis zu den Ausläufern des Erzgebirges war ihm unterthänig…