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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1897-01-01 · 1897 · page 21

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1897
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720977--20-2724613
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59 friedigung. Den niederen Synagogendienst versahen die Glöckner1), die in der Regel in der Nähe der Betstube2 *) ihre Wohnung hatten. Gebetriemen, Pfostenschriften und dergleichen für den synagogalen Bedarf unentbehrliche Erzeugnisse der Schreibkunst fertigte Smogil perminter8), d. h. der Pergamentsschreiber, an. Für des Leibes Nothdürft, insoweit es sich um erlaubten Fleischgenuss handelte, sorgten die Metzger Jacob4) und sein Bruder Mockey5) und Smogil6 *). An Medicinalpersonen gab es eine Geburtshelferin Malkaymי) und Abraham, einen Augenarzt8). Zur religiösen Unterweisung der Jugend boten die Schulmeister Kadzeym9) und Muscho10 *), vielleicht auch David41) den Gemeindemitgliedem ihre Dienste an. Grössere Auf- Wendungen für den Unterricht ihrer Kinder machten die reichen Leute. Zu dem Personal, das sie besoldeten — wir finden bei ihnen Schreiber und Buchhalter12 *) und männliche18) und weibliche14 * *) Dienstboten —!) Vgl. die Urkunde d. d. Schweidnitz, 21. März 1370 (O., S. 75). In Breslau finden wir 1352 Abraham campanator, Anh. IH, Abth. D, I, No. 11. Die Bezeichnung des Berufes ist auch hier nach der Analogie des christlichen Cultus gebildet. In Nürnberg hiess derselbe Beamte in einem Verzeichniss vom 10. September 1338 ״Mesner“, (Würfel, hist. Nachrichten von der Juden- Gemeinde in Nürnberg, S. 42, neu abgedruckt von Stern, die isr. Bevölkerung der deutschen Städte, HC, Nürnberg im Mittelalter, S. 18, [No. 132] ו. 2) Auf der sehr kurzen Gerbergasse, auf der sich die ״nwe jude schule“ befand, wird bereits 1348 ein Haus als ״der juden glockener“ zunächst liegend bezeichnet, vgl. Markgraf, die Strassen Breslau’s nach ihrer Gesch. und ihren Namen, S. 53 ff. 3) Anh. III, D, I, No. 173, vgl. 179. 4) Das. 61. *) Das. 117. 6) Das. 177. ל) Das. 84. 8) Das. 10. 9) Das. 96. 1׳>) Das. 123. 1!) Das. 43. 12) Für solche halte ich die scriptores Abraham (das. 12), den wir 1357—1359 bei Ishac, Ysaac (das. 89), den wir 1352 bei Lawentin (das. 103), Michael (das. 116), den wir 1359 bei Baruch (das. 31), und Sybothe (184), den wir 1352 bei Schidczinna Smogelissa von Glatz (No. 165) finden. Smoyl scriptor apud Abraham campanatorem (No. 172), der zu den Judei hic morantes et nichil Regi et Civitati dantes gehörte, möchte ich für identisch mit Smogil perminter od. pergamenista (das. S. 173, vgl. oben Anm. 3) halten. 13) Wir treffen 1353 Abrusch (das. 16) als servitor des Cochancz von Neisse (38), und schon 1345 Lazarus (105) als famulus Abrae de Novoforo (No.8). 14) Bei Arnold von Görlitz (das. 19) diente 1357—1359 Slawa als ancilla, und bei Baczawa (30) in ders. Zeit Swetlicza als famula. 2*

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