Mannheim
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  1. 1897-01-01 · 1897 · page 2

    …ttags 11 Uhr, Wallstrasse 1b, 2 Tr. Voran geht: Geschichte der Juden in Schlesien. II. Von 1335—1400. Von Dr. M. Brann. BRESLAU. Druck von Th. Schatzky, Neue Graupenstr, 5. 1897.

  2. 1897-01-01 · 1897 · page 3

    …nhagen, Reg. 1678. Bier mann, Troppau, S. 107. VgL oben S. 18, n. 5). Am 13. August 1345 wies König Johann dem Rath von Breslau für die ihm geliehenen 1400־ Mark die Zinsen und Anlagen auf die Breslauischen Juden an mit der Verfügung, dass sie die…

  3. 1897-01-01 · 1897 · page 4

    …oss- und Münzgeld 546 Mark. Stenzei, Gesch. Schlesiens, 287). Am 27. November 1348 übertrug König Karl IV. dem Rath von Breslau für die 500 Mark Groschen, deren er zum Rückkauf von Frankenstein benöthigt gewesen, die Befugniss, die Judensteuern in…

  4. 1897-01-01 · 1897 · page 5

    …ür eine Schuld von 37ya Mark, die der Herzog beim Juden Muscho aufgenommen hat (Z. XI, S. 432, No. 912). — Der Rath von Breslau allein zahlte 1301 an die Juden l(^/4 Mark (Henr. Paup., S. 6. Stobbe 236) Zinsen, 1307 zwei Mark (Henr. P. S. 17) 1309…

  5. 1897-01-01 · 1897 · page 6

    …oder in Antheilen käuflich an sich zu bringen. Im vierzehnten Jahr־ hundert besassen und erwarben diese Rechte Breslau, Brieg, Frankenstein, Glatz, Glogau, Görlitz, Grottkau, Haynau, Hirschberg, Jauer, Lähn, Liegnitz, Löwenberg, Münster־ berg, Ö…

  6. 1897-01-01 · 1897 · page 7

    … neuen Befugniss Gebrauch und nahmen einige reiche Juden aus Münsterberg, Neumarkt und Strehlen auf beschränkte Zeit in Breslau auf2). Und wie wurden ihnen die übrigen alten und neuen Zusagen gehalten? Die Thatsache, dass an eben demselben Tage, a…

  7. 1897-01-01 · 1897 · page 8

    …seine Pfennige. Von den 58 Familienvätern, die wir dabei kennen lernen, zahlten 25 weniger als einen Vierdung *) Klose, Breslau, II, 1, 13S. 189. Stenzel a. a. O. hat S. 199 die Jahreszahl 1342, S. 285 aber ebenfalls 1841. Luchs, das äussere Wachs…

  8. 1897-01-01 · 1897 · page 9

    47 (= 5,50 Mk.), darunter 13 einen viertel bis einen ganzen Groschen (= 1272 bis 50 Pf.) Jahreszins. Nur Jordan von Liegnitz zahlte über drei, Scabdey von Hirschberg und Salomon zwei Mark und darüber, die übrigen dreissig aber eine Mark und…

  9. 1897-01-01 · 1897 · page 10

    48 — ungeschmälert bleiben sollten1). Aber dieser osteuropäischen Beschränktheit des Gesichtskreises der plastischen Herzoge, die in dem Juden jener Tage immer noch ein Wesen mit gewissen Ansprüchen auf Menschenrechte erblickte, war König J…

  10. 1897-01-01 · 1897 · page 11

    49 schreiben wollen, waren überzeugt, dass die Massregel des Königs, die wir heute zweifellos allesammt ohne Unterschied des Glaubens und der Abstammung als eine empörende Rohheit verabscheuen, menschlich und christlich war. Was die Juden g…

  11. 1897-01-01 · 1897 · page 12

    …en weiss, Theuerung und Hungersnot!!4), welche J) Die Urkunde ist gedruckt bei Korn, S. 165 f., No. 185. Vgl. Klose von Breslau II, 179. 2) Vgl. Höniger, der schwarze Tod in Deutschland, S. 81 und Grünhagens Excurs über die Zeit des Auftretens des…

  12. 1897-01-01 · 1897 · page 13

    5t die Massen zur Verzweiflung trieben. Mit Angst und Sorge folgten die Juden den Ereignissen. Am 27. März 1349 meldet der Rath von Breslau dem Könige, dass die Juden für Leib und Leben fürchten. Kaum eine Woche später, am 2. April, wollten…

  13. 1897-01-01 · 1897 · page 14

    RfipSPiiPg — 52 — brüdern in der Stadt zurückgeblieben war, zuerst die entsetzliche Losung ausgegeben hat, dass es vielleicht auch nur durch den verhetzenden Bericht, dass überall in christlichen Landen den Juden dergleichen Unthaten zugetr…

  14. 1897-01-01 · 1897 · page 15

    …eilegten. In einem Erlass vom 21. Februar 1350 gab er dem Landeshauptmann des Fürstenthums und den Rathmannen der Stadt Breslau die Vollmacht, ״mit denen, die unsere Juden in der obgenannten Stadt ermordet und erschlagen haben, entwedervzu verfahr…

  15. 1897-01-01 · 1897 · page 16

    54 nützlichsten erscheinen würde“ 1). Dass der Rath nunmehr nicht eben allzuscharf Zugriff, darf vermuthet werden. Wahrscheinlich ist keinem der Uebelthäter ein Haar gekrümmt worden. Nur so viel erfahren wir, und zwar abermals ein Jahr spät…

  16. 1897-01-01 · 1897 · page 17

    der Jude die Aussicht, in absehbarer Frist, wenn nicht unberechenbare Zwischenfälle eintraten, ״sichern Leibes und Gutes“ seine Strasse ziehen zu können. Der Rath erhielt für seine Schutzbriefe wesentlich höhere Beträge als bisher, in wenig…

  17. 1897-01-01 · 1897 · page 18

    56 wieder nur Geld zu verdienen. Dass bei alledem Gemeinsinn, Frömmigkeit, Lerneifer, Mitgefühl und Herzenseinfalt in ihrer Mitte nicht erstarben, sondern zusehends erstarkten, ist ein wahres Wunder der göttlichen Leitung der menschlichen G…

  18. 1897-01-01 · 1897 · page 19

    57 darin wohnen, stehen, gehen, sitzen, essen, trinken, schlafen, wachen, ihr Geld ausleihen und wieder einfordem und ihren Vortheil mit ihrem Gelde suchen dürfen in aller der Weise, als ihnen bequemlich ist״. Um den Zinsfuss im Interesse d…

  19. 1897-01-01 · 1897 · page 20

    58!P|P|RHR!p!1p1iP|pil!P9PpPPH!|p1pp1iPM■־ Bald aber wurden die Häuser, in denen sie sich befanden, von hervorragenden Gemeindemitgliedem erworben. Die älteste auf der Ursuliner- Strasse erkaufte Isaak, unter den vielen Gleichnamigen vermut…

  20. 1897-01-01 · 1897 · page 21

    …und männliche18) und weibliche14 * *) Dienstboten —!) Vgl. die Urkunde d. d. Schweidnitz, 21. März 1370 (O., S. 75). In Breslau finden wir 1352 Abraham campanator, Anh. IH, Abth. D, I, No. 11. Die Bezeichnung des Berufes ist auch hier nach der Ana…