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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1897-01-01 · 1897 · page 3

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1897
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720977--02-2724595
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3. Kapitel. Die Katastrophe (1335—1580). 1. Vom Tode Heinrichs VI. bis zum grossen Sterben in Schlesien» (1335—1362). In den Landschaften, welche der staatskluge Luxemburger seinem Königreiche Böhmen als unmittelbaren oder mittelbaren Besitz angegliedert hatte, hob sich zusehends der Wohlstand der Bevölkerung. Ueberall in den Städten erblühte Handel und Gewerbe und erstarkte allmählich das Selbstbewusstsein der Bürgerschaft. Gleichzeitig wucherten in den Lehnsfürstenthümem und in den unabhängig gebliebenen Herzogthümern die alten Schäden fort1). Durch die endlose Zersplitterung der Gebiete und das Elend der Kleinstaaterei sank mehr und mehr die Macht und das Ansehen des herzoglichen Namens. Um der ewigen Geldnoth abzuhelfen, gaben die Landesherren den zahlungsfähigen Städten gegen baare Summen willig ein Vorrecht nach dem andern hin2) und schmälerten so mit eigener x) Grünhagen, Gesch. Schlesiens I, 153 und oben S. 16 f., 83, 3) Hierzu gehörte u. A. die Massifegel, dass sie ihnen nicht selten auf Zeit oder Dauer die Steuern verpfändeten, welche sie von den Juden der betreffenden Ortschaften erhoben. Schon 1281 am 19. September übertrug Herzog Nicolaus v. Troppau (XI, 1) den Bürgern dieser Stadt die Bin־ künfte, die er bisher von den Juden hatte, und sprach sie dafür von den Dienstleistungen und Zahlungen an ihn selbst für die Zukunft frei (Grünhagen, Reg. 1678. Bier mann, Troppau, S. 107. VgL oben S. 18, n. 5). Am 13. August 1345 wies König Johann dem Rath von Breslau für die ihm geliehenen 1400־ Mark die Zinsen und Anlagen auf die Breslauischen Juden an mit der Verfügung, dass sie dieselben in Abschlag bis zur völligen Tilgung der Schuld einnehmen sollten. (Klose, Breslau, II, 152. Damals 1

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