Mannheim
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  1. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 9

    …t, und für die auch Deutschland keine Ausnahme bildet. Im Mausoleum zu Charlottenburg, der Stätte, wo die Gebeine König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und seiner Gemahlin, der Königin Louise ruhn, sah eine Jüdin das Bild des Gekreuzigten an der Wand, und da…

  2. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 10

    183 sonderen Gaben und in geistreicher Weise bezeugt wird, wirkt. Der geistvolle Apollo schafft nicht mehr als der einfache, nüchterne, praktische Jakobus. Wenn nur das Evangelium selbst den Herzen nahe gebracht wird, dann beweist es sich i…

  3. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 11

    183 Eben jener Kolporteur trat bei einer Jüdin ein; er erzählte ihr, .was fromme Leute in Deutschland und England thun, um das Evangelium zu verbreiten, wie gar Viele ihr Land verließen und zu barbarischen Nationen gingen, wie sie auch die …

  4. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 12

    184 öfters waren auch Juden und Jüdinnen bei diesen Versammlungen zugegen; an manchen Orten konnte der Raum die Gekommenen nicht fassen. Insbesondere aber hat Miss. Flad auch auf Missionsjahresfesten in Folge Aufforderung der Geistlichen An…

  5. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 13

    185 Blättern sind die Juden ernstlich davor gewarnt worden, sich mit demselben in Gespräche einzulassen, oder von ihm Bücher zu kaufen; diese Warnungen förderten jedoch sein Werk eher, als daß sie dasselbe gehindert hätten. An einem Orte be…

  6. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 14

    186 sie nun sehen, daß dieselben gleichfalls ihre Traditionen haben, welche sie mit dem stolzen Namen der Philosophie belegen, dann kommt ans ihrer Mitte da und dort doch Einer zum Missionar, um das innere Hungern des Herzens durch die laut…

  7. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 15

    187 auf Gründe und Beweise nicht hören. Die Tochter dagegen, eine wohl unterrichtete junge Dame, die gut Hebräisch konnte und ein Regierungszeugniß als Lehrerin erster Klasse hatte, ließ sich gern in ein Gespräch über die Hauptlehren des Ch…

  8. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 16

    188 sich Jener im Unterricht befunden, in Anschlag brachte. Doch machte der Missionar diesen Gegenstand nun zum besonder» Gegenstand seines Unterrichts und glaubte, daß es ihm gelungen wäre, die betrügliche Idee von der Rechtfertigung zu Sc…

  9. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 17

    18S haben? Sie haben selbst Religionsunterricht gehabt und sich vorbereitet, Andern solchen zu ertheilen." Die Katechumenen entgegneten: „Man hat uns nie gelehrt, in die Prophezeiungen einen Blick zu thun, noch haben wir je die Schrift so g…

  10. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 18

    ISS eigenen Wohnung umsehn, denn ich will mit Christen nicht leben!" Sie mußten also gehn und leben nun von ihm getrennt. Aber das war nicht Alles. Ihre jüdischen Verwandten thaten, was sie konnten, um die Entlassung von Frl. M. aus den Sch…

  11. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 19

    191 „Die Juden hierorts sind sehr fanatisch; sie haben eine Bruderschaft errichtet, deren Wirksamkeit von ihren Anhängern sehr gefürchtet wird. Dieselbe hat über sie eine schreckliche Macht, die selbst über das Grab hinausreicht; denn sie g…

  12. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 20

    ISS hatten die Missionare in einer Synagoge selbst Gelegenheit ihr Zeugniß abzulegen. Als sie in dieselbe eintraten, waren etliche Juden daselbst anwesend, mit dem Studium des Talmud beschäftigt. Alle verließen sogleich ihren Platz und umri…

  13. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 21

    193 Religion zu erschüttern. Der Talmud, gegen dessen Studium Sie gesprochen haben, und den Gott dem Mose gleichzeitig mit den 10 Geboten übergab, ist eine Erklärung des schriftlichen Gesetzes, ohne die wir nicht wissen würden, wie dasselbe…

  14. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 22

    194 den zwei Festtagen ganze Schaaren von Juden zu dem Gasthause kamen, und so der Missionar in den Stand gesetzt wurde, ihnen das Evangelium von Christo zu verkündigen und viele Traktate und Neue Testamente zu verkaufen. Einer der Käufer w…

  15. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 23

    195 unter die Juden, und bei etlichen wenigstens fand ihre Botschaft eine gute Aufnahme. Zwei Familien aus Israel, deren eine aus vier Personen bestand, alle Orientalen, wurden der Gemeinde der Gläubigen hinzugethan. Die Zahl der jüdischen …

  16. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 24

    196 Straße, in welcher sich der Bücherladen befindet, .ebenfalls einen Laden. Derselbe kaufte einige Traktate und kam dann am Abende, um sich in ein freundliches Gespräch einzulassen. Später vereinigte er sich mit den Getauften an ihren Abe…

  17. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 25

    197 Mann derselben sagte: „Ich bin durch alle Arten von Sünde hindurchgegangen und habe nirgends Ruhe und Trost gefunden; seitdem ich aber den Proselhten H. sah, der aus einem wilden Thier in ein Lamm verwandelt ist, beneide ich ihn. Ich un…

  18. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 26

    …ner Familie geschah, wohnten der deutsche Pastor und seine Gemeinde dem Gottesdienst in der Christus-Kirche bei. Am St. Andreastage fanden besondere Missionsgottesdienste statt, die Missionare der Kirchlichen Missionsgesellschast hielten hierbei einen…

  19. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 27

    199 ein Fragen freilich nicht nach dem Wege des Heils, wohl aber nach etwas Anderem, als es die jüdischen Fabeln sind, zu erwachen beginnt. Das hilft aber dem Missionswerke selbst, wie es die entschiedene und heftige Verfolgung beweist, dur…

  20. 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 28

    300 wort des Sultans auf sich warten ließ, so that man Schritte, um die Bewohner des Mizpeh auszuhungern, indem man dasselbe beobachtete, als wäre es in Quarantaine. Den jüdischen Fleischern und Ladenbesitzern erlaubte man nicht, den Missio…