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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
11-12 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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ISS eigenen Wohnung umsehn, denn ich will mit Christen nicht leben!" Sie mußten also gehn und leben nun von ihm getrennt. Aber das war nicht Alles. Ihre jüdischen Verwandten thaten, was sie konnten, um die Entlassung von Frl. M. aus den Schulen, an denen sie angestellt war, zu erreichen und auch um diejenigen gegen sie einzunehmen, bei denen sie Privatunterricht ertheilte. Unglücklicherweise erreichten sie ihren Zweck der armen Dame zu schaden, sie verlor allen ihren Privatunterricht und eine ihrer Schulen. Alle diese Heimsuchungen kamen über sie eine nach der andern, aber ihre christliche Tapferkeit verließ sie niemals. Lächelnd sagten sie: „Es ist wahr, wir hatten Verlust zu erleiden, aber wir haben Christum gewonnen". Jetzt nehmen sie ein herzliches Interesse an allen christlichen Werken. Der junge Mann, obgleich den ganzen Tag und die ganze Woche über beschäftigt (er hat eine verantwortliche Stelle in einem Geschästshause), findet dennoch Zeit, um Herrn Mc. All in seinen Bemühungen unter den arbeitenden Klassen und in seinen Sonntagsschulen zu helfen. Außerdem betheiligt er sich lebhaft als Mitglied an dem französischen Zweige der Gesellschaft junger christlicher Leute; seine Schwester hat auch eine Sonntagsschulklasse und hilft in einigen Abendschulen. Also auch in jenem großen Babel finden sich solche Juden, welche die Schmach Christi als die höchste Ehre erkennen. 7. Kußland. Rußland, in dessen weiten Gebieten nach der neuesten Zählung 2,840,000 Juden wohnen, bleibt auch das wichtigste Missionsfcld; und daß die Londoner Mission daselbst hat Fuß fassen dürfen, wenn auch zunächst nur im Königreich Polen, zählt sie mit Recht zu den besonders freundlichen Führungen Gottes. Die russischen Beamten kommen den Missionaren sehr freundlich entgegen, und diesem Umstande, sowie dem andern, daß die lutherische Kirche die Mission treulich fördert, hat es letztere besonders zu danken, daß sie die mancherlei Schwierigkeiten, welche ihr leicht dort in den Weg treten können, bisher ohne Mühe überwunden hat. Ein gutes Verhältniß zu der evangelischen Landeskirche ist denn auch für die Mission selbst und für die Proselyten derselben noch insbesondere recht eigentlich die Lebensbedingung. Der Kampf mit dem polnischen Judenthum aber ist kein leichter. Der Gouverneur von Suwalki theilte dem Missionar mit:

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