Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 34 (1878)
- Issue
- 11-12 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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197 Mann derselben sagte: „Ich bin durch alle Arten von Sünde hindurchgegangen und habe nirgends Ruhe und Trost gefunden; seitdem ich aber den Proselhten H. sah, der aus einem wilden Thier in ein Lamm verwandelt ist, beneide ich ihn. Ich und meine Familie wollen seinem Beispiele folgen." 9. Malische Wrkei. Auch das Missionswerk in der Asiatischen Türkei litt unter den Wehen des Krieges. Missionsreisen mußte Pred. Eppstein in Smyrna ganz unterlassen, denn das Innere des Landes war durchaus unsicher, und an manchen Orten herrschte völlige Anarchie. Selbst die Städte befiel mehrfach ein panischer Schrecken, und einige Male fürchtete man, daß die muhamedanische Bevölkerung in einem Anfalle von Erregung oder Verzweiflung sich erheben und die Christen hinschlachten möchte. Magnesia jedoch durfte der Missionar besuchen, aber er kann sich nicht erinnern, daß er jemals so beleidigt und bedroht worden wäre, als bei seiner diesmaligen Anwesenheit an jenem Orte, und er verließ Magnesia mit wehem Herzen. .Entmuthigt ist Prediger Eppstein jedoch keineswegs, sondern er bleibt auf seinem Posten, zur Arbeit wie je zuvor entschlossen; seine ärztlichen Kenntnisse öffnen ihm auch stets von Neuem den Zugang zu den Juden. Dasselbe gilt von Jerusalem. Der Same des Worts ist hier fort und fort genug ausgestreut worden. Die Lebensschicksale von mehr als 40 der allhier im Laufe der Jahre Getauften und nun zerstreut hin und her Wohnenden sind bekannt. Etwa ein halbes Dutzend derselben hat seinem Bekenntnisse Schande gemacht, die größere Mehrzahl lebt ehrbar in verschiedenen Professionen, 11 sind im Missionswerk oder im Kirchendienst angestellt. Von der Zahl derer, die in der Christuskirche zu Jerusalem getauft worden sind, leben noch 23 Bekehrte in Jerusalem selbst, etwa noch ein halbes Dutzend andere sind anderswo getauft. Mit Ausnahme von einem oder zwei leben diese alle mit ihren Familien ehrbar und achtbar als beständige Glieder der Kirche, der sie angehören. Im Punkte der christlichen Erkenntniß und des Wandels übertreffen sie der Regel nach dieselbe Klasse einer gewöhnlichen englischen Parochialgemeinde, und diese Thatsache hat unzweifelhaft beträchtlich die Vorurtheile der Juden gegen die Mission im Allgemeinen gemildert, wenn sie auch über das unbeständige Leben derer sehr laut sprechen.