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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 11-12 (1878) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
11-12 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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194 den zwei Festtagen ganze Schaaren von Juden zu dem Gasthause kamen, und so der Missionar in den Stand gesetzt wurde, ihnen das Evangelium von Christo zu verkündigen und viele Traktate und Neue Testamente zu verkaufen. Einer der Käufer war der Schwiegersohn des Rabbi, ein anderer der Vorsänger, ein wohlunterrichteter Mann, der in Amerika gewesen war und viel von Moody sprach, vor dem er große Achtung hatte. Später besuchten den Missionar auch einige dieser Juden in Warschau, nachdem sie sich zuvor die Adresse desselben erbeten hatten. Welche Ausnahme die Missionsschriften fanden, wird man daraus ermessen, daß in der Stadt L. der Missionar in seinem Zimmer und der Kolporteur auf den Straßen an einem Tage 82 Alte Testamente, 9 ganze Neue Testamente, 79 Stück der 4 Evangelien, 62 Psalmen, 81 Stück der 5 Bücher Mosis und 272 Traktate verkauften. In der That, die Missionsarbeit in Polen geht aus dem Vollen heraus vor sich. Sonst unterstützt die Londoner Mission noch das Werk des Pastor Faltin in Kischineff. Die Fortschritte allhier sind nicht gewöhnlicher Art. Pastor Faltin durste während des einen Jahres 26 Juden taufen, und das aus einer viel größeren Zahl von Taufbewerbern heraus; besonders erwähnt er eine Familie, aus Vater, Mutter und 7 Söhnen bestehend. „Es war", so schreibt dieser würdige Geistliche selbst, „ein herrlicher Anblick, sie alle, Eltern und Kinder, um den Taufstein knieen und das Sakrament der Taufe empfangen zu sehn". Diese Familie hatte viele Entbehrungen um Christi willen zu erleiden, und ihr Unterhalt war für den Missionar bei den beschränkten Mitteln, über die er zu gebieten hat, eine große Sorge und Last. 8. Europäische Türkei. Trotz des Krieges haben die Missionare ununterbrochen ihr Werk fortgesetzt; predigte doch auch das Elend desselben ganz von selbst, daß es ein köstliches Ding sein müßte, wenn es einen Friedefürsten gäbe, der allem Hader ein Ende machen könnte. Das Evangelium kennt einen Solchen, der Frieden auch im ärgsten Streit und unter aller Unruhe des Lebens bringt, aber allerdings nur die erfahren seinen Frieden, welche seiner Stimme gehorchen und welche ihm das Herz ergeben. Hierzu mahnend traten die Missionare

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