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Einladungsschrist zu der am 23., 24. und 2 5. März 1875 stattfindenden öffentlichen Prüfung der Realu. Volksschule der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. Von dem Director vr. Baerwald. Znyalt: 1. Zur Geschichte der Schule. Zweiter T…
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Dem ersten Beitrage zur Geschichte unserer Schule, welcher Ostern 1869 als Einladungsschrift zur öffentlichen Prüfung unserer Zöglinge erschienen ist, folgt hier ein zweiter. Er greift, früher Mitgetheiltes ergänzend, noch einmal zurück in …
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…len ein über das pädagogische hinausgehendes kulturgeschichtliches Interesse verleiht. Während nun anderswo, in Berlin, Breslau, Seesen, Dessau, Wolfenbüttel israelitische Schulen im modernen Sinne in's Leben traten, so verdient, als etwas, was fü…
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— 5 — wie einst das Dessauer Philanthropin, Gesinnungsgenossen aus Nah und Fern zur Förderung der guten Sache mit Erfolg herbeirief. Dem Namen aber sollte auch die Sache entsprechen, denn die Anstalt bezweckte nach ihrem Prospectus nicht ge…
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- 6 - ließ,*) zu Rathe gezogen wurden und daß einzelne Bestimmungen derselben wesentlich ihrem Einflüsse zuzuschreiben sind.**) Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die Stättigkeit, welche die „Verfassung, Verwaltung, die Rechte und Ver…
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die in der Stättigkeit enthaltenen Grundzüge einer Organisation des jüdischen Unterrichtswesens unter ihrem Einflüsse entworfen sein werden. Das jüdische Schulwesen sollte demnach dem Einflüsse der Rabbiner gänzlich entzogen und, wie das ch…
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„Ueber einen auszumittelnden Schulfond und dessen Zuflüsse hat der jüdische Gemeindevorstand mit dem fürstlichen Commissair der Schul-Curatel Vorschläge zu machen und diesen Gegenstand mit derselben zu reguliren. Es sind hierzu die bei der …
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— 9 — Aufmerksamkeit und das Interesse der Eltern und Kinder von den alten jüdischen Schulen und ihren Disciplinen ablenkte, desto mehr verfielen dieselben, bis sie endlich ganz verschwanden, um neuen Schulen Platz zu machen, welche den Leh…
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- 10 — vierten (!) bis zum 15. Jahre durchzumachen hätten. Die Kinder der ersten und zweiten Klasse, d. h. die Kinder von 4—6 und von 6—8 Jahren sollten täglich von 8—12 und von 2—5 Uhr unterrichtet werden, in der dritten Klasse sollte der …
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— 11 — überall in Deutschland bemerken kann, seitdem die Forderungen des Lebens gebieterisch an die ihnen völlig verschlossenen Pforten der gelehrten Schulen herantreten. Die erste deutsche Realschule, welche Christoph Semler 1739 in Halle …
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- 12 — Unterrichtszwang am gelindesten und zweckmäßigsten fahren werde."'") Ihm wuchs der Muth, er faßte den Gedanken, auf einem freien Platze, umgeben von Gartenanlagen, die Raum zur Erholung und zu gymnastischen Uebungen darböten, ein gro…
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…tor scheint für die neue Schule schon designirt gewesen zu sein, es wurde als solcher der in Rödelheim lebende Gelehrte Wolf Heidenheim genannt, es meldeten sich auch bereits Lehrer. ^) Man hatte Anfangs geglaubt, schon im Mai 1810 die neue Schule eröffne…
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— 14 - selben. Einwendungen wurden zunächst gegen den Umfang erhoben, in welchem die vorhandenen Stiftungen für die Zwecke der neuen Schule verwendet werden sollten und es erfolgte im November 1809 ein fürstlicher Erlaß, welcher die in der …
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— 15 - Enthusiasmus für die neu zu begründende Schule. Der für dieselbe begonnene Umbau des Compostell war noch lange nicht fertig, als die Gründung des Großherzogthums Frankfurt eine neue Situation schuf und als, gerade ein Jahr später, am…
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— 16 - an: höchst besteuerten Gememdemitgliedern fünfzehn von der Regierung zu Notabeln ernannt^), deren Functionen darin bestanden, die Mitglieder zu den erledigten Stellen der Verwaltungsbehörden zu wählen und bei Erledigung der Ober- und…
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- 17 — mit der uneigennützigsten Hingebung seiner Vorsteher lediglich dem Wohle des Ganzen diente. Der Fortbestand dieser Anstalt schien aber gefährdet. Obgleich nämlich die Anzahl der zahlenden Schüler von Jahr zu Jahr gewachsen war, so ha…
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— 18 — stirt, ^erachte, daß der Ertrag des Schulgeldes für einen Vater vieler Kinder sehr beträchtlich ist, so wird man leicht den hohen Grad des Strebens zur Bildung, welches die Israeliten belebt, erkennen. Dieses Alle zum Guten führende …
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- 19 — von dem Gedanken aus, daß „eine Schule auf die besonderen Verhältnisse des Publikums, für das sie errichtet werde, berechnet sein müsse". Da nun der größere Theil der jüdischen Gemeinde zum Handelsstand gehöre, so genüge ihm eine Vol…
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— 20 — Vorliebe für irgend eine Idee, entworfen hätten und daß derselbe, als den Lokal-Verhälwissen vollkommen angemessen, nach erfolgter Genehmigung sicherlich die Zufriedenheit des ganzen aufgeklärten Publikums erlangen werde. Die großher…
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- 21 - große Anzahl jüdischer Eltern für ihre Kinder eine höhere Bildung erstrebt, ist eine in der jüdischen Lebensauffassung begründete Eigentümlichkeit und uralte Uebung*). Nachdem nun durch die Begründung des Philanthropin und der andere…