Mannheim
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  1. 1869-01-01 · 1869 · page 2

    Jahresbericht des jüdisch -theologichen Seminars „ Fraenckel’scher Stiftung “. Breslau, am Gedächtnisstage des Stifters, den 27. Januar 1869. Voran geht: Die Flavins Josejlnis leigelegte ScMft Uete iie Herr…

  2. 1869-01-01 · 1869 · page 3

    Die religionsphilosophischen Schriften ans dem Kreise des jiidh sehen Hellenismus bieten heute den Anblick eines Trümmerfeldes dar. Von einer Literatur, welche eine der merkwürdigsten Entwickelungen des Judenthums in sich schliesst und die …

  3. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 2

    …und abgeschrieben2), den deuterokanonischen Schriften des Alten Testamentes angereiht und mit dem klangvollen Namen des Flavius Josephus geziert3); in neuerer Zeit eben so häufig übersetzt4) und gedruckt5), wie wenig gekannt und geachtet; lange Zeit fast v…

  4. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 3

    3 ursprüngliche Ganze in’s Auge gefasst oder über Einzelheiten übersehen und in ein falsches Licht gerückt wird. Einstimmig ist nun zwar das christliche Alterthum in seinem Lobe. Έίη nicht unedles Kunstwerk* (ovx άγεννές σπούδασμα) ist es z…

  5. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 4

    4 I. Griechen und Römer haben religiöse Vorträge nicht gekannt. Sie, denen die Macht und der Zauber der Rede wie keinem andern Volke zu Gebote stand, welche die Kunst der Beredsamkeit zu nie wieder erreichter Höhe emporführten, haben es ver…

  6. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 5

    …den Gelehrsamkeit für ein begrenztes Gebiet schon Vitringa versucht; doch die würdigste Lösung fand die Aufgabe erst in Leopold Zunz’s ‘Gottesdienstlichen Vorträgen der Juden/ Aber wenn Griechen und Börner die heilige Beredsamkeit der Juden nicht kannt…

  7. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 6

    6 glaubwürdiger Nachrichten,' sondern noch heute uns erhaltene, in griechischer Sprache abgefasste, jüdische Homilien und Predigten treten als Zeugen für die Thatsache auf, dass lange Zeit vor dem Aufblühen der christlichen Kanzelberedsamke…

  8. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 7

    7 moralischen, philosophischen Inhalts*); sie standen auf dem Grunde der hei den Griechen zwar häufig angegriffenen, aber doch seit alter Zeit stark gepflegten allegorischen Deutungsweise, die hei den hellenistischen Juden das beliebteste W…

  9. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 8

    8 II. § 34). Und wenn es demnach als kaum glaublich erscheint, dass Philo nicht öffentlich-als Lehrer seines Volkes sollte aufgetreten sein, ist es denkbar, dass kein schriftliches Denkmal dieser seiner Tkätigkeit durch ihn selbst und keine…

  10. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 9

    düng aufrecht erhalten; dass die Opferung Isaaks z. B. dort allegorisch gedeutet, hier als historisches Factum berichtet wird1). Die Allegorie war eben eine für die Homilie längst übliche Form, die hier fast unumschränkt herrschte , auf ein…

  11. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 10

    10 einem jüdisch-hellenistischen Publikum wahrscheinlich gegen Ende des ersten oder im Anfänge des zweiten Jahrhunderts gehalten worden shrd. Beide Beden haben mit den Homilien Philo’s keine Aehnlichkeit mehr. Text und Erklärung stehen nich…

  12. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 11

    11 aber, wie Dähne sie eine'Hochzeitsrede hat nennen können. Was ihn dazu bewogen hat, habe ich nicht entdecken können. Sicherlich nicht der Umstand, dass die Braut Simson’s heftig gescholten wird (§ 38 ff.), oder die vom Verf. gegebene Inh…

  13. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 12

    12 Das Fragment aus einer dritten Rede, eine Erklärung von , Jona I, 4—12 ist zu kurz, als dass man aus ihm über den Ursprung und den Charakter der ganzen Rede irgend etwas Bestimmtes folgern könnte. Nur so viel geht schon aus diesen wenige…

  14. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 13

    18 Dasselbe erweisen häufige Anreden. So sagt der Redner 273, 29: χαι μη νομίσητε παράδοξον είναι, όπον γε χαΐ εχ&ρας έπιχρατεΐν δ λογισμός δύναται.... Haltet es nicht für befremdend, (dass die Vernunft selbst die Liebe in Schranken zu halt…

  15. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 14

    14 'einer Judäischen predigt.3 Bei’ Grimm dagegen ist die richtige Erkenntniss wieder gänzlich verloren gegangen. Er fügt den Worten Ewald’s Folgendes hinzu1): cUnd in der That hat die Schrift gleich ceiner Predigt in dem Lehrsätze von der …

  16. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 15

    …ροφψενμα anführt (v. 14) (wenn Grimm schon das Citat aus der ass. Mosis (v. 9) als vollgiltig nicht ansehen will); dass Origenes, der das H MB. aus dem Kanon weisen will5), es dennoch selbst an einer andern Stelle mit den Worten anführt: nt etiam e…

  17. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 16

    16 dergleichen Stoffe empfänglicher gewesen sein, als die philosophisch geschulten jüdischen Zeitgenossen eines Philo? Ein directer Beweis*) lässt sich freilich für meine Annahme nicht führen, und wer daher den Glauben an eine Fiction nicht…

  18. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 17

    …die Sittlichkeit der Zeit gerissen hatte. In diesem Sinne schreibt der nüchterne Rationalist Diodor, der fromm gesinnte Plutarch. Bei den Juden aber ist die religiös-moralische Geschichtschreibung so alt wie diese selbst; auch die religiöse Lyrik d…

  19. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 18

    18 and ihrer Mutter nimmt nicht eine untergeordnete Stellung in der Rede ein, sondern füllt den grössten Theil derselben aus. Wohl klingt bei jedem Einschnitte das Thema aus der Erzählung wie ein Refrain wieder heraus (vgl. 282/ 22 ff. 292,…

  20. 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 19

    19 2. 3. 6. 7. (4.* 2) testimonium 273,15—274,1. <3. exemplum 274, 1—15. (2. probatio 274, 15—21. 5. contrarium 274,21—275,24. 4. 6. conclusio 275, 24—29. . 8. III. Laudatio. 1. Vorgeschichte 275, 30—278, 7. 2. Eleasar. a. Geschichte 278, 7…