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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 13

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1869
Date
1869-01-01
Page
Seite 13 (sequence 15)
Language
German
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18 Dasselbe erweisen häufige Anreden. So sagt der Redner 273, 29: χαι μη νομίσητε παράδοξον είναι, όπον γε χαΐ εχ&ρας έπιχρατεΐν δ λογισμός δύναται.... Haltet es nicht für befremdend, (dass die Vernunft selbst die Liebe in Schranken zu halten weiss), da sie auch über die Feindschaft zu siegen vermag1) Und gegen Ende 301, 19 ruft der Redner im feurigsten Predigertone aus: ώ των 3Αβραμιαίων σπερμάτων από¬ γονοι παΐδες Ίσραηλΐται, πεί&εσ&ε τω νόμω τούτω, xal πάντα τρόπον ενσεβεϊτε, γινώσχοντες οτι των πα&ών δεσπότης εστϊν 6 ευσεβής λογισμός. 0, Ihr Abkömmlinge Abrahamäischeü Geschlechtes, Israeliten, folget diesem Gesetze und lebet fromm in jeder Art, erkennend, dass aller Gemüthsbewegungen Herrin die fromme Vernunft ist. Hieraus erklärt sich denn auch am leichtesten das überaus häufig vorkommende 'Wir/ womit eben nach Predigersitte der Redner seine Zuhörer mit einschliessen will. Bei so entschiedenen Anzeichen ihrer wahren Bestimmung haben denn schon tief im Mittelalter kundige Leute unsere Schrift vollkommen richtig beurtheilt und frischweg unter die Predigten christlicher Kanzelredner gesetzt2). Noch viel weniger konnte ihre Form dem Scharfblicke Ewald’s verborgen bleiben; aber ihm war sie das einzige Individuum ihrer Gattung. Das schien bedenklich. Darum verdunkelte er selbst das klar erkannte Sachverhältniss durch die zweifelnd hypothetische Fassung seines Urtheils. 'Und das ganze/ sagt er3), 'ist als eine grosse anrede an die „kinder Abraham’s“ aus- 'geführt, als hätten nur hier noch zuletzt fast das einzige uns erhal- 'tene, aber zugleich ein ungemein grosses und kunstvolles beispiel 9 Vgl. ferner 270, 18. 272, 16. 273, 11. 295, 9. Ueber die Lesart 272, 16. s. Note 2. Ich citire überall nach der Bekker’schen Ausg. des Josephus. 2) In cod. Paris. 548 steht sie zwischen Reden des Greg. Nazianz. und des Joh. Chrysost.; in codd. Paris. 1176, 1177, 3010; Yind. cod. hist. 155. p. 83 Ness. unter lauter Reden; ουχ ίατορίαν μαΐΐον ηεγχώμιον nennt siePhilostorgius h. eccl. 1 c. 1. 3) Gesch. IV3 639.

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