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  1. 1859-01-01 · 2 (1859) · p. Seite 96

    — 96 Lektüre an Sabbat- und Festtagen gewähren; auch könnte fle allenfalls reifern Schülern als Präminm in die Hand gegeben werden; als ״Lesebuch aber für die obern Klaffen gehobener israelitischer Elementar- und Volksschulen" eignet sie si…

  2. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 97

    — 97 — Die ßmttStracfjf der RalMnen. 1. Sehördliche Anfrage. Z. 1744/pra68. An den Wohlehrwürdigen Oberrabbiner Herrn Leopold Löw in Szegedin. Ans Anlaß eines speziellen Falles sind Erörterungen über die Frage nothwendig geworden, ob int Grunde des …

  3. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 98

    98 — ״ Meinung. Während die Einen den priesterlichen Gewändern sogar versöhnende Kraft zuschreiben *), und Andere in Zahl, Stoff, Form und Farbe derselben tiefe symbolische Bedeutsamkeit erblicken % hat auch die Anschauung, nach welcher die…

  4. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 99

    99 — welchen das mosaische Gesetz die Amtstracht der Priester regelt, können mithin auf die Rabbinen nicht angewendet werden. Dagegen wird eine unbefangene geschichtliche Betrachtungsweise wol einräumen müssen, daß eine Amtskletdung der Rab…

  5. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 100

    100 — von dem Synedrium gestattet, gleich den Priestern linnene Obergewänder zu tragen. Diese Modifikation des levitischen Anzuges war eine Neuerung. Die Neuerung war aber nicht ungesetzlich, indem sie erst dann eingeführt wurde, nachdem di…

  6. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 101

    …che Amtskleidnng trugen, ohne daß es ahnen im Gesetze geboten war, reihen sich die Prosetenjüuger. Wenigstens hält sich Maimonides nach sorgfältiger Vergleichung der betreffenden Bibelstellen zu dem Schluffe berech« tiget, daß die Profetenjünger ein …

  7. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 102

    …Männer nicht Frauenkleider und Frauen nicht Männerkleidung und Rüstung anlegen sollen (5. B. M. 22, 5). Die Ansicht des Maimonides, nach welcher diesem Verbote nicht nur ein allgemein sittliches Motiv, sondern auch die Rücksicht auf gewisse unzüchtig…

  8. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 103

    103 — mit einem Sacke Aehnlichkeit hat. ״Man kann sich", berichtet ein berühmter Reisender, ״dieses Kleid leicht vorstellen, wenn man in den Boden eines Kornsackes eine Oeffnung für den Kopf, an den Seiten Oeffnungen für die Arme macht, und…

  9. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 104

    104 — 2. Thalmudische Bestimmungen und Nachrichten. Wenn weder in dem mosaischen Gesetze, noch in den übrigen heiligen Schriften Jsrael's eine direkte Vorschrift für die Amtskleidnng der Rabbinen zu finden ist, so kann dies nicht befremden.…

  10. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 105

    — 105 sind weit entfernt, ein erschöpfender archäologischer Erkurs sein zu wollen; sie werden indeß hoffentlich hinreichen, die in Rede siehende Frage von thalmudischem Standpunkte zu beleuchten. Wird ja das Wesentliche der Frage schon durc…

  11. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 106

    — 106 — Die vorzüglichsten thalmudischen Anstandsregeln sind: Der Rabbtne sei schön und reinlich gekleidet. Den Gebrauch lnruriöser, buntfarbiger, goldgestickter Kleider vermeide er sorgfältig. AndererseitS hüte er sich aber auch, in armsel…

  12. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 107

    — 107 ES geschieht aber in vollkommener Uebereinsttmmung mit dem im Thalmud herrschenden Geiste, wenn in demselben auch die Anstandsregeln der Bekleidung als Religionssatzungon htngestellt werden, und in Folge dessen die im Morgenlande allg…

  13. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 108

    108 — thalmudischen Zeit nur von Trauernden, Angeklagten und Verurtheilten getragen wurde 35). Da indeß die schismatischen Essener auf die weiße Kleidung sehr viel hielten und sich derselben ausschließlich bedienten, so wurde derjenige, der…

  14. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 109

    — 109 — und ein goldner Gürtel 43). Die Rabbiner! oder Schriftgelehrten, welche von dem Erilarchen unterhalten wurden, mußten dessen Wappen als Abzeichen tragen 44). Sonst gab es in den Zeiten des Thalmuds keinen besoldeten Rabbinenstand, w…

  15. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 110

    …rsprungs. Und da schon in den lezten Zeiten der römischen Republik so viele Juden das römische Bürgerrecht besaßen, daß Cicero von ihrer Menge in den Volksversammlungen spricht"); da später alle Juden im römischen Kaiserreiche des Bürgerrechtes t…

  16. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 111

    — 111 — düng ausgebeutet werden; aber,die Rabbinen selbst geriethen durch den Einfluß des Lebens und ihrer Umgebung mit dem Buchstaben ihrer eigenen Satzungen in Kollision! Hätte unter der Ungunst der Zeiten das Studium der Archäologie in A…

  17. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 112

    — 112 so daß die Rabbinen und Gemeindevorstände eigene Verbote gegen diesen Aufwand ergehen ließen. In Frankfurt am Äain geschah dies noch im ersten Viertel des vorigen Jahrhunderts. Es giebt aber nicht wenige Gemeinden, wo noch vor 40—50 J…

  18. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 113

    — 113 worunter entweder das Barett oder der sogenannte chapeau bas zu verstehen ist, welcher ebenfalls bei feierlichen Gelegenheiten getragen wurde und in manchen Gemeindeu-von den Vorstehem bis auf den heutigen Tag getragen wird. Dieser Hu…

  19. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 114

    — 114 — zu, der ein schafwollenes Kleid trägt. In den andern Gegenden Ungarns herrscht rückstchtlich der Amtskleidung der Rabbinen ein doppelter Usus: ein polnischer und ein deutscher. Da nämlich in früheren Zeiten die Rabbinen häufig aus G…

  20. 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 115

    — 115 — einnimmt, als dieser in der seinigen. Der Titel Oberrabbine verdankt in Ungarn seinen Ursprung dem Umstande, daß die Rabbinats-Assefioren, oder sogenannten Juristen, welche in jeder größern Gemeinde in Gemeinschaft mit dem Rabbiner …