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  1. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 14

    14 gehabt haben. Denn hätte er schon damals den geringsten „Zweifel" auf Grund seiner Erforschung der „geschichtlichen Quellen" aussprechen, oder hätte er sagen können, jenes Factum sei in „keiner einzigen" berichtet, er hätte es gerne geth…

  2. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 15

    15 tenden Geschrei Pilatum, er solle und müsse Jesum kreuzigen und dürfe ihn nicht loslassen; sie hätten, schrieen sie, ein Gesetz und nach demselben müsse Jesus sterben; da sie aber selbst Niemand tödten dürsten, so müsse er es thun. Pilat…

  3. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 16

    16 Fall Davids nebst Nathans Büßpredigt erzählt. Nach Kap. 12, 9 pricht Nathan zu David: „Warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet, daß du solches Uebel vor seinen Augen thätest? Uriam, den Hethiter, -hast du erschlagen mit dem Schwe…

  4. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 17

    17 „die Juden zu Verbrechern stempeln will, vernichtet er dje höchste Lehre der christlichen Welt selbst." So die Kritik in der Judenzeitung. Wäre diese Kritik haltbar und gegründet, so wäre damit nicht etwa ein Ausspruch Napoleons umgestoß…

  5. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 18

    18 über Babel gedrohten und verhängten Strafen hat der Herr seine Kritik kund gethan über das Thun Babels, wie wird die Judenztg. kritistren? — Oder wird wohl das genannte Blatt in der Geschichte der Kinder Jakobs dieselbe Kritik üben, wie …

  6. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 19

    IS und endlich bekennen sie nochmals ihr Unrecht, als sie nach dem Tode ihres Vaters fürchteten und sprachen; „Joseph möchte uns gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm gethan haben;" im Namen ihres verstorbenen Vaters lassen s…

  7. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 20

    so der Versöhnung oder „der Erlösung der Menschheit" wird also keineswegs durch Napoleons Wort und Anklage, daß die Juden ihren Messias gekreuzigt, angefochten, umgestoßen oder vernichtet. Beide Wahrheiten, die von der Juden Schuld und die …

  8. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 21

    21 antwortet werden denHeiden, und er wird verspottet und geschmähet und verspeiet werden, und sie werden ihn geißeln und tödten und am dritten Tage wird er wieder auferstehen." Luc. 18, 31 re. Und als Petrus bei der Gefangennehmung Jesu se…

  9. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 22

    22 Die so viele Jahrhunderte andauernde Drangsalsgeschichte der Juden, die bald nach dem Tode Jesu in der Zerstörung Jerusalems begann, und die bis auf den heutigen Tag, bei aller Emancipation in verschiedenen Ländern, doch noch immer fortd…

  10. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 23

    23 stets als höchste Sünde angerechnet, und hatte zu aller Zeit für ste nach innen und außen die schädlichste Folge gehabt." Warum will man denn hier auch nicht die Geschichte ansehen und das Urtheil kennen lernen, das Gott durch dieselbe g…

  11. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 24

    24 bei dem großen Werke der Civilisation und des unermeßlichen Fortschrittes; „mit welcher Zärtlichkeit," sagte er, „werden wir ihnen entgegenkommen" u. s. w. „Israelit" Nr. 26. 1864. — Dieser Herr Cremieur hat, wie die „Allg. Ztg. des Jude…

  12. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 25

    28 von einem „Messias" und nicht von einer bloßen Messiasidee, obgleich man nicht klar sieht, was er für einen Messias meint, da er sagt: „Die jüdische Religion," aber nicht das jüdische Volk, „erwartet ihren Messias." Diese Dinge aber: Mes…

  13. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 26

    SS kann doch auch nicht sagen und sagt auch nicht, daß die Anklage ungerecht, unbegründet sei, weil das Factum unwahr oder auch nur einem Zweifel unterworfen sei, wie die Kritik der deutschen Reform vorgiebt; Herr Cremieur bedauert nur, daß…

  14. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 27

    weiß andere zu erwecken. Der Apostel Paulus liegt in Ketten imGefängniß, aber er kann zeugen: Gottes Wort ist nicht gebunden. So wenig Jemand den Lauf und Schein der Sonne hemmen und aufhalten, oder in gewisse Grenzen einschließen kann, so …

  15. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 28

    38 stimmt, erwähnt mit kurzen Worten der Geschichte des Purimfestes. Den Juden sei es sehr gut gegangen, sie gelangten zu hohen königlichen Aemtern, saßen an der königlichen Tafel, aber ein geringer Anlaß genügte, ste ins tiefste Elend zu s…

  16. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 29

    …dringen herein mit dem Schreckensrufe: Tödtet sie, die den Messias gekreuzigt haben! „Noch vor wenigen Tagen hat Kaiser Napoleon III. bei Eröffnung des Parlaments den Satz ausgesprochen: „„Alle Culte genießen eine gleiche Freiheit."" Dieses kaiserliche…

  17. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 30

    30 das orthodore Blatt einen viel entschiedeneren Ton an, und spricht ohne auch nur einmal den Namen Jesu zu nennen, mit sichtlicher Verachtung nur von „dem Bilde dessen, von dem man erzählt, daß ihn die Juden gekreuzigt hätten." So dunkel …

  18. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 31

    31 fohlen hat, zum Tode verdammet worden.... Nachdem er — Jesus — groß geworden und gesagt hatte, daß er Gottes Sohn wäre, haben sie ihn als einen Verführer und abtrünnig machenden zum Tode verdammet " Und abermals heißt es in Maggen Abraha…

  19. 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 32

    haben, wie bei den Juden; denn unter uns Christen ist es ja gar nichts Neues, was Napoleon sagt, da wir diese Wahrheit, die Juden haben Jesum, ihren Messias, gekreuzigt, oft im Neuen Testament lesen. Wenn aber die Juden solche Kritiken gege…

  20. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · page 2

    Jahrbuch für Israeliten (1831! — 18S7). Mit •Kiitnigen aon: Dr. Beer in Dresden, Adolf Drix in Pest, Dr. L. A. iytanft in ^liicn, Mcou (?rcni! m Brody, Dr. G r ä iz in Breslau, Dr. P. G old b erg in Wien, Dr. Hecht in H…