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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
1-2 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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31 fohlen hat, zum Tode verdammet worden.... Nachdem er — Jesus — groß geworden und gesagt hatte, daß er Gottes Sohn wäre, haben sie ihn als einen Verführer und abtrünnig machenden zum Tode verdammet " Und abermals heißt es in Maggen Abraham im 59. Kapitel: „Nach unserer Rabbinen gesegneter Gedächtniß Aussage hat er — Jesus — sich nicht selbst für einen Gott ausgegeben, sondern er hat einen gebackenen Stein aufgerichtet und sich vor demselben gebücket, auch viele von Israel durch den Dienst des Markolis verführet, wie in dem Kapitel Chelek (Talmud Traktat Sanhedrin toi. lo7 c. 2) und in dem Kap. Egla arufa (Tract. Sota. toi. 47 o. 1) angedeutet wird). In dem Evangelio aber wird dessen im Geringsten nicht gedacht; sondern es heißt nur, daß er von sich selbst gesagt habe, daß er Gottes Sohn sei. Ohngeachtet dessen haben die Israeliten ihn wegen der Verführung zur Abgötterei zum Tode verurtheilt." Aus diesen wenigen Citaten ist klar und deutlich zu ersehen, daß die alten orthodoxen Juden die Tödtung Jesu als ihre und ihrer Väter That betrachteten. Wenn die heutigen Fortschrittsmänner dies auch bestreiten, so huldigen sie eben damit dem Fortschritt; aber den orthodox sein wollenden Juden steht es wahrlich übel an, in Bekämpfung der Wahrheit, daß die Juden Jesum, ihren Messias, gekreuzigt haben, ihren geschwornen Feinden, den Reformern, die Friedenshand so freundlich zu bieten, um gemeinschaftliche Sache mit ihnen zu machen gegen den ihnen verhaßten Jesum und dagegen zu gleicher Zeit ihren höchsten Schatz, den Talmud, mit Füßen zu treten und zu verleugnen. Wie Herr Cremieur in Paris an die „Ströme jüdischen Bluts" erinnert, die um der von Napoleon erneuerten Anklage willen in frühem Zeiten vergossen worden sind: so urgirt auch „derIsraelit" besonders diesen Punkt, und wiewohl der letztere überzeugt ist, daß Napoleon keine Intentionen gegen die Juden hegt: so fürchtet er doch, die „kaum erstorbenen Leidenschaften" möchten „aufs Neue aufgeregt werden," wenn auch nicht in Frankreich, so doch z. B. in den Donaufürstenthümern. Wir müssen sagen, daß die viel besprochenen Worte Napoleons unter den Christen gar nicht die Aufmerksamkeit erregt

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